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31.7.2010

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Büro Landrat

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Kreishaus Darmstadt
Trakt 3, 5. Stock

Telefon:
(06151) 881-1001/-1002
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(06151) 881-3003
E-Mail:
k.schellhaas(at)ladadi.de

Schwerpunkte meines Handelns

Am 21. September wurde ich in mein neues Amt eingeführt. Hier möchte ich Ihnen die Schwerpunkte meines Handelns als Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg erläutern und Ihnen vorstellen, welche Projekte und Entwicklungen ich in Zukunft vorantreiben will.

Mit den Menschen gestalten

Ich möchte mit Ihnen, den Menschen im Landkreis Darmstadt-Dieburg, in einen ständigen Austausch treten. Deswegen gibt es auf diesen Seiten verschiedene Möglichkeiten, um mich zu erreichen. Auf meinen persönlichen Seiten können Sie mehr über mich und meine Arbeit erfahren.

Ich stehe für eine Politik, die nah an und mit den Menschen den Landkreis gestalten wird. Bringen auch Sie sich ein!

Gute Schulen

Für mich ist Schule mehr als Lernen. Seit meiner Zeit als Erster Kreisbeigeordneter bin ich für die Schulsozialarbeit im Landkreis verantwortlich. Es wurden Stellen geschaffen, um an jeder Schule eine individuelle Betreuung zu gewährleisten.

In Zukunft möchte ich diesen Bereich weiter fördern und auch Ganztagsangebote ausbauen. Zusammen mit dem Schuldezernenten Christel Fleischmann stemmt der Landkreis ein ehrgeiziges Schulbauprogramm, das insgesamt über 120 Millionen Euro in bauliche Maßnahmen der Schulen investieren wird.

Investitionen in den Lebensraum Schule sind Investitionen in die Zukunft des Landkreises: auch in diesem Bereich muss es weiter gehen.

Klimaschutz jetzt!

Schon heute setzt der Landkreis verstärkt auf Energieeffizienz, Energieeinsparung sowie auf den Einsatz regenerativer Energiequellen. Wichtig ist dabei ein Mix aller geeigneter Möglichkeiten: Photovoltaik zur Stromerzeugung, Biomasse für die Gasproduktion zum Bereitstellen von Wärme sowie Windanlagen auf dafür geeigneten Bergkuppen (wo es von den Bürgern mit getragen wird). Bei allen Baumaßnahmen des Landkreises wird zudem der Einsatz von Erdwärme sowie bei Neubaumaßnahmen die Errichtung im Passivhausstandard geprüft.

Dies will ich in Zukunft noch verstärken. Es gilt, nach Möglichkeiten zu suchen, wie wir uns im gesamten Landkreis für diese Maßnahmen einsetzen können. Unerlässlich ist bei diesem Thema, dass alle zusammenarbeiten: der Kreis, die Städte und Gemeinden, die Wirtschaft und die Bürger. Ich werde als Landrat dieses Zusammenwirken koordinieren.

Breitbandversorgung - schnelle Datentransfers auch in kleinen Kommunen

Eine schnelle Breitbandverbindung erleichtert nicht nur unseren Alltag, sondern ist auch ein wichtiger Standortfaktor im Wettbewerb der Regionen. In Zusammenarbeit mit den Kommunen und den Anbietern gilt es, die bisher noch unterversorgten Gebiete im Landkreis an die neue Technologie anzubinden. In den bereits erschlossenen Gebieten kann die Datenübertragung noch verbessert werden. Die bereits vorliegende Bedarfsanalyse ist ein erster Schritt, um dieses Projekt anzupacken.

Ich möchte an einem flächendeckenden Angebot von schnellen Breitbandverbindungen im gesamten Landkreis arbeiten.

Gute Arbeit für alle

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg gehört zu einer der Top-Wirtschaftsregionen in Deutschland. Wir haben traditionell eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten, aber die Wirtschaftskrise macht auch bei uns nicht Halt. Projekte wie die Beschäftigungsinitiative 50plus für Menschen, die aufgrund ihres Alters Probleme haben, den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu finden oder eine Initiative für Ausbildung vor Ort sollten weiterhin vorangetrieben werden.

