Kinder und Jugendliche mit (drohender) Behinderung sollen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und eine bestmögliche Entwicklung erfahren. Bevor ein Antrag auf Eingliederungshilfe gestellt wird, ist es wichtig, bestehende Barrieren im Umfeld des Kindes zu erkennen und nach Möglichkeit zu beseitigen.
Barrieren im Umfeld abbauen
Zunächst sollten Eltern, pädagogische Fachkräfte und andere Beteiligte die Umgebung des Kindes genau analysieren: Gibt es Hindernisse in Schule oder Kindergarten, die seine Teilhabe erschweren? Oft lassen sich bereits durch Anpassungen im Schulalltag oder durch Sensibilisierung der Verantwortlichen Lösungen finden - sei es durch barrierefreie Zugänge, individuelle Förderangebote oder eine offenere Haltung gegenüber Inklusion.
Beratung als erster Schritt
Beratungsstellen bieten wertvolle Unterstützung bei der Klärung der Bedürfnisse des Kindes und der möglichen Maßnahmen. Hier erhalten Eltern Informationen über alternative Unterstützungsmöglichkeiten, sodass die bestmögliche Lösung für das Kind gefunden wird.
Antragstellung
Ist das Umfeld geprüft, die Beratung erfolgt und sind Fördermöglichkeiten ausgeschöpft, kann ein Antrag auf Eingliederungshilfe gestellt werden. So wird sichergestellt, dass die Unterstützung gezielt dort ansetzt, wo das Kind sie wirklich benötigt, anstatt direkt zu bürokratischen Maßnahmen zu greifen.
Eine durchdachte Herangehensweise und der Fokus auf die unmittelbare Umgebung des Kindes tragen dazu bei, dass Eingliederungshilfe nicht nur ein Verwaltungsakt bleibt, sondern eine echte Verbesserung für die Teilhabe des Kindes bewirkt.







