Eingliederungshilfe/Teilhabe für Menschen mit Behinderungen

Ziel der Eingliederungshilfe

Menschen mit Behinderung sowie Menschen mit drohender Behinderung sollen gleichberechtigt, selbstbestimmt und eigenverantwortliche ihr Leben planen und führen und am Leben in der Gesellschaft teilhaben können.

Allgemeine Informationen/Grundsätzliches

Eingliederungshilfe ist Hilfe für Menschen, die mit einer Behinderung leben sowie für Menschen, die von einer Behinderung bedroht sind. Die Eingliederungshilfe gibt den Menschen mit (drohender) Behinderung die Möglichkeit, ihr Leben selbstbestimmt und eigenverantwortlich planen und führen zu können und um ihre gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu fördern. Sie soll Benachteiligungen vermeiden oder ihnen entgegenwirken.

Die Gewährung von Eingliederungshilfe (Teilhabeleistungen) erfolgt nach den Bestimmungen des 2. Teils des Sozialgesetzbuches, 9. Buch (SGB IX). Dieses Gesetz stellt den Menschen mit (drohender) Behinderung in den Mittelpunkt. Das Benachteiligungsverbot des Artikels 3 Absatz 3 Satz 2 des Grundgesetzes - Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden – wird durch dieses Gesetz umgesetzt.

Die Teilhabeleistungen für Menschen mit Behinderungen sind als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht und sollen so gut und so passend wie möglich sein. Der Hilfebedarf jedes einzelnen Menschen ist entscheidend.

Die Teilhabeleistungen sind in 4 Leistungsgruppen aufgeteilt.

  • Leistungen zur Sozialen Teilhabe (§§ 113 – 116 SGB IX)

  • Leistungen zur Teilhabe an Bildung (§ 112 SGB IX)

  • Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (§ 111 SGB IX)

  • Leistungen zur medizinischen Rehabilitation (§§ 109 -110 SGB IX)

Die berechtigten Wünsche und die individuellen Lebenssituationen der Menschen mit (drohenden) Behinderungen sind zu berücksichtigen. Das Wunsch- und Wahlrecht lässt viel Raum zur selbstbestimmten Lebensgestaltung. Es führt zur Mitsprache bei der Auswahl der erforderlichen Leistungen. Menschen mit (drohender) Behinderung, deren Erziehungsberechtigte und /oder Bevollmächtigtte/Betreuer sind in die Ausgestaltung der Hilfeleistung selbstbestimmt einzubeziehen und Ergebnisse sollten für alle Beteiligten eindeutig sein (§ 8 SGB IX).