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Serviceangebote
Infobox
Büro Landrat
Standort:
Kreishaus Darmstadt
Trakt 3, 5. Stock
Telefon:
(06151) 881-1001/-1002
Telefax:
(06151) 881-3003
E-Mail:
k.schellhaas(at)ladadi.de
Ein ganz normaler Tag im "Leben des Landrats"
6:30 Uhr: Frühstück
Mein Tag beginnt mit zwei Toast mit Honig und einer Tasse Kaffee zum Frühstück.
7:00 Uhr: Mein Fahrer steht vor der Tür
Ich werde von Dietmar Würtenberger, meinem Fahrer, abgeholt.
Für das bevorstehende "Montags-Gespräch" mache ich mir ein paar Notizen und bereite mich auf den Tag vor. Unterwegs gehe ich meine dienstliche Post durch. Die ersten Arbeitsaufträge erteile ich über schriftliche Anweisungen auf den Unterlagen.
7:45 Uhr: Ankunft im Landratsamt in Darmstadt

- Meine Sekretärin Frau Brenner ist schon fleißig am Arbeiten.
Mein Büro befindet sich im vierten Stock des Landratsamtes in Darmstadt-Kranichstein. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in meinem Büro sind bereits fleißig am Arbeiten. Auf meinem Schreibtisch "türmen" sich bereits weitere Unterlagen und sieben Unterschriftsmappen.
8:00 Uhr: Wochengespräch

- Ein Teil meines Teams am runden Tisch in meinem Besprechungraum. Hier empfange ich auch meine Gäste.
Jeden Montag Morgen sitze ich mit meinen engsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen und bespreche die Themen und Vorhaben für die kommende Woche. Außerdem berichte ich von meinen Terminen der vergangenen Woche. Wir vereinbaren Ziele für bestimmte Aufgaben und versuchen, Lösungen für Probleme zu finden.
9:00 Uhr: Vorstandssitzung der DADINA
Als Landrat bin ich zur Zeit stellvertretender Vorsitzender im Vorstand der DADINA. Die DADINA ist die Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation. Der Zweckverband wurde gegründet, um den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in diesem Gebiet zu organisieren. Alle zwei Jahre wechselt der Vorsitz zwischen dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Stadt Darmstadt.
Alle Busse, Bahnen und Straßenbahnen, die im Landkreis Darmstadt-Dieburg unterwegs sind, werden von der DADINA koordiniert.
10:15 Uhr: Gespräch mit der HEAG
Heute wird das Thema Verkehr ganz groß geschrieben.
12:00 Uhr: Zurück ins Landratsamt

- Beim Mittagessen mit Frau Turek (links) und Frau Brenner (rechts) versuche ich ein paar Minuten abzuschalten
Auf dem Weg zurück ins Büro erledige ich Telefonate. Gleich bei Ankunft im Landratsamt erwartet mich eine neue lange Rückrufliste. Der Berg aus Unterschriftsmappen auf meinem Schreibtisch ist gewachsen: inzwischen sind es elf Stück.
Mittagspause
Ich versuche regelmäßig, eine Mittagspause einzuhalten. Das ist mir wichtig, um mein Gleichgewicht nicht zu verlieren und mal durchzuatmen. Gemeinsam mit Frau Brenner und Frau Turek aus meinem Büro gehe ich in die Kantine des Landratsamts. Hier gibt es täglich drei verschiedene warme Gerichte und ein großes Salatbuffet zur Auswahl. Ich schätze diese Zeit sehr, denn so habe ich die Gelegenheit, mal ein paar nicht-dienstliche Worte zu wechseln.
Das ist bei uns dreien ungeschriebenes Gesetz: Keine Dienstgespräche in der Mittagspause. Dies lässt sich natürlich nicht immer verwirklichen, aber wir versuchen uns daran zu halten.
13:00 Uhr: Gespräch mit Mitarbeiter/-innen

