Layout 4

Pressemitteilungen

Alterstraumatologisches
Zentrum der Kreiskliniken: Seit zehn Jahren zertifizierte
Qualität der Behandlung

Darmstadt-Dieburg. Hüftgelenksfrakturen, Oberarm-, Speichen- und Beckenbrüche, Brüche bei Prothesen oder Wirbelsäulenverletzungen: Solche Verletzungen von geriatrischen Unfallpatienten – Altersgruppe 70plus – werden im Alterstraumatologische Zentrum (ATZ) der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg behandelt. Nun ist das ATZ erneut nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) rezertifiziert worden, das Zertifikat gilt bis 2029. Seit 2016 unterziehen sich die Kreiskliniken mit ihrem ATZ dieser freiwilligen Qualitätskontrolle, bei der laut DGU eine hohe Prozess- und Strukturqualität im Mittelpunkt stehen. Gewährleistet werden sollen wissenschaftlich fundierte Behandlungspfade sowie eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Unfallchirurgie und Geriatrie. Für die Behandlung im ATZ der Kreiskliniken arbeiten die Klinik für Geriatrie unter Leitung der Chefärzte Dr. Hinrich Heins und Dr. Fabian Schneider sowie die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie unter Chefarzt Prof. Dr. Peter Schräder, gleichzeitig Ärztlicher Leiter der Kreiskliniken, interdisziplinär zusammen. Dr. Wolfgang Renschler ist Zentrumskoordinator des ATZ.

„Seit zehn Jahren stellen wir sicher, dass wir unseren älteren Patienten eine Versorgung auf höchstem Niveau anbieten können“, sagt Betriebsleiter Christoph Dahmen, „darauf sind wir stolz. Mit unserem Qualitätsmanagement-System, das auch interne Audits beinhaltet, sorgen wir dafür, dass wir diese Leistung auch zwischen den Zertifizierungen erhalten.“ Betriebsleiterin Pelin Meyer ergänzt: „Es gibt uns den Ansporn, genau in diese Richtung weiterzugehen. Die Qualität ist uns wichtig, das zeigen wir immer wieder durch Zertifizierungen auch an anderen Stellen im Haus. Vor allem, dass der interdisziplinäre Ansatz, der im ATZ unerlässlich ist, gelobt wurde, freut uns.“ Im Auditbericht heißt es: „Es erfolgt eine strukturierte interdisziplinäre Betreuung der alterstraumatologischen Patienten.“ Daran wirken aber nicht nur Unfallchirurgie und Geriatrie mit, sondern auch die Zentrale Notaufnahme mit Chefarzt Philip Koniordos, die Anästhesie mit Chefarzt Dr. Patrick Schmenger und die Radiologie mit Chefärztin Dr. Cornelia Thieme. „Und wir bauen unsere Expertise immer weiter aus“, erklärt der Ärztliche Leiter Prof. Dr. Peter Schräder: „Die Unfallchirurgie hat eine fünfstellige Zahl an Patientenkontakten pro Jahr in der Notfallaufnahme, unsere Geriatrie verfügt über 46 Planbetten und hat gute Fallzahlen 2025 zu vermelden. Wir halten nicht nur das Qualitätslevel hoch, sondern auch unsere Lernkurve.“

Dass eine solche Zertifizierung in Deutschland nicht selbstverständlich ist, zeigen die Zahlen: Bundesweit gibt es unter rund 1900 Akutkrankenhäusern nur 201 Alterstraumazentren mit dieser speziellen Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. „Unsere Gesellschaft wird immer älter“, sagt Landrat Klaus Peter Schellhaas, „und wir tragen dem seit Jahren Rechnung. Die Zertifizierung freut mich, denn sie zeigt, dass ältere Menschen, die auf eine tiefgreifende chirurgische Versorgung angewiesen sind, sich bei uns gut und sicher aufgehoben fühlen können.“

tb


Der Neubau des Kreiskrankenhauses in Groß-Umstadt im Mai 2024.