Ich werde die Kooperation zwischen Arbeitgebern und Kreisagentur für Beschäftigung weiter ausbauen, um Menschen jeden Alters zu helfen, ein geregeltes Arbeitsverhältnis zu finden.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf leben

Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll in Darmstadt-Dieburg gelebt werden können und nicht nur Bestandteil von Sonntagsreden sein! Dies beginnt bei der Betreuung 0- bis 6-Jähriger und setzt sich mit bedarfsgerechten Betreuungsangeboten und Ganztagsschulangeboten fort. Familienbegleitende und unterstützende Hilfen sind hierbei zentraler Bestandteil.

Die verstärkte Förderung der Jugendarbeit und vorbildliche Generationen übergreifende Konzepte werden von mir angeschoben.

Gesundheitspolitik für die Menschen

Als Gesundheits- und Sozialdezernent des Landkreises habe ich mich in den letzten beiden Jahren mit den wirtschaftlichen Sorgen und Nöten aller medizinischen Leistungsträger auseinander gesetzt. Meine Gesundheitspolitik soll den Anforderungen der ambulanten und stationären medizinischen Versorgung und auch der Pflege älterer Menschen gerecht werden. Ärzte, Fachärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und leistungsfähigen Rettungsdienste sowie zahlreiche ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz bilden ein dichtes Netz an medizinischen Standards.

Als Landrat werde ich aktiv dafür eintreten, dass uns diese Versorgungsstandards erhalten bleiben.

Den Wirtschaftsstandort stärken

Engagierte Wirtschaftsförderung bedeutet den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Auch umfassende Beratungs- und Qualifizierungsangebote sind für mich ein wesentlicher Baustein, um im Landkreis Darmstadt-Dieburg weiterhin aktive Arbeitsförderung zu betreiben. Nur eine gemeinsame Anstrengung von Landkreis und Kommunen kann die Rahmenbedingungen aufstellen, um erfolgreich neue Wirtschaftskraft, neue Arbeitsplätze und damit auch Ausbildungsplätze im Landkreis zu schaffen.

Außerdem sehe ich es als Aufgabe eines Landrats, eine zentrale Mittlerfunktion bei großen Ansiedlungs- und Neubauprojekten, aber auch bei den vielen kleineren Betrieben aus Bereich Handwerk und Mittelstand, ein verlässlicher Partner zu sein.

Gemeinsam den Landkreis bewegen

Eine Gesellschaft ist nur so aktiv, wie die Bürgerinnen und Bürger, die sich in ihr engagieren. Das vielfältige kulturelle, sportliche und karitative Angebot im Landkreis Darmstadt-Dieburg besteht nur, weil sich Menschen für andere einsetzen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Freizeitgestaltung, Gesundheitsvorsorge, Kulturförderung und Integration.

Als Landrat ist es mir ein Anliegen, den Menschen die Schönheit und Angebote des Landkreises näher zu bringen, um Vereine, kulturelle Angebote und traditionelle Feste zu stärken. Sie können sich weiterhin darauf verlassen, dass der Landkreis unter meiner Führung ihr verlässlicher Partner bleibt.

Familien

Die "typische" Familie gibt es nicht mehr. Familien sind auch in unserem Landkreis in ihrer Alterszusammensetzung, ihrer Struktur und ihrer Form des Zusammenlebens unterschiedlich - deswegen müssen auch die Angebote verschieden sein. Als große Aufgabe sehe ich es an, vorhandene Angebote miteinander zu vernetzen und soziale sowie infrastrukturelle Planungen zu koordinieren.

Ich verstehe den Landkreis Darmstadt-Dieburg als Dienstleister für Familien: Unter meiner Führung als Familiendezernent entwickelten wir einen Wegweiser für Familien, um einen Überblick über die breite Angebotspalette zu geben. Auch weiterhin möchte ich in einem familienfreundlichen Landkreis leben und mich für diesen stark machen.