- Natürlich muss ich immer über den Haushaltsstand informiert sein. Für was Geld ausgegeben wird, entscheidet der Kreitag.
Jetzt steht das Thema "Haushalt" an.
Der Haushalt des Landkreises umfasst über 300 Millionen Euro. Ute von Massow ist als Abteilungsleiterin des Finanz- und Rechnungswesens Herrin über die Zahlen. Das heißt natürlich nicht, dass sie bestimmt, für was Geld ausgegeben wird. Sie verwaltet den Haushalt und ordnet darin genau, wie viel Geld in welche Projekte fließt.
Als Landrat kann ich auch nur bedingt entscheiden, wofür Geld ausgegeben wird. Es gibt auch Dinge, wie zum Beispiel die Grundsicherung oder die Krankenhäuser, zu denen der Landkreis gesetzlich verpflichtet ist.
Die Entscheidung, für was Geld ausgegeben wird, trifft grundsätzlich der Kreistag. Dieser verabschiedet Jahr für Jahr den Haushaltsplan und auf sein Votum bin ich als Landrat angewiesen.
13:30 Uhr: Gespräch Kreisfeuerwehrverband
Der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, Dieter Pabst, kommt zu mir. Heute Abend ist Vorstandssitzung. Wir sprechen die Tagesordnung durch und diskutieren die ein oder andere Idee.
14:00 Uhr: Treffen mit meiner Pressestelle

- Auch dies wird wieder eine Ausgabe unserer Zeitung.
Frau Janzen, zusammen mit Herrn Horneff eine unserer beiden Pressesprecher, bespricht mit mir aktuelle Projekte und zeigt mir Entwürfe der Fachabteilungen für Flyer und Veranstaltungshinweise.
In einer kurzen Pause wage ich mich an die Unterschriftenmappen. Mit einem Ohr am Telefon versuche ich dabei noch ein paar Wogen zu glätten und Termine abzustimmen.
14:45 Uhr: Gespräch Thema "Gleichstellung"

- Mein Besprechungszimmer wird heute viel genutzt. Das Thema Gleichstellung darf nicht zu kurz kommen und muss laufend überprüft werden.
Als Landrat habe ich nicht nur ein politisches Amt, sondern bin auch Leiter der Verwaltung des Landkreises mit über 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Frau Hartwig ist die Frauenbeauftragte des Landratsamtes. Zusammen mit dem Personalchef Herrn Gärtner, dem Verwaltungsleiter Herrn Grimm und der Leiterin der Abteilung für Chancengleichheit, Frau Abendschein, unterhielten wir uns darüber, was bei der Vergabe neuer Stellen beachtet werden muss und wie Frauen besonders gefördert werden können. In meiner Position liegt mir natürlich daran, dass Frauen die gleichen Aufstiegschancen haben. Sie sollen in vergleichbaren Positionen unter denselben Bedingungen arbeiten wie Männer.
16:00 Uhr: Jugendhilfeausschuss

- So sieht er aus, der Familienwegweiser!
Der Jugendhilfeausschuss setzt sich zusammen aus Mitgliedern des Kreistags, des Kreisausschusses, beratenden Mitgliedern aus verschiedenen Organisationen im Landkreis sowie der Verwaltung. Unter anderem sind der Bund der Deutschen Katholischen Jugend, die Arbeiterwohlfahrt (AWO), die Caritas, der Paritätische Wohlfahrtsverband, das Diakonische Werk, der Kreisfeuerwehrverband, der Deutsche Sportbund, der Deutsche Kinderschutzbund, das Landgericht Darmstadt und das staatliche Schulamt vertreten. Als Landrat bin ich der Vorsitzende des Ausschusses.
Heute standen viele verschiedene Themen auf der Tagesordnung. Besonders freut mich, dass der "Familienwegweiser" fertig ist. Familien können diese Broschüre zum Beispiel über das Jugendamt des Landkreises beziehen. Darin finden sich viele wichtige und nützliche Adressen. So bietet er einen Überblick über alle Institutionen im Landkreis rund um das Thema "Familie". Ob Familienhebammen, schulische Förderangebote, Volkshochschule oder Seniorencard - ein Blick in den Familienwegweiser verspricht eine gute Orientierungshilfe zu sein.
Beschäftigen wird mich wohl noch ein ganz anderes Thema: Leider nimmt die Anzahl der In-Obhut-Nahmen immer mehr zu. Der Landkreis muss in immer mehr Fällen Kinder zu ihrem Schutz aus ihren Familien holen, weil es ihnen dort nicht gut geht. Die betroffenen Kinder werden immer jünger. Zwar ist das bundesweit zu beobachten und nicht nur in unserem Landkreis, aber dennoch macht es mich nachdenklich.
16:45 Uhr: schnell zurück ins Büro

