Familienzentren

Familienzentren

Familienzentren sind wichtige Orte für Familien im Landkreis. Dort können Familien Unterstützung und Hilfe bekommen. Hier können Eltern und Kinder viele verschiedene Angebote nutzen.

In einem Familienzentrum können Familien:

  • Andere Familien treffen und sich austauschen.
  • Hilfe bei Problemen und Fragen im Alltag bekommen.
  • Unterstützung bei der Erziehung der Kinder erhalten.
  • An Kursen und Veranstaltungen teilnehmen, zum Beispiel zu Themen wie Erziehung, Gesundheit oder Freizeit.
  • Betreuung für ihre Kinder finden.
  • Angebote nutzen, die Familie und Beruf besser vereinbaren helfen.

Familienzentren sind also wichtige Orte, die Familien in vielen Bereichen unterstützen und stärken. So fördern sie die Entwicklung und das gesunde Aufwachsen von Kindern.

  • Förderprogramm des Landkreises "Kindertageseinrichtungen auf dem Weg zum Familienzentrum" (2019-2023)

    Kindertageseinrichtungen (Kitas) sollen sich zu Familienzentren weiterentwickeln. Kitas kümmern sich weiterhin um Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder. Weil sie viele Familien erreichen und eine nahe Beziehung zu den Eltern haben, ist es sinnvoll, ihre Aufgaben zu erweitern.

    Der Landkreis sieht in der Entwicklung von Kitas zu Familienzentren eine große Chance:

    • Kinder schon sehr früh zu erreichen. Im Jahr 2023 wurden 90,9% der 3- bis 6-jährigen Kinder und 36,4% der 0- bis 3-jährigen Kinder betreut.
    • Risiken, Entwicklungsverzögerungen und -störungen früh zu erkennen und darauf zu reagieren.
    • Eltern auf Angebote aufmerksam zu machen und ihnen zu helfen.

    Deshalb hat der Landkreis Darmstadt-Dieburg ein Förderprogramm gestartet. Seit 2013 konnten in zwei Runden insgesamt 12 Kitas zu Familienzentren werden.

  • Follow-Up-Projekt zu dem Förderprogramm der Familienzentren (2024-2025)

    Es hat sich gezeigt, dass es wichtig ist, die Familienzentren auch nach dem fünfjährigen Förderprogramm weiter zu begleiten und zu unterstützen. Auch die Träger der Einrichtungen müssen dabei einbezogen werden.

    Für die Jahre 2024 und 2025 werden daher alle zwölf bisher geförderten Familienzentren in einem Follow-Up-Projekt weiterbegleitet und vernetzt.

    In dem Follow-Up-Projekt erhalten die Familienzentren fachliche Unterstützung durch Fortbildungen zu verschiedenen Themen. Es ist auch wichtig, dass die Träger einbezogen werden, weil sie Verantwortung für die finanziellen, personellen und räumlichen Ressourcen der Familienzentren übernehmen müssen.

    Ein zentraler Punkt ist, dass alle zwölf Familienzentren im Landkreis in einem Netzwerk gut zusammenarbeiten. Dadurch können sie gemeinsame Ziele besser erreichen und Familien im Landkreis besser unterstützen. Daher ist es wichtig, das Netzwerk der bestehenden und neuen Familienzentren zu pflegen. So ist die Zusammenarbeit dauerhaft gesichert und die Familien im Landkreis können davon profitieren.

  • Qualitätssicherung Familienzentren (2026-2030)

    Der Landkreis hilft weiter, damit die Familienzentren gute Arbeit machen. Das gilt auch nach dem Follow-Up-Projekt. Aus den letzten Jahren wissen wir: Wichtig ist, dass die Träger mitmachen. Nur dann klappt die Arbeit langfristig gut.

    Für eine gute Weiterentwicklung brauchen wir immer genug Personal, Geld und Räume. Als Grundlage für die Zusammenarbeit planen wir eine Kooperationsvereinbarung zwischen Landkreis, Trägern und Familienzentren für 2026 bis 2030. Die Vereinbarung regelt, wie wir zusammenarbeiten. Sie sorgt dafür, dass Qualität gesichert wird und der Landkreis die Zentren weiter begleitet.

