Form der Leistungsgewährung

Die Gewährung von Eingliederungshilfe (Teilhabeleistungen) kann in Form von Dienst- und Sachleistungen (Sachleistungen werden direkt mit den Leistungserbringern abgerechnet) oder in Form eines Persönlichen Budgets (Geldleistung oder Gutscheine, um die Leistung selbstständig einzukaufen oder zu bezahlen) erfolgen.

Leistungen der Eingliederungshilfe sind grundsätzlich abhängig von Einkommen und Vermögen.

Seit dem 01.01.2020 wird nur noch das Einkommen und Vermögen des Menschen mit Behinderung bewertet. Wenn die leistungsberechtigte Person allerdings minderjährig ist und mit seinen Eltern bzw. einem Elternteil in einem Haushalt lebt, wird nach wie vor auch das Einkommen und Vermögen der Eltern bzw. des Elternteils berücksichtigt.

Allerdings haben sich Menschen mit Behinderung bzw. die unterhaltspflichtigen Eltern eines Minderjährigen nicht an jeder Leistung der Eingliederungshilfe finanziell zu beteiligen. Bestimmte Leistungen werden ohne einen Kostenbeitrag (Eigenanteil) gewährt. Die Berücksichtigung von Einkommen und Vermögen unterscheidet sich daher von der Art der Eingliederungshilfeleistung.

Durch das Angehörigen-Entlastungsgesetz haben Eltern, deren volljährige Kinder mit Behinderung Eingliederungshilfeleistungen erhalten, seit dem 01.01.2020 keinen Unterhaltsbeitrag mehr zu zahlen.