Mietzuschuss

Einkommensschwächere Haushalte erhalten unter bestimmten Voraussetzungen Mietzuschuss als staatlichen Zuschuss zur wirtschaftlichen Sicherung des angemieteten Wohnraums. Mietzuschuss erhalten

  • Mieter
  • Nutzungsberchtigte Personen bei einem dem Mietverhältnis ähnlichen Nutzungsverhältnis
  • Personen, die ein mietähnliches Dauerwohnrecht haben
  • Personen, die in einem Heim im Sinne des Heimgesetzes oder entsprechender Gesetze der Länder nicht nur vorübergehend aufgenommen sind
  • Personen, die Wohnraum im eigenen Haus mit mehr als zwei Wohnungen bewohnen

Die Höhe des Miezuschusses ist abhängig von:

  • Anzahl der Familienmitglieder im Haushalt
  • Höhe des Familieneinkommens
  • Höhe der Miete für den Wohnraum. Bei der Berchnung wird allerdings nur der maßgebliche Höchstsatz nach dem Wohngeldgesetz zugrunde gelegt. Der Höchstsatz für die miete ist abhängig von der Mietstufe der Wohngemeinde, Anzahl der Haushaltsmitglieder

Antragstellung

Die Wohngeldbehörde bearbeitet die Anträge auf Mietzuschuss zentral für alle Bürgerinnen und Bürger der kreisangehörigen Kommunen. Die Leistungsgewährung erfolgt ab dem 1. des Monats der Antragstellung. Maßgeblich ist hier der Eingangsstempel der Wohngeldbehörde. Die Leistungen werden in der Regel zunächst für 12 Monate bewilligt. Notwendige Formulare:

  • Antrag auf Mietzuschuss
  • ggf. zusätzliche Erklärungen zum Wohngeldantrag
  • Fotokopie des kompletten Mietvertrages
  • Mietquittungen der letzten drei Monate

Weitere Unterlagen:

  • Arbeitslosengeldbescheid
  • Schulbescheinigung bei Kindern über 16 Jahren
  • Rentenbescheide
  • Schwerbehindertenausweise
  • Bescheide über Pflegegeld
  • Nachweise über Unterhalt
  • Nachweise über Vermögen (Kontoauszüge, Sparbücher, Lebensversicherung etc.)
  • Verdienstbescheinigung des Arbeitgebers

Ausgeschlossene Personen

  • Leistungen des Arbeitslosengeldes 2 und des Sozialgeldes nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch
  • Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch
  • Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch
  • Leistungen der ergänzenden Hilfe zum Lebensunterhalt oder anderen Hilfen in einer Anstalt, einem Heim oder einer gleichartigen Einrichtung, die den Lebensunterhalt umfassen, nach dem Bundesversorgungsgesetz oder nach einem Gesetz, das diese für anwendbar erklärt
  • Leistungen in besonderen Fällen und Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
  • Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch Achtes Buch in Haushalten zu denen ausschließlich Empfänger dieser Leistungen gehören

bei deren Berechnung Kosten der Unterkunft berücksichtigt worden sind. Die Antragsberechtigung von Mietzuschuss ausgeschlossenen Familienmitgliedern in Mischhaushalten bleibt unberührt.