Gesamtplanverfahren/Feststellung der Notwendigkeit, Art und Umfang des Eingliederungshilfebedarfs

Der Träger der Eingliederungshilfe erstellt einen Gesamtplan, um die Teilhabeentwicklung zu lenken, zu beschreiben und deren Wirkung prüfen zu können. Beteiligt werden der Mensch mit (drohender) Behinderung und/oder dessen Bevollmächtigte, ggf. eine Person seines Vertrauens und/oder sonstige Beteiligte, z.B. der behandelnde Arzt oder Vertreter anderer Rehabilitationsträger. Bei minderjährigen Menschen mit (drohender) Behinderung werden die Sorgeberechtigten in das Gesamtplanverfahren einbezogen.

Das Gesamtplanverfahren ist die Grundlage für eine Bewilligung von Leistungen der Eingliederungshilfe.

Verfahrensschritte im Gesamtplanverfahren:

  • Beteiligung der Leistungsberechtigten

  • Dokumentation der Wünsche des Leistungsberechtigten

  • Ermittlung des individuellen Bedarfes, also welche Bedarfe hat der Mensch mit Behinderung

  • Durchführung einer Gesamtplankonferenz

  • Abstimmung der Leistungen nach Inhalt, Umfang und Dauer

  • Zielvereinbarung

  • Prüfung der Wirksamkeit der Leistungen

  • Entscheidung auf der Grundlage des Gesamtplans