Hilfe zur Pflege im häuslichen Bereich

Ziel der ambulanten Hilfe zur Pflege ist, die häusliche Pflege sicher zu stellen, sofern die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht ausreichen oder die hierfür erforderliche Pflegegrad nicht erreicht wird. Die Sozialhilfe tritt nicht ein, wenn andere Hilfen zur Verfügung stehen. So sind die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nach dem Elften Sozialgesetzbuch (SGB XI) vorrangig zu beantragen und vor der Inanspruchnahme von Leistungen der Hilfe zur Pflege nach dem SGB XII einzusetzen.

In Art und Umfang entspricht die Hilfe zur Pflege grundsätzlich den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung. Sie wird an Personen erbracht, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung einen dauernden Hilfebedarf bei den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen in den Bereichen der Körperpflege, der Ernährung, der Mobilität oder der hauswirtschaftlichen Versorgung haben.

Die Art und der Umfang des Pflegebedarfs sowie die Einstufung in die Pflegegrade 1 bis 5 werden grundsätzlich vom medizinischen Dienst der Krankenkassen festgestellt. Von der Pflegekasse wird ein Pflegegeld oder eine Sachleistung (Übernahme der Kosten der Pflegeeinsätze durch ambulante Dienste und Sozialstationen) gewährt, dessen Höhe nach den Pflegegraden gestaffelt ist.

Wenn kein Versicherungsschutz im Rahmen der gesetzlichen Pflegeversicherung besteht und der Hilfesuchende die erforderlichen Kosten nicht selbst aufbringen kann, besteht die Möglichkeit ein Pflegegeld oder Sachleistungen bei dem zuständigen Träger der Sozialhilfe zu beantragen.

Wenn der Pflegegrad 1 bei der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht erreicht wird oder die Sachleistung nicht ausreicht, um die ambulante Pflege sicher zu stellen, kann ebenfalls ergänzende Hilfe zur Pflege beansprucht werden.

Die Bewilligung von Hilfe zur Pflege ist einkommens- und vermögensabhängig. Entsprechend dem Grundsatz der Nachrangigkeit wird diese nur erbracht, soweit der- oder diejenige die erforderlichen Kosten nicht aus eigenen Mitteln (Einkommen und Vermögen) oder durch Leistungen anderer (zum Beispiel der Kranken- oder Pflegeversicherung) selbst tragen kann.

Das Antragsformular, eine Vermieterbescheinigung, ein Muster einer Generalvollmacht, eine Übersicht der erforderlichen Unterlagen stehen auf diesen Seiten zum Download im bereit. Das Antragsformular erhalten Sie in gedruckter Form auch bei Ihrer Wohnortgemeinde.

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an die zuständige Sachbearbeiterin.