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23.5.2012

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Erhebungsstelle Zensus 2011

Standort:
Kreishaus Darmstadt
Trakt 4 - Erdgeschoss

Sprechzeiten:
Dienstag bis Donnerstag: 8.30 - 12 Uhr, sowie 13.30 - 15.30 Uhr

Telefon:

06151 / 881-1212
E-Mail:
zensus2011(at)ladadi.de

Wofür ist der Zensus gut?

Die Entscheidungsträger in EU, Bund, Ländern und Kommunen, in Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft sind auf korrekte Datengrundlagen angewiesen.
Der Zensus wird Informationen über die demografische und sozioökonomische Struktur der Bevölkerung, der Erwerbstätigen, der Haushalte und Familien in Deutschland liefern. Die erfassten Bevölkerungs- und Wohnungsdaten sind wesentliche Grundlage für vielfältige politische und wirtschaftliche Planungen und Entscheidungen.

In erster Linie ist der Zensus zur Ermittlung der tatsächlichen Einwohnerzahlen in Deutschland erforderlich. Seit der Volkszählung im Jahr 1987 in Westdeutschland und 1981 in der ehemaligen DDR wurden die Einwohnerzahlen immer wieder weiter fortgeschrieben. Die Ungenauigkeiten haben im Verlauf der Jahre zugenommen, Spezialisten vermuten, dass die bisherige amtliche Einwohnerzahl für Deutschland um mindestens 1,3 Millionen niedriger ist als angegeben. Bis zum nächsten Zensus werden dann wieder die Zahlen durch laufende Statistiken zu Geburten und Sterbefällen sowie Zu- und Fortzügen fortgeschrieben und durch Stichproben ergänzt. Je länger der Stichtag entfernt ist, desto größer werden die Fehler in der Fortschreibung. Fehler entstehen zum Beispiel wenn Menschen aus Deutschland fortziehen, sich aber nicht offiziell abmelden.

Die Einwohnerzahl und auch bestimmte Merkmale zu Erwerbstätigkeit und Wohnsituation der Bevölkerung dienen als Grundlage für Planungsprozesse und Entscheidungen in Politik und Gesellschaft. Dies betrifft neben Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Raumordnung oder Verkehr vor allem auch soziale Bereiche. So hängen beispielsweise kommunale Infrastrukturplanungen für Schulen, Kindergärten, Einrichtungen für ältere Menschen und Krankenhäuser von korrekten Einwohnerzahlen und Strukturmerkmalen ab.
Die amtliche Einwohnerzahl dient auch als Grundlage für die Einteilung von Wahlkreisen, die  Berechnung von Länderstimmen im Bundesrat, die Verteilung von EU-Fördermitteln und auch für den Finanzausgleich zwischen den Bundesländern sowie zwischen den Ländern und den Gemeinden.

Neben der Einwohnerzahl werden auch einige wichtige andere Fragen durch den Zensus geklärt. Die Fragen zur Erwerbstätigkeit geben Hinweise auf die Auswirkungen des technologischen Wandels auf das Erwerbsleben, die Entwicklung verschiedener Berufe und Berufszweige wird sichtbar.
Besonders bedeutend für die künftige Entwicklung Deutschlands ist auch die exakte Feststellung der Altersstruktur der Bevölkerung.

Weiterer Bestandteil des Zensus ist die Gebäude- und Wohnungszählung. Sie soll verlässliche Daten zur Wohnsituation in den verschiedenen Regionen Deutschlands liefern, die für politische und planerische Entscheidungen notwendig sind. Dies ist besonders wichtig, weil die Ausstattung mit Wohnraum in Deutschland sehr ungleichmäßig ist. Insbesondere zwischen Ballungsräumen und ländlicheren Regionen gibt es deutliche Unterschiede. Die Gebäude- und Wohnungszahlen werden wie auch die Bevölkerungszahlen bis zur nächsten Zählung fortgeschrieben.