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Adventsfeier des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

- Viele Besucher freuten sich über die musikalische Darbietung des Chors.
Landkreis und Stadt bedanken sich bei der Kriegsgräberfürsorge - Viele Mitglieder werden geehrt
Die Parkplätze vor dem Landratsamt sind voll besetzt. Als ich in den Kreistagssitzungssaal komme, staune ich nicht schlecht: Vier Tischreihen sind hübsch mit Kaffee und Kuchen eingedeckt und an fast jedem Platz wartet einer unserer Gäste.
Eingeladen hat der Landkreis Darmstadt-Dieburg zusammen mit der Stadt Darmstadt. Es geht darum, sich bei den Mitgliedern des Volksbunds zu bedanken. Die Kriegsgräberfürsorge pflegt in erster Linie die Grab- und Gedenkstätten der Kriegstoten. Nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland. Die Gedenkstätten sind ein wichtiger Anlaufpunkt für viele, die in den Kriegsjahren Verlust und Schmerz erfahren haben. Die Arbeit des Verbunds hat sich im Laufe der letzten Jahre gewandelt. Zum Glück gab es seit Jahrzehnten keinen Krieg mehr auf deutschem Boden. Mit ihrer Friedensarbeit trägt die Kriegsgräberfürsorge einen Teil dazu bei, dass das auch so bleibt.
Dank für ehrenamtliches Engagement

- Insgesamt konnte ich an diesem Tag 16 Menschen für ihr Engagement ehren. Das ist immer etwas Besonderes.
Heute durfte ich 16 Menschen für ihr Engagement ehren. Geehrt wird, wer 10, 20, 30, 40 oder sogar 50 Jahre Mitglied ist. Insgesamt konnten sich 118 Menschen im Landkreis und der Stadt Darmstadt in diesem Jahr über ihr Jubiläum freuen. Neben den Ehrungen sorgte der Jugendchor von Chorleiterin Claudia Nicolai und Karl Müller aus Münster mit einer Weihnachtsgeschichte für Unterhaltung. Außerdem wurde eine Präsentation über die Jugendarbeit des Volksbundes gezeigt. Hier geht es vor allem um die Zusammenarbeit mit den Schulen. Jedes Jahr wird ein Wettbewerb ausgeschrieben: Die Schulen in Landkreis beteiligen sich an Sammlungen für die Kriegsgräberfürsorge. Wer am meisten sammelt, fährt drei Tage nach Niederbronn in die Jugendbegegnungsstätte vom Volksbund. Dort finden das ganze Jahr über Begegnungen von Jugendlichen aus vielen Ländern statt, die sich mit dem Thema Krieg und Frieden auseinandersetzen.
Gegen das Vergessen

- Bei meiner Rede im Kreistagssitzungssaal.
Die größte Gedenkstätte im Landkreis befindet sich in Brandau. Sie kenne ich sehr gut aus meiner Zeit als Bürgermeister von Modautal. 461 Opfer des Ersten und des Zweiten Weltkrieges - deutsche und ausländische Kriegstote aus 15 verschiedenen Nationen - wurden dort beigesetzt. Etwas außerhalb von Brandau gelegen, wird sie von vielen Menschen besucht. Auch Schulklassen kommen dort hin und verstehen die Gedenkstätte als Mahnmal dafür, wie wichtig Frieden ist. Sie erinnert und daran, dass wir diesen Frieden schätzen sollten.
Die Adventszeit und das Jahresende sind meist leider viel zu stressig und fliegen nur so an uns vorbei. Gerade jetzt sollten wir uns den Frieden, in dem wir leben, bewusst machen.

