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Pressemitteilungen

Beckenbodenschwäche?
Inkontinenz?
„Man muss nicht damit leben“

Darmstadt-Dieburg. Alexander Ispas, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde an den Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg, will etwas bewirken: „Ich will, dass das Thema Beckenboden aus der Tabuisierung herauskommt“, sagt er. Denn eine Beckenbodenschwäche oder eine Inkontinenz, die oft damit einhergeht, seien zwar weitverbreitete Themen, aber auch welche, die oft auch schamvoll verschwiegen werden. „Diese Problematiken gehören aus dem Schattendasein geholt, denn man muss sich nicht dafür schämen“, sagt der Chefarzt. Und niemand müsse es auch hinnehmen, wenn er von den Problemen betroffen sei. „Es gibt eine breite Palette von Therapiemöglichkeiten, die eben nicht in einer Operation münden“, sagt er. Das gelte für alle Altersgruppen und auch für die verschiedenen Grade der Beckenbodenschwäche. Inzwischen bieten die Kreiskliniken ein niedrigschwelliges Diagnose- und Therapiespektrum, das auch Patienten außerhalb des Landkreises anzieht. „Das reicht bis Bad Vilbel“, sagt Alexander Ispas.

Vortrag zum Thema

Am Mittwoch, 27. Mai, von 17.30 bis 19 Uhr wird der Chefarzt in einem Vortrag zum Thema Beckenboden aufklären, welche Möglichkeiten der Diagnose und der Behandlung es gibt. Das Referat als Teil der Patientenhochschule der Kreiskliniken ist im Nebenraum der Caféteria, nach dem Haupteingang rechts. Etwa 80 Sitzplätze stehen zur Verfügung. Anmeldungen sind nicht nötig. Der Eintritt ist frei.

Für jede Situation gibt es die passende Therapie und entsprechende Linderung

„Es ist ja ein Phänomen“, sagt Ispas, „es gibt Leute, die sich nicht mehr aus dem Haus trauen, nichts mehr trinken, Windeln tragen oder sich vor jedem Nieser fürchten, dabei muss das alles nicht sein.“ Denn wie bei jedem Leiden: Je früher man es erkennt und behandelt, desto mehr Leid kann man sich selbst ersparen. „Für jede Situation gibt es die passende Therapie und entsprechende Linderung“, sagt der Chefarzt. „Und egal, wie alt man ist: Man muss nicht damit leben.“ In dem Vortrag wolle er deshalb aufklären, um Vorurteile und auch Ängste abzubauen. „Ich will den Leuten helfen, sich helfen zu lassen“, sagt er. Denn die Ergebnisse, die er bei der Therapie erlebt habe, seien sehr ermutigend. „Es gibt den Leuten ein völlig neues Lebensgefühl, wenn sie nicht ständig davor Angst haben müssen, dass Ihnen etwas Peinliches passiert“, sagt Alexander Ispas: „Und der erste Schritt dazu, nämlich bei uns einen Termin zu machen, ist immer der schwerste, aber er lohnt sich.“

tb


Detailed view of a pelvic model with a medical professional examining notes
Detailed view of a pelvic model with a medical professional examining notes in a clinical setting