Radverkehr
Der Landkreis verfügt sehr gutes ausgeschildertes Radwegenetz von über 500 Kilometern Länge. In den Jahren 2001 bis 2004 wurden im Rahmen des Projekts zur wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr rund 3.600 Radwegweiser aufgestellt. Neben den Kommunen des Landkreises wurden auch angrenzende Kommunen aus den Kreisen Offenbach, Odenwaldkreis und Bergstraße in das Projekt einbezogen.
Die Radwegweisung trägt zur Nachhaltigkeit der regionalen Entwicklung bei, erhöht die Verkehrssicherheit und sorgt für Verbesserungen im Verkehrsablauf. So steht ein umfangreiches Netz von geschlossenen Radwegeverbindungen zur Verfügung. Über die Kombination von routen- und zielorientierter Radwegweisung konnte eine optimale Verknüpfung zwischen Freizeit- und Alltagsbelangen hergestellt werden. Streckenbezogene Informationen über die Oberflächenbeschaffenheit – in Form eines Logos mit Baumsymbol – sowie Hinweise auf Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs sind Bestandteil der Beschilderung.
Zur Verbesserung der Qualitätssicherung der Radwegweisung wurden Aufkleber an den Wegweisern angebracht, die auf eine zentrale Telefonnummer hinweisen, bei der Schäden an der Beschilderung gemeldet werden können. Die „Radler-Hotline“ beim Landkreis ist erreichbar unter der Telefonnummer 06151 / 881-1011. Aber auch unter wirtschaft@ladadi.de können die Hinweise gegeben werden. Einen weiteren Service bietet die Meldeplattform Radverkehr.
Auf die im Landkreis ausgeschilderten Routen greift auch der Radroutenplaner Hessen zu. Hier kann jeder sich sowohl für den Alltagsgebrauch als auch für Ausflüge in die Umgebung die beste Verbindung anzeigen lassen.
Der Landkreis hat verschiedene Themenrouten als Vorschläge zur Nutzung des Radwegenetzes für Freizeitaktivitäten erarbeitet, die vor Ort ausgeschildert sind, deren Verlauf auch aus einzelnen Broschüren ersichtlich ist.
STADTRADELN im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Im Sommer eines jeden Jahres kann man im Landkreis Darmstadt-Dieburg am sog. STADTRADELN teilnehmen. Innerhalb von drei Wochen können alle Personen, die im Landkreis Darmstadt-Dieburg arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)schule besuchen bei der Kampagne STADTRADELN des Klima-Bündnis mitmachen und so vielen Fahrradkilometer wie möglich sammeln. Jeder Kilometer zählt - erst recht, wenn er sonst mit dem Auto zurückgelegt worden wäre!
Auch viele kreisangehörige Kommune beteiligen sich an der Aktion. die gefahrenen Kilometer zählen dann sowohl bei der Kommune als auch beim Landkreis! Jede*r kann ein STADTRADELN-Team gründen bzw. einem beitreten, um beim Wettbewerb teilzunehmen. Dabei sollten die Radelnden so oft wie möglich das Fahrrad privat und beruflich nutzen.
Radelnde aus kreisangehörigen Kommunen, die nicht selbst beim Stadtradeln angemeldet sind, können sich einzeln oder auch im Team auf der Stadtradelseite des Landkreises Darmstadt-Dieburg unter www.stadtradeln.de/landkreis-darmstadt-dieburg registrieren.
Mit der kostenfreien STADTRADELN-App können Teilnehmende die geradelten Strecken bequem via GPS tracken und direkt ihrem Team und ihrer Kommune gutschreiben.
Der Landkreis Darmstadt-Dieburg nimmt bereits seit 2018 mit großem Erfolg beim STADTRADELN teil. Gemeinsam kann so ein Zeichen für mehr Klimaschutz gesetzt werden.

Radverkehrskonzept
Zwischen 2017 und 2018 konnte für den Landkreis Darmstadt-Dieburg das sog. Radverkehrskonzept entwickelt und fertiggestellt werden. Viele Fachkräfte aus den Kommunen und weitere Akteure aus der Region waren bei der Entsteheung mit beteiligt. Bei einer Veranstaltung am 23. Mai 2018 im Kreishaus Darmstadt-Kranichstein konnte Landrat Klaus Peter Schellhaas viele Vertreterinnen und Vertreter aus den Kommunen und weitere regionale Akteure zum Thema Radverkehr begrüßen. Finanziert wurde die Erstellung des Konzepts unter anderem aus Mitteln des LEADER-Programms. Ziel bzw. Idee war und ist es, dass das Radverkehrskonzept den Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung als Grundlage für weitere Planungen dienen soll.
Bei seiner Veröffentlichung wurde klar benannt, dass das Radverkehrskonzept als Auftakt für weitere Maßnahmen verstanden wurde, um die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen anzugehen zu können. Das Radverkehrskonzepts finden Sie hier.
Im Anschluss übergab Landrat Klaus Peter Schellhaas Exemplare des Radverkehrskonzepts an die Kommunen. Das Konzept ist auch als Download hier erhältlich.
Die Erstellung des Radverkehrskonzeptes wurde durch eine Zuwendung aus Mitteln des LEADER-Förderprogramms unterstützt.
