Berufsbezogene Deutschsprachförderung

Neben den Integrationskursen werden über das BAMF auch Kurse zur berufsbezogenen Deutschsprachförderung angeboten. Diese sollen an die Integrationskurse anschließen. Während es in diesen um die deutsche Alltagssprache geht, soll die berufsbezogene Deutschsprachförderung auf den Arbeitsmarkt vorbereiten. Es gibt Kurse mit dem Zielniveau B2, C1 und C2. Zusätzlich gibt es Spezialkurse (Zielniveau A2 und B1) für Menschen, die im Integrationskurs das Niveau B1 nicht erreicht haben. Außerdem gibt es Spezialkurse zu beruflichen Fachrichtungen wie zum Beispiel Pflege oder kaufmännische Berufe. Die genauen Regelungen sind in der Verordnung über die berufsbezogene Deutschsprachförderung nachzulesen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Es gibt verschiedene Bedingungen, um für einen Kurs der berufsbezogenen Deutschsprachförderung in Frage zu kommen: 

  • Wenn Sie arbeitsuchend gemeldet sind und/oder Leistungen nach SGB II (Hartz IV), SGB III (Arbeitslosengeld) oder AsylbLG beziehen.
  • Wenn Sie eine Ausbildungsstelle suchen, sich bereits in der Ausbildung befinden oder gerade das Anerkennungsverfahren für Ihren Berufs- bzw. Ausbildungsabschluss durchlaufen.

Sie sollten zu einer der folgenden Gruppen gehören:

  • Zugewanderte, einschließlich der Geflüchteten, die sich im Anerkennungsverfahren befinden und eine gute Bleibeperspektive haben. Ausgeschlossen sind Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsländern. Wenn Sie vor dem 01.08.2019 nach Deutschland eingereist sind und eine Aufenthaltsgestattung oder Duldung haben, können Sie unter bestimmten Bedingungen auch eine Berechtigung erhalten, die Berufsbezogene Deutschsprachförderung zu besuchen
  • Bürgerinnen und Bürger der EU.
  • Deutsche mit Migrationshintergrund.
  • Sie haben bereits einen Integrationskurs absolviert und/oder sprechen schon Deutsch auf B1, B2 oder C1-Niveau nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER).

Wer an den Kursen der nationalen berufsbezogenen Deutschsprachförderung teilnimmt, entscheiden die Arbeitsagenturen und Jobcenter. Wenden Sie sich hier an Ihre Beraterin oder Ihren Berater. Für Menschen, die sich noch im laufenden Asylverfahren befinden, ist dementsprechend die zuständige Agentur für Arbeit Ansprechpartner. Wenn Sie bereits arbeiten, kommen Spezialkurse der nationalen berufsbezogenen Sprachförderung in Frage, sofern Sie noch keine ausreichenden Sprachkenntnisse besitzen, um den (zukünftigen) Arbeitsalltag zu meistern. Je nachdem, wieviel Sie verdienen muss ein Kostenbeitrag von 50% pro Unterrichtseinheit bezahlt werden – durch Sie oder Ihren Arbeitgeber.

Kursangebote

Ihre Beraterin oder Ihr Berater wird Ihnen mitteilen, wo Sie sich zum Kurs anmelden können. Aktuelle Kurse finden Sie hier über die erweiterte Suche im Bildungsbereich "Berufsbezogene Sprachkurse".