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Landrat Schellhaas und die Landfrauen Groß-Umstadt kommen bei der Schulbesichtigung ins Staunen

- Das neue Gebäude macht richtig was her!

- In einem der Klassenräume erzählt Peter Schäfer vom Bau der Schule
Beim Landfrauentag in Lengfeld hatte ich die Bezirkslandfrauen Groß-Umstadt zu einem gemeinsamen Besuch der Landrat-Gruber-Schule in Dieburg eingeladen. Dort wurden neue Ausbildungsmöglichkeiten für die grünen Berufe eingerichtet: Gärtner, Floristen und Landwirte lernen hier in einem neuen Gebäude. Insgesamt hat der Landkreis rund 2,6 Millionen Euro in den Neubau investiert. Auf das Ergebnis bin ich stolz, denn wir haben etwas in Hessen einmaliges geschaffen. Mit dem Schulbauprogramm des Landkreises investieren wir insgesamt über 250 Millionen Euro in unsere Schulen. Trotz einer schwierigen Haushaltslage gilt für mich: Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Zukunft - ohne diese Investitionen geben wir die Zukunft auf!
Heute jagt mal wieder ein Termin den nächsten. Ich schaffe es nicht ganz pünktlich, so ein Mist! Peter Schäfer, Leiter der Agrarabteilung, beginnt zunächst ohne mich und erzählt den Landfrauen etwas über die Schule. Das meiste dürfte ich schon wissen: Baubeginn für das neue Gebäudes war Januar 2009, Ende 2009 begann der Einzug und seit Anfang des Jahres ist Unterricht im neuen Gebäude. Auf dem Dach wird eine Solaranlage betrieben, Angestellte der Schule können Anteile an ihr kaufen – die Idee finde ich klasse! Das Gebäude hat Theorie- und Praxisräume, die besonders ausgestattet sind.
Fachräume schaffen beste Voraussetzungen für das Lernen

- In der Halle mit Übungsflächen kann richtig angepackt werden

- Die Empore bietet viel Platz für Gruppenarbeit in Lerngruppen

- Im Wintergarten wachsen von den Schülern gezüchtete Pflanzen
Als sich die Gruppe den ersten Fachraum anschaut, komme ich dazu. Der Lehrer Arnold Beckers erklärt uns die Besonderheiten des Fachraums für Landwirtschaft. Es gibt zwei Beete mit Kies und Sand. Die Schüler lernen hier, Pflaster und Platten zu legen. Mit landwirtschaftlichen Geräten können sie durch das große Tor fahren und auf den Flächen üben. Draußen gibt es außerdem ein großes Freigelände. Wenn es fertig ist, stehen hier viele Übungsflächen zur Verfügung. In diesem grünen Klassenzimmer wird es auch einen Teich, Beete und Mustergräber geben.
Der nächste Raum ist ein Praxisraum für den Produktionsgartenbau. Hier stehen botanische Übungen auf dem Programm. Die Empore soll zum einen als Lagerraum dienen, doch wird sie meist als offene Lernlandschaft genutzt. So können neue pädagogische Konzepte umgesetzt werden.
Wer sich als Floristin oder Florist ausbilden lässt, macht viele praktische Übungen in einem der Floristikräume. Thilo Haase, der hier unterrichtet, erklärt uns, wie ein Glamellenstrauß gebunden wird. Da packt einige der Landfrauen die Lust auf einen Floristik-Kurs! Doch den gibt es an der Landrat-Gruber-Schule nur für Schülerinnen und Schüler. Ich verweise auf unsere Volkshochschule, an der solche Kurse angeboten werden.
Wer Sträuße binden will, braucht viele Blumen zum Üben, hier ist die Schule auch auf Spenden angewiesen. Selbstgestaltete Plakate an den Fenstern sollen vorbei laufende Spaziergänger nicht nur informieren, sondern auch zu einer solchen Spende ermuntern.
Auch technisch auf dem neusten Stand

- Faszinierend, was aus der guten alten Tafel aus meiner Schulzeit geworden ist!

- Unterricht online - das Active-Board macht's möglich!
Vorbei an den schwarz gefliesten Sanitärräumen (sie werden im Gegensatz zu den üblichen weißen Sanitäranlagen nicht beschmiert) geht es wieder in ein gewöhnliches Klassenzimmer. Es ist mit einem Laptop-Wagen sowie einem Active-Board, einer elektronischen Tafel, ausgestattet. Der EDV-Lehrer Heinrich Fischer zeigt uns, wie er mit dem Active-Board unterrichtet. Er kann damit auch ins Internet: Auf der Homepage der Landfrauen kann ich mir ein Bild anschauen, auf dem ich gerade eine Rede halte.
Das war wieder ein spannender Besuch. Es ist unglaublich, was es auch für mich immer wieder Neues im Landkreis zu entdecken und zu lernen gibt. Eine Sache ist mir heute noch aufgefallen: Immer wieder haben die Lehrer davon berichtet, dass Firmen oder Verbände aus der Region mit in die Planungen der Schule einbezogen wurden. Was da heute steht ist ein Gesamtwerk, in das sich viele Fachleute eingebracht haben. Außerdem wurde oft erwähnt, dass die Schule mit Spenden unterstützt wurde. Ob landwirtschaftliche Geräte oder Blumen: Ohne die Spenden wäre vieles nicht möglich. Die Zusammenarbeit und der Zusammenhalt mit den Verbänden und Unternehmen ist unvorstellbar wertvoll für unseren Landkreis.
Gemeinsam sind wir stark - an dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle, die sich beteiligen!

