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Aktuelle Nachrichten aus Darmstadt-Dieburg

Neustart für Interkommunale Seniorenarbeit

02.07.2010

Darmstadt-Dieburg – In seiner konstituierenden Sitzung hat sich der Arbeitskreis Interkommunale Seniorenarbeit unter der Leitung der Ersten Kreisbeigeordneten, Rosemarie Lück, darauf verständigt zukünftig noch enger und in arbeitsteiligen Rollen, zusammen zu arbeiten. Hauptamtliche Seniorenbeauftragte aus 16 Kommunen waren der Einladung der Vize-Landrätin gefolgt, darunter auch die Bürgermeister Udo Henke aus Messel und Achim Grimm, Groß-Zimmern. „Die Arbeit für Senioren im Landkreis gewinnt mit Blick auf den demografischen Wandel in Zukunft immer mehr an Bedeutung. Sie stellt den Kreis und die Kommunen auch vor dem Hintergrund angespannter Finanzlagen vor besondere Herausforderungen“, so Rosemarie Lück. Die Aufgabe des Arbeitskreises solle sein, Angebote für das breite Spektrum der Seniorenarbeit abzustimmen, um die Qualität flächendeckend sicher zu stellen und vorhandene Ressourcen effizient einzusetzen, so Rosemarie Lück.

Beratungen, Fahrten, Kultur, Bildung, Treffs und Interessenvertretungen sind von Erzhausen bis Alsbach-Hähnlein und Babenhausen bis Modautal sehr unterschiedlich organisiert. Ist in einigen Gemeinden die Arbeit für die Senioren zur Bürgermeister-Sache erklärt, sind woanders Verwaltungsfachleute damit betraut und an anderer Stelle Sozialarbeiterinnen oder Sozialpädagogen in den Rathäusern zuständig. Nie jedoch ist das Thema Senioren alleiniges Aufgabenfeld. Ehrenamtliche Seniorenvertreter oder Seniorenbeiräte gibt es in gut der Hälfte der Kommunen im Kreis. Wo sie sich einbringen, sind sie entweder gewählt, delegiert oder berufen. Durchweg wurde von guter Zusammenarbeit mit den Verbänden und Trägern vor Ort berichtet, von denen auch Impulse für die Seniorenarbeit der Kommunen ausgehen.

Dass Städte und Gemeinden im Kreis sich mehr und mehr auf die älter werdende Gesellschaft einstellen, beweisen zahlreiche ambitionierte Projekte. Genannt seien hier der Seniorenspielplatz in Groß-Bieberau, das Mehrgenerationenhaus in Groß-Zimmern oder das Begegnungshaus Petri-Villa, wo die Anliegen unterschiedlicher Altersgruppen miteinander verknüpft werden. Das gilt auch für Einrichtungen wie das Seniorenbüro „freiwillig aktiv“ in Weiterstadt, wo Vorlesepaten und Ehrenamtliche für Schulbibliotheken oder andere Dienste vermittelt werden. Ähnliche Kontaktbörsen bestehen auch in weiteren Kommunen, wo Geben und Nehmen generationenübergreifend organisiert ist. Bewährt haben sich Seniorenbusse, die auf unterschiedliche Art organisiert, älteren Menschen vor allem in den Ortsteilen zur alltäglichen Mobilität verhelfen.

„Das Engagement für und von Senioren in den Kommunen zeichnet sich durch eine große Vielfalt aus“, so Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück. Sie unterstrich das Potenzial, das damit verbunden ist. Der Arbeitskreis Interkommunale Seniorenzusammenarbeit verständigte sich darüber, dass das Büro für Senioren, Beratung und Pflege des Landkreises zukünftig vor allem eine koordinierende Rolle übernimmt. Dazu gehört die Unterstützung bei der Konzeption von Veranstaltungen in den Kommunen und bei der Weiterqualifikation der Seniorenbeauftragten ebenso wie die Weitergabe wichtiger Informationen über rechtliche, inhaltliche oder organisatorische Fragen rund um Anliegen von Senioren. Die Kommunen halten weiterhin ihr breit gefächertes Angebot, von fachlichen Vorträgen bis Unterhaltung, bereit. Die Planungen des Arbeitskreises für das Jahr 2011 sollen auf seiner zweiten Sitzung im Herbst konkretisiert werden. Ein inhaltlicher Schwerpunkt wird dann das Thema Gesundheit im Alter unter dem Aspekt der Sturzprophylaxe sein.

jj

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