- Viele Unterschriftenmappen, E-Mails und Anrufe erwarten mich in meinem Büro
Jetzt habe ich noch mal die Zeit, mich an meinen PC zu setzen und ein paar E-Mails zu beantworten. Ich versuche soweit wie möglich alle E-Mails, die an mich gerichtet sind, persönlich zu beantworten. Draußen ist es schon fast dunkel. An Feierabend ist aber noch lange nicht zu denken.
Vor mir liegen vier Stapel Unterschriftsmappen. Dachte, ich hätte sie schon alle abgezeichnet. Es geht aber noch weiter: Geburtstagsbriefe, Einladungen, Vollmachten, Dienstreisegenehmigungen, Antwortschreiben auf Anfragen, Vertragsunterschriften und so weiter. Als Erster Kreisbeigeordneter hatte ich schon viele Unterschriften zu leisten - seit dem 01. Oktober 2009 hat sich die Zahl vermutlich verdoppelt.
18:00 Uhr: Vorgespräch "Närrischer Empfang"

- Der Kreistagssitzungssaal mit seiner Bestuhlung für Sitzungen - für den närrischen Empfang wird er etwas umgestaltet werden.
Auch im nächsten Jahr wird es einen "Närrischen Empfang" im Landratsamt geben. Der Narrhalla Verein Ober-Ramstadt wird diesen mit uns realisieren. Heini Gunkel (Vorsitzender der Vereins) und Michael Leder kamen deswegen vorbei, um erste Planungen zu besprechen.
Allerdings muss ich an dieser Stelle sagen: Dem Karneval sehe ich mich gemischten Gefühlen entgegen. Die letzte Kampagne habe ich mit meiner Lebensgefährtin erlebt, durchlebt, durchlacht und wahrscheinlich auch durchtrunken. Aufgrund ihrer Erkrankung ist das leider nicht mehr möglich. Das macht mich sehr traurig. Deshalb werde ich keine Kampagnen-Veranstaltungen bei den Vereinen des Landkreises besuchen. Der närrische Empfang im Landratsamt wird die einzige Feierlichkeit diesbezüglich sein, die ich wahrnehmen werde. Ich hoffe, Sie können das verstehen und fühlen ein wenig mit mir.
Auf dem Foto sehen Sie Heini Gunkel, Michael Leder, Bärbel Hille, Mitarbeiterin im Büro Landrat - zuständig für Partnerschaften und Veranstaltungen - Herrn Grimm und mich bei der Begehung des Kreistagssitzungssaal. Für diesen Tag wird er närrisch umgestaltet werden.
19:15 Uhr: Vorstandssitzung des Kreisfeuerwehrverbands

- Der Kreisfeuerwehrverband tagt heute in Ober-Ramstadt. Neben mir sehen Sie den Kreisbrandinspektor Ralph Stühling.
Auch die Feuerwehr ist kreisweit organisiert. Die 84 Feuerwehren im Landkreis wählen dazu gemeinsam mit den vier Feuerwehren der Stadt Darmstadt einen Vorstand. In diesem Jahr feierte der Kreisfeuerwehrverband sein 110-jähriges Jubiläum.
Als neuer Landrat möchte ich der Kreisfeuerwehr zur Seite stehen und ein verlässlicher Partner für sie sein. Ich selbst habe mich noch in meiner Zeit als Bürgermeister von Modautal zum "Freiwilligen Feuerwehrmann" ausbilden lassen.
Deshalb ist es mir besonders wichtig, zur Sitzung zu gehen. Im direkten Gespräch möchte ich hören, was für die Feuerwehren getan werden kann. Besonders wichtig ist eine noch bessere Vernetzung - im Landkreis und über die Grenzen des Landkreises hinaus. So könnten Synergien und Ressourcen zukünftig noch besser genutzt werden.
20:45 Uhr: Ab nach Hause
Auf dem Heimweg erreichen mich noch zwei Anrufe. Meine Tagespost habe ich mitgenommen. Diese erledige ich größtenteils im Auto.
Mein Feierabend ist in greifbare Nähe gerückt.


