Layout 4

Pressemitteilungen

Interview mit dem Kreislandwirt: Wie arbeitet der Kreis mit den Landwirten zusammen? 

Darmstadt-Dieburg. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg arbeitet an verschiedenen Stellen mit den Landwirten zusammen. Welche das sind und wie Kreislandwirt Karlheinz Rück aus Roßdorf die Zusammenarbeit bewertet, darüber sprach der LaDaDi mit ihm.

Herr Rück, was macht denn eigentlich ein Kreislandwirt?

Karlheinz Rück: Ich sehe mich als Bindeglied zwischen Politik, Verwaltung, den Berufskollegen und den Verbrauchern. Ich sage immer, ich sitze zwischen allen Stühlen. Ich versuche, zu vermitteln, wenn es Probleme gibt, etwa bei den Berufskollegen. Im Landkreis ist ja mein Ansprechpartner Lutz Köhler. Ich vermittle aber auch, wenn es Beschwerden aus der Bevölkerung gibt, weil zum Beispiel Gülle gefahren wird und es riecht. Ich bin ja auch gleichzeitig Ortslandwirt in Roßdorf.

Bindeglied zur Politik und Verwaltung: Wie kann man sich das vorstellen?

Karlheinz Rück: Wenn es beispielsweise um den Agrarantrag geht, also um landwirtschaftliche Förderungen. Das ist ja ein Punkt, bei dem die Berufskollegen direkt mit der Verwaltung zu tun haben. Wenn es da Probleme gibt, dann schalte ich die Politik ein und sage, schaut doch mal bitte, ob das auch alles so richtig ist. Es gibt ja zu jeder Regel, die befolgt werden muss, auch Spielräume.

Wie würden Sie denn sagen, ist die Zusammenarbeit mit dem Landkreis? Gibt es dort die von Ihnen zitierten Spielräume?

Karlheinz Rück: Die gibt es. Die Zusammenarbeit ist gut. Zum Beispiel gab es Berufskollegen, da gab es Kürzungen seitens der WI-Bank und wussten gar nicht, wieso. Das zu wissen ist ja wichtig, weil man ja sonst im kommenden Jahr eventuell wieder denselben Fehler macht. Nachdem sich aber Lutz Köhler eingeschaltet hatte, gab es zumindest Gespräche mit der WI-Bank.

Im Gebietsagrarausschuss sind Sie ja Vorsitzender. Können Sie kurz skizzieren, was dieses Gremium macht und wie die Zusammenarbeit mit dem Kreis sich darstellt?

Karlheinz Rück: Als Kreislandwirt bin ich ja nur für den Landkreis Darmstadt-Dieburg zuständig. Der Gebietsagrarausschusses umfasst zusätzlich noch den Kreis Groß-Gerau und befasst sich hauptsächlich mit Bausachen, etwa wenn ein Baugebiet ausgewiesen werden soll oder ein Wasserschutz- oder Naturschutzgebiet. Wir tagen zweimal im Jahr, und dort werden solche Probleme angesprochen, damit wir dann mit den Landkreisen oder den Kommunen entsprechend reden können.

Gibt es denn zu viele Vorschriften?

Karlheinz Rück: Auf jeden Fall. Das hat zwar mit dem Landkreis kaum etwas zu tun, aber oft muss man Formulare mit denselben Angaben doppelt und dreifach ausfüllen, da fragt man sich natürlich, warum das so sein muss.

Hat man denn das Gefühl, beim Landkreis Gehör zu finden, wenn man mal ein Problem hat?

Karlheinz Rück: Absolut. Die Berufskollegen wissen ja, dass ich gut vernetzt bin. Wenn die ein Anliegen haben, rufen Sie erstmal mich an und ich versuche zu vermitteln. Und da hatte ich noch nie das Gefühl, dass ich abgewimmelt wurde. Da wird zugehört und auch versucht, eine Lösung zu finden. Auch auf einem relativ kleinen Dienstweg. Gerade bei der ASP habe ich ja fast täglich mit Lutz Köhler telefoniert. Durch den Gebietsagrarausschuss habe ich ja auch Einblicke in den Landkreis Groß-Gerau. Und ich muss sagen: In Darmstadt-Dieburg läuft es sehr gut.

Ein Lob, das sicherlich gerne gehört wird.

Karlheinz Rück: Auch beim Veterinäramt läuft es eigentlich gut, Ausnahmen gibt es natürlich auch mal. Aber das sind wie gesagt Ausnahmen. Als Kreislandwirt kann ich sagen, dass die Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Landkreis gut ist.

tb

Kreislandwirt Karlheinz Rück bewertet die Zusammenarbeit zwischen Kreis und Landwirten als sehr gut. Foto: Landkreis Darmstadt-Dieburg

Kreislandwirt Karlheinz Rück auf einem Traktor.
Kreislandwirt Karlheinz Rück bewertet die Zusammenarbeit zwischen Kreis und Landwirten als sehr gut. Foto: Landkreis Darmstadt-Dieburg