Politik für alle Generationen

Unsere Gesellschaft wird immer älter. Generationen übergreifende Konzepte sind gefordert, um den demografischen Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu werden. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg muss mit einer familienfreundlichen Politik hier Zeichen setzen und den Herausforderungen der demografischen Entwicklung begegnen.

Meine Politik ist eine aktive Familien- und Generationenpolitik, die die Familien unterstützt und den Anliegen der älteren Generation gerecht wird.

Verwaltung und Service noch besser machen

Das Landratsamt soll weiterhin für bürgernahe Dienstleistungen, Bürgerbeteiligung und Bürgernähe stehen. Die Bürgerinnen und Bürger des Kreises mit ihrem vielfältigen Wissen und ihrem guten Willen zur Mitarbeit für das Gemeinwesen sollen sich ernst genommen und willkommen geheißen fühlen. Das ist die Aufgabe des Kreistags und des Landrates.

Ich möchte Serviceeinrichtungen (zum Beispiel Seniorenbüro, Wohnungsbauförderung, Baubehörde und Büro für Behindertenangelegenheiten) erhalten und Netzwerke schaffen, von denen alle profitieren. Dezentrale Anlaufstellen sollen auch weiterhin dafür sorgen, dass die Menschen im Landkreis möglichst kurze Wege haben.

Frauen

Frauenspezifische Belange sind in allen Politikbereichen mitzudenken und mitzudiskutieren. Mein Ansatz ist das Gender Mainstreaming, also die geschlechterbezogene Sichtweise in allen politischen Konzepten und Entscheidungen. Dabei wehre ich mich gegen alte oder neue Rollenzuweisungen.

Jeder Mensch, Mann und Frau, sollte sein und ihr Leben nach eigenen Vorstellungen, Wünschen und Begabungen gestalten können. Dafür werde ich mich als Landrat stark machen.

Vielfalt einbeziehen

Unser Landkreis Darmstadt-Dieburg verfügt über eine vielfältige Bevölkerungsstruktur. Diese Vielfalt der Menschen im Landkreis ist eine Chance, die genutzt werden sollte! Die Integration der im Landkreis lebenden Migranten stellt eine der zentralen Zukunftsaufgaben dar.

Ich werde Maßnahmen unterstützen, die eine schnellere, verbesserte Integration der Zuwanderer in allen Bereichen ermöglichen. Der Einsatz von Integrationslotsen/Integrationsassistenten soll auch in unserem Landkreis helfen, Migranten bei ihrer Integration zu unterstützen.
Ich betrachte Integration als Querschnittsaufgabe. Den Dialog mit den Migrantenselbstorganisationen werde ich ebenso führen, wie das Gespräch mit den verschiedenen Religionsgemeinschaften.

Leben im Alter

Mit unserem Seniorenbüro und den vielen Sozialstationen vor Ort werden im Landkreis viele Ansprechpartner geboten. Als Ansprechpartner für die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden vier ehrenamtliche Seniorenbeauftragte berufen, die den Landkreis in den politischen Fragen beraten sollen. So sollen politische Entscheidungen entsprechend begleitet und zielgerichtet verbessert werden.

Daneben bietet der Landkreis eine Reihe von Informationsmaterial für das Leben im Alter an. So beinhaltet der Seniorenwegweiser in Form einer Broschüre alle wichtigen Adressen und Informationen zu versicherungsrechtlichen Fragen.

Angebote wie die Seniorencard, das Seniorenticket sowie der Senioren-Kultur-Kalender sind im gesamten Rhein-Main-Gebiet einmalig und für mich eine wichtige Maßnahme, um die Mobilität im Alter aufrecht zu erhalten.

