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Modernes Raumangebot für wachsenden Schulstandort

Neuer Modulbau an der John-F.-Kennedy-Schule eröffnet

22.08.2025

Übergabe des neuen Modulbaus an der John-F.-Kennedy-Schule in Münster: Schulleiterin Nicole Sabais, Kreistagsvorsitzende Dagmar Wucherpfennig, DaDiWerk-Betriebsleiter Holger Gehbauer, Europaminister Manfred Pentz, Kultusminister Armin Schwarz und Vize-Landrat Lutz Köhler (v. l. n. r.). (c) Matti Merker, Landkreis Darmstadt-Dieburg

Darmstadt-Dieburg / Münster. Mit einem Festakt wurde heute der neue Modulbau der John-F.-Kennedy-Schule in Münster offiziell eröffnet. Der dreigeschossige Holzmodulbau mit rund 1.000 Quadratmetern Grundfläche pro Ebene ist das bislang größte Gebäude in modularer Bauweise im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Mit dieser Erweiterung reagiert der Kreis auf den steigenden Raumbedarf am Schulstandort und stärkt damit die Bildungslandschaft in Münster.

„Mit diesem Neubau setzen wir ein starkes Zeichen für moderne und nachhaltige Bildungsinfrastruktur. Der Modulbau ermöglicht es, flexibel auf die Bedürfnisse von Schulen einzugehen, ohne wertvolle Zeit zu verlieren“, betonte Lutz Köhler, Vize-Landrat und Schuldezernent, in seiner Begrüßung.

Flexible und effiziente Bauweise

Der Bau überzeugt nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch seine innovative Umsetzung. Die Gründung erfolgte auf über 500 Schraubfundamenten aus verzinktem Stahl, die bis zu 3,50 Meter tief in den Boden eingedreht wurden. Der Aufbau der Holzmodule begann im November 2024 und führte innerhalb von nur 13 Wochen zum Rohbau. Dank dieser effizienten Bauweise war die Inbetriebnahme pünktlich zum neuen Schuljahr möglich.

„Die modulare Bauweise eröffnet uns völlig neue Perspektiven: Gebäude können flexibel erweitert, umgestaltet oder sogar an einem anderen Standort neu errichtet werden. Damit investieren wir nicht nur in die Gegenwart, sondern auch in die Zukunftsfähigkeit unserer Schulinfrastruktur“, unterstrich Köhler.

Räume für modernes Lernen

Im Erdgeschoss sind künftig Verwaltung, Lehrkräftezimmer und sanitäre Anlagen untergebracht. In den oberen Geschossen finden sich moderne Klassenräume, Differenzierungsbereiche, offene Lernlandschaften sowie Teamstationen für Lehrkräfte. Ergänzt wird das Raumprogramm durch Besprechungsräume, Lehrmittel- und Technikräume sowie einen Erste-Hilfe-Raum. Neue Fahrrad- und Rollerstellplätze, naturnahe Aufenthaltsflächen und zahlreiche Neupflanzungen runden das Projekt ab.

Kultusminister Armin Schwarz würdigte in seinem Grußwort die Bedeutung des Projekts: „Eine moderne Schule braucht moderne Räume. Der Neubau in Münster ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie innovative Architektur und pädagogische Anforderungen Hand in Hand gehen.“

Signal für die Region

Auch Manfred Pentz, Hessischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung, hob den Vorbildcharakter hervor: „Dieses Projekt zeigt, dass der Staat handlungsfähig ist und pragmatische Lösungen für die Bedürfnisse vor Ort schafft. Davon profitieren die Kinder, die Lehrkräfte und die gesamte Region.“

Die John-F.-Kennedy-Schule wächst seit Jahren stark. Im Schuljahr 2024/2025 besuchten 583 Schülerinnen und Schüler in 26 Klassen die Grundschule. Damit war die JFK die zweitgrößte Grundschule in Hessen – größer war nur die Trinkbornschule in Rödermark mit 649 Schülerinnen und Schülern. Vorläufige Zahlen für das Schuljahr 2025/2026 gehen von 576 Schülerinnen und Schülern aus. Die JFK versorgt damit nicht nur die Gemeinde Münster, sondern auch die Nachbarstadt Dieburg.

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg investierte in das Projekt rund 13,85 Millionen Euro. Planung und Projektleitung lagen beim Da-Di-Werk, umgesetzt wurde das Gebäude durch die müllerblaustein HolzBauWerke GmbH.

mm

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