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Zukunft bauen
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Richtfest an der Gerhart-Hauptmann-Schule in Griesheim
Es gibt wenige Themen über die momentan so viel geredet wird, wie über Bildung und Schule. Bei vielen Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften ist unser Schulbauprogramm zur Zeit im Gespräch. Wir planen bis 2016/2017 mehr als 250 Millionen Euro in die 81 Schulen in Darmstadt-Dieburg zu investieren. Dabei wollen wir nicht einfach nur Gebäude sanieren und neu bauen: Wir wollen Lern- und Lebensorte schaffen, in denen man sich wohl fühlt und gerne aufhält. Unsere Schulen liegt mir besonders am Herzen, denn ich glaube an ein Zitat von Antoine de Saint-Exupéry, der einmal sagte:
„Man kann nicht in die Zukunft schauen,
aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen
– denn Zukunft kann man bauen.“
- Der Rohbau des neue Gebäudes bietet den Schülern viel Platz
Ein gutes Beispiel dafür steht heute in meinem Terminkalender: Die Gerhart-Hauptmann-Schule in Griesheim kriegt ein neues Gebäude, denn die steigenden Schülerzahlen erfordern mehr Platz. Heute feiern wir das Richtfest. Vor etwa fünf Monaten haben wir den Grundstein dazu gelegt - nun steht der Rohbau mit seinen rund 15.000 Kubikmetern. Auf etwa 2.000 Quadratmetern entstehen hier neun Fachräume, eine Lehrküche und 15 allgemeine Unterrichtsräume. In einem zweiten Bauabschnitt können die Räume für eine Sekundarstufe II, also die Klassen elf bis dreizehn, errichtet werden. Vorausgesetzt, der Kreistag stimmt unserem Vorschlag zu. Damit könnten die Kinder und Jugendlichen auch ihr Abitur an der Gerhart-Hauptmann-Schule ablegen und müssten nicht ab der elften Klasse eines der Gymnasien in der Umgebung besuchen. Im November 2010 wird diese Entscheidung fallen.
Flexibilität mit der Modulbauweise
- Meine Rede war leider etwas zu lang, denn die Bläsergruppe der sechsten Klasse sorgte für die musikalische Untermalung der Veranstaltung und hat es richtig krachen lassen – einfach nur toll! Leider habe ich zu lange „gebabbelt“ und so die wertvolle Zeit für das letzte Lied geklaut – ich hoffe, sie sehen es mir nicht nach.
Schuldezernent Christel Fleischmann, der das Schulbauprogramm entwickelt hat, erklärt Hintergünde und Planungen zum Neubau: Es handelt sich um ein Passivhaus, das besonders wenig Energie verbraucht und viel Platz und Raum bietet. Die Räume haben kaum rechte Winkel: die Modulbauweise sorgt dafür, dass man die Raumgrößen flexibel ändern und auch den Bau einfacher erweitern kann. So kann das Gebäude an die Bedürfnisse der Schule angepasst werden. Diese haben sich in den letzten Jahren rasant verändert: Im Schuljahr 2000/2001 besuchten nur etwa 850 Schülerinnen und Schüler die Schule, heute sind es rund 1.150. Die Schule gibt es seit 1970 – damals noch Haupt- und Realschule mit 24 Klassen – heute ist sie eine kooperative Gesamtschule mit 48 Klassen. Die Schülerzahlen steigen weiter. Eine Entwicklung, die uns sehr freut, denn sie zeigt, dass Darmstadt-Dieburg ein attraktiver Lebensort ist und unsere Schulangebote angenommen werden.
Lebensraum Schule
- Im Richtspruch heißt es „In die Jugend können wir nicht genug investieren, für sie müssen wir heute schon all unsere Kraft aktivieren, ...“. Dem schließe ich mich an.
Auch die Schulleiterin Brunhilde Muthmann, die Elternvertreter und Griesheims Bürgermeister Norbert Leber sind sich einig, dass der Schulstandort Griesheim durch das neue Schulgebäude aufgewertet wurde. Brunhilde Muthmann las beim Stöbern in alten Unterlagen, dass der damalige Landrat Gustav Krämer bei der Eröffnung der Schule 1970 darüber redete, wie wichtig es sei, dass sich jeder Mensch nach seinen persönlichen Fähigkeiten entfalten könne – heute habe dies noch die gleiche Gültigkeit. Ich gebe ihr recht, denn mit dem Konzept der kooperativen Gesamtschule geben wir jedem Kind die Möglichkeit, in einer Schule nach seinen Bedürfnissen gefordert und gefördert zu werden. Heutzutage zählt mehr denn je, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf umsetzbar wird. Ganztagsangebote sind gefragt. Auch dies wird in Griesheim geboten. Darauf sind wir besonders stolz. Wir hoffen, dass unser Einsatz für unsere Schulen im Landkreis dazu führt, dass die Georg-Hauptmann-Schule für ihre Schülerinnen und Schüler mehr ist, als ein Lernort – ein Ort, an dem sie sich wohl fühlen und ihre Persönlichkeit sowie ihre Talente frei entwickeln können.