    Nach dem Follow-Up-Projekt im März 2026 bekommen die Familienzentren passende Fortbildungen. Dazu gehören:

    • Fortbildungen
    • fachlicher Austausch in moderierten Treffen
    • Weiterentwicklung der Netzwerkarbeit
    • digitale Beratungs- und Coachingangebote
    • Informationsveranstaltungen für Träger und Kommunen

    Ein weiteres wichtiges Thema ab 2026 ist die Erstellung eines gemeinsamen Gesundheitsprofils für die Familienzentren. Danach gibt es eine Zertifizierung. Die Krankenkasse KKH fördert über das Projekt  „AktivLeben“  mit 10.000 Euro die Umsetzung des Konzepts                                                 „Gemeinsam.Gesund.Wachsen“  von transfer e.V. Ziel ist: Gesundheitsförderung, Stärkung der Resilienz und bessere Qualität. In einem extern begleiteten Prozess lernen die Zentren gesundheitsfördernde Strukturen und Angebote weiter. Danach gibt es eine Zertifizierung nach festgelegten Qualitätsstandards. Die Umsetzung wird an den Bedürfnissen der Familienzentren im Netzwerk Familienzentren LaDaDi angepasst. So wird die Qualität sichtbar und die Gesundheit von Kindern und Mitarbeitenden gestärkt.

    Die Zusammenarbeit im „Netzwerk Familienzentren LaDaDi“ soll auch nach 2026 weiter wachsen. Ziel ist, Synergien zu nutzen und die familienunterstützenden Angebote im Landkreis dauerhaft zu sichern.

  • Netzwerk Familienzentren LaDaDi

    Aus dem Förderprogramm "Kindertageseinrichtungen auf dem Weg zum Familienzentrum" entstand das Netzwerk Familienzentren LaDaDi. Das Ziel dieses Netzwerks ist es, die Zusammenarbeit und den Austausch der Fachkräfte und Partner zu stärken. So können alle besser zusammenarbeiten.

    Die Fachkräfte in den zwölf Familienzentren im Landkreis arbeiten direkt mit den Familien vor Ort. Sie bieten einfache und leicht zugängliche Hilfe und Unterstützung an. Sie arbeiten auch mit lokalen Partnern zusammen. Im Netzwerk sprechen sie über wichtige Themen wie die Organisation der Familienzentren, die Zusammenarbeit mit Trägern, die Nutzung der Räume oder den Datenschutz.

    Die gemeinsame Arbeit bringt Vorteile, weil die Kräfte gebündelt werden und alle besser zusammenarbeiten. Das hilft den Familien im Landkreis.

    Eine Projektkoordinatorin vom Landkreis, berät und unterstützt die Familienzentren. Das Netzwerk trifft sich etwa achtmal im Jahr, um über aktuelle Themen, Erfolge und Probleme zu sprechen. Auch die Vertreter der Träger nehmen regelmäßig an diesen Treffen teil.

    Zusätzlich bekommen das gesamte Netzwerk und die zwölf Familienzentren vor Ort Unterstützung durch eine externe Begleitung. Es gibt auch Fortbildungen, um die Qualität der Arbeit weiter zu verbessern.

    Am 28. November 2024 hat das „Netzwerk Familienzentren LaDaDi“ den dritten Platz beim Deutschen Kita-Preis erreicht. Er war in der Kategorie „Lokale Bündnisse für Frühe Bildung des Jahres“.

    Der Deutsche Kita-Preis würdigt gute Arbeit und Engagement in der frühen Bildung. Für den Preis gab es 10.000 Euro.
    Die Auszeichnung zeigt, dass das Netzwerk im Landkreis nachhaltig und gut arbeitet. Über das Netzwerk wurde ein kurzer Film gedreht.

    Die Pressemitteilung zum Finale des Deutschen-Kita-Preises ist hier zu downloaden.

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