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23.5.2012
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2. Tour: "Berge, Bäche, Bachforellen" - Wanderung am Berghang der Neunkirchner Höhe

Unsere Wanderung führt uns vom Naturparkplatz in Lützelbach durch die Brunnengasse (Markierung L/3) mit denkmalgeschützten Fachwerkhäusern vorbei am Dorfbrunnen und der "Quelle" (Kanalaustritt) des Lützelbachs. Wegen des Höhenunterschieds von 210 m zwischen Ursprung und Mündung heißt er im Volksmund Fallbach.

Hinter dem letzten Bauernhof geht es links den asphaltierten Weg bergauf. Auf der Anhöhe nehmen wir den ausgeschilderten Weg Richtung Brandau, vorbei am"Kieselbäch" zur Brandauer Mühle.

Über einen Trampelpfad bis zum evangelischen Gemeindehaus und ein Stück Asphaltweg gelangen wir zum Schützenhaus und weiter nach der Markierung 2 an die 510 Meter hoch gelegene Modauquelle. Dort orientieren wir uns am ausgeschilderten Wanderweg nach Neunkirchen und kommen auf dem "Promenadenweg" vorbei am "höchstgelegenen Apfelbaum" der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute. Er wurde 1997 gepflanzt als Symbol der Renaissance von Streuobstwiesen.

Wir gelangen nach Neunkirchen (Wallfahrtsort des frühen Mittelalters) mit seiner schmucken evangelischen Kirche. Vom dortigen Dorfplatz mit Ohly-Gedenkstein und Dorfbrunnen lenkt uns der Wanderweg N/1 Richtung Steinau. Vorbei geht es nun an der "Heiligen Quelle" (Quellbrunnen beim Feuerwehrhaus), der Talstation des Skilifts auf der Neunkircher Höhe (der mit 605 m höchsten Erhebung im hessischen Odenwald), zum Steinbach und dem Wasserreservoir des Ortsteils Steinau.

Vor dem Ortseingang geht es links ab nach Lützelbach, zunächst der Markierung N/1, später L/1 folgend. Wir passieren den Bärlingsbach und den von Schülern der früheren Dorfschule angelegten Marienteich und erblicken das imposante Naturdenkmal Rotbuche am sogenannten Rentnerweg. Der mächtige Baum ist mehr als 200 Jahre alt und hat einen Umfang von 5,20 m. Dann kommen wir am Fischbach vorbei, welcher der Nachbargemeinde Fischbachtal ihren Namen gegeben hat. Schließlich laufen wir in Lützelbach ein und sind wieder am Ausgangspunkt unserer Tour. 

Eine Beschreibung und kartograpfhische Darstellung der 2. Wandertour ist in Form einer PDF-Datei bereitgestellt.

 

Modautaler Höhepunkte

Modautal-Neunkirchen

Die Route "Berge, Bäche, Bachforellen" zeigt Ihnen nur eine Auswahl der vielen Highlights, die Modautal zu einem immer wieder abwechslungsreichen Ziel für den kleinen Urlaub vom Alltag machen. Wiederkommen lohnt sich allemal. Wer einen Blick dafür hat, wird sich begeistern können für die in unseren Breiten ungewöhnliche Pflanzen- und Tierwelt, die alles andere als eintönige Landschaft und das herrliche Panorama bis nach Frankfurt und zum Taunus.

Die Gemeinde Modautal mit ihren elf Ortsteilen liegt im nördlichen Teil des Landschaftsschutzgebiets "Bergstraße-Odenwald" und ist der geographische Höhepunkt im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Der Ortsteil Neunkirchen - über 500 m hoch - gehört sogar zu den "spitzenmäßigen" Dörfern des gesamten Odenwalds.

Die niedrigste Stelle mit knapp 200 m Höhe über NN befindet sich bei Asbach. Zahlreiche Bachläufe, Streuobstwiesen, Hecken, ein hoher Waldanteil und kleinbäuerliche Landwirtschaft setzen die Farbkleckse in einem bunten Landschaftsbild.

Aufgrund der herausragenden Höhenlage ist Modautal die Heimat einer Berglandtypischen und hier entsprechend seltenen Flora und Fauna: Harzer Labkraut, Bergweidenröschen, Bergfrauenmantel und das Alpenhexenkraut gehören zu den Besonderheiten ebenso wie der Hainsimsen-Buchenwald und Ahorn-Eschenbestände, die man eigentlich eher in montanen Lagen findet. In den Alpen verbreitet, in Südhessen dagegen rar sind zum Beispiel der kleine Laufkäfer (zu finden auf Neunkircher Wiesen) und die auf der Unterseite leuchtend gelb gefärbte Gebirgsstelze, die Sie mit etwas Glück beim Wippen an den sauberen Bachläufen beobachten können. Auch zu zahlreichen ausgewiesenen Naturdenkmalen lohnt sich ein Abstecher, etwa zur Lutherlinde auf dem Kirchhof in Neunkirchen, zur Dorflinde in Allertshofen, zur Felsengruppe am Wildfrauenhaus oder den bemerkenswerten Solitäreichen bei Neutsch.

Folgen Sie den Wanderwegen und entdecken Sie verborgene Kostbarkeiten. Dann werden Sie sich ganz schön wundern beim Wandern.