Mir liegt viel daran, dass Darmstadt-Dieburg weiterhin ein seniorenfreundlicher Landkreis bleibt, der das Leben der älteren Menschen auf vielfältige Weise bereichert. Der Maßstab meiner Seniorenpolitik ist es, individuellen Lebenssituationen eines jeden gerecht zu werden.

Kultur und Freizeitmöglichkeiten

Hier gilt es, Lebensqualität zu erhalten: Unser Landkreis bietet seinen Einwohnern und Besuchern eine breite Palette an Kultur-, Freizeit- und Naherholungsmöglichkeiten.

Kulturell hat der Landkreis einiges zu bieten. Viele Angebote werden oft durch kommunale und freiwillige Initiativen zum Leben erweckt. Ob Theater, Museen oder Lesungen: viele Akteure sorgen dafür, dass es im Landkreis nicht langweilig wird. Diese bekommen auch weiterhin meine Unterstützung.

Reizvolle Landschaften, ein breites und aktives Vereinsangebot und die sehr gute Infrastruktur. Ob Sport, Kultur oder Naturerleben: für fast alle Freizeitmöglichkeiten gibt es ein entsprechendes Angebot.

Diese schönen Seiten will ich den Menschen näher bringen und verstärkt für die Schönheiten und Veranstaltungen vor der Haustür werben. Dazu sollen die bisherigen Instrumente wie die jährlichen Kreiswandertage, die Veranstaltung "Natürliche Bergstraße" oder die "Biotop-Touren" ausgebaut werden. Ich lade die Menschen ein, ihren Landkreis zu erleben.
Für die regionalen Angebote des Gaststättengewerbes, die lokalen Landwirtschaft, und das breite Spektrum an Vereinen im Landkreis möchte ich ebenso verlässlicher Partner sein.

Haushalt

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg hat die zweitniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung in Hessen. Dies liegt an der sparsamen und effizienten Ausgabenpolitik der vergangenen Jahre.

Doch spätestens in den Jahren 2011 und folgende müssen wir mit einer wesentlich schlechteren Einnahmesituation rechnen. Wenn wir uns heute auf diese Situation einstellen, wird es uns gelingen, die Herausforderungen der Zukunft besser zu bewältigen.

Je enger der finanzielle Rahmen ist, desto sorgfältiger muss die Finanzplanung sein. Mit Vernunft und Augenmaß werde ich auch weiterhin prüfen, was wirklich notwendig ist. Dabei ist Sparsamkeit die eine Seite des Handelns, die andere ist die Suche nach Alternativen, die mit einem geringeren Verbrauch an Mitteln zu einem besseren Ergebnis führen.

Ich werde weiterhin eine seriöse und zukunftsgerichtete Haushaltsführung betreiben. Investitionen gilt es, gezielt in den Zukunftsfeldern Bildung, Familie und Gesundheit einzusetzen. Kontinuität und Stabilität muss bewahrt werden.

Interkommunale Zusammenarbeit

Interkommunale Zusammenarbeit, sowohl im Landkreis Darmstadt-Dieburg als auch mit den benachbarten Landkreisen, ist von enormer Bedeutung. Die politischen Gemeinde- oder Kreisgrenzen spielen in der Lebenswirklichkeit der Menschen eine untergeordnete Rolle.

Immer mehr Aufgaben werden uns, ohne dass sie vom Land oder vom Bund gegenfinanziert werden, zugewiesen. Unsere Handlungsspielräume werden dadurch immer enger. Hier ist ein offener und ehrlicher Dialog gefordert, der zielgerichtet hinterfragt, wo es Möglichkeiten der konkreten interkommunalen Zusammenarbeit gibt. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Wir müssen sie nur nutzen. Ich bin gerne bereit, diesen Dialog zu moderieren.

Deswegen werde ich vermittelnd tätig werden, wenn es darum geht, verschiedene Projekte über den Landkreis hinaus zu koordinieren. Wir müssen die kommunale Familie, die wir immer beschwören, mit noch mehr Leben füllen. Ich bin mir sicher, dass man so neue Synergien, die vielen dienen werden, nutzen kann.