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Menschen nachhaltig in Arbeit bringen: Regionalprojekt setzt auf enge Zusammenarbeit mit Unternehmen

Darmstadt-Dieburg / Schaafheim. Menschen wieder dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu integrieren und ihnen eine berufliche Perspektive zu eröffnen – das ist das Ziel des Regionalprojekts „Ich lebe und arbeite in Schaafheim 4“ der Kreisagentur für Beschäftigung (KfB). Einen wichtigen Baustein bildet dabei der Unternehmertag, bei dem Arbeitssuchende direkt mit regionalen Arbeitgebern ins Gespräch kommen. In der Schaafheimer Kulturhalle nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, Einblicke in die Arbeitswelt zu erhalten und mögliche Arbeitgeber kennenzulernen.

Schaafheims Bürgermeister Daniel Rauschenberger begrüßte die Teilnehmenden und hob die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Kommune, Jobcenter und Unternehmen hervor. Die Gemeinde unterstütze das Projekt gerne, stelle Räumlichkeiten zur Verfügung und vermittle Kontakte zu Betrieben vor Ort. Gerade diese enge Vernetzung eröffne vielen Menschen neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Praxisnahe Einblicke gab Armin Bonnet, Inhaber der Fahrradwelt Bonnet in Schaafheim. Sein Unternehmen beschäftigt 18 festangestellte Mitarbeitende sowie weitere freie Kräfte. Während offene Stellen in der Werkstatt vergleichsweise schnell besetzt werden könnten, gestalte sich die Suche nach geeignetem Personal im Verkauf deutlich schwieriger. Im Austausch mit den Teilnehmenden berichtete er außerdem aus seinem Berufsalltag und gab wertvolle Hinweise für erfolgreiche Bewerbungen.

Das Regionalprojekt startete mit 28 Teilnehmenden aus Schaafheim und den Ortsteilen. Aktuell werden noch 13 Menschen intensiv begleitet. Sechs ehemalige Teilnehmende konnten bereits eine Arbeitsstelle aufnehmen. Insgesamt gab es bislang sieben erfolgreiche Vermittlungen in Beschäftigung. Sieben weitere Teilnehmende starteten Deutschkurse, Arbeitsgelegenheiten und Weiterbildungsmaßnahmen. Darüber hinaus stehen derzeit drei Vorstellungsgespräche an.

Wie individuell die Wege zurück ins Berufsleben sind, zeigte sich an den persönlichen Geschichten der Teilnehmenden. Metallbaumeister Thomas Weber möchte nach einer längeren krankheitsbedingten Auszeit wieder im Handwerk arbeiten. Während seiner Erkrankung habe sich die Arbeitswelt stark verändert, berichtet er. Mit Unterstützung des Projekts möchte er nun beruflich neu starten. Auch Stefan Blümel, gelernter Beikoch, bislang in Lager und Produktion tätig, verfolgt einen neuen beruflichen Weg. Sein Ziel ist eine Tätigkeit in der Pflege, für die er nun die erforderliche Ausbildung absolvieren möchte.

Begleitet werden die Teilnehmenden von Jobcoachin Ute Thiesen, die sie in Einzelgesprächen und Workshops unterstützt, individuelle Stärken herausarbeitet und Kontakte zu regionalen Unternehmen aufbaut.

Roman Gebhardt, Leiter der Kreisagentur für Beschäftigung, betonte den individuellen Ansatz des Projekts: „Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, seine eigenen Stärken und sein eigenes Lerntempo mit. Manche finden schnell eine neue Stelle, andere benötigen zunächst Unterstützung beim Spracherwerb oder eine Qualifizierung. Unser Ziel ist es, die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, und sie Schritt für Schritt auf ihrem Weg zurück in den Arbeitsmarkt zu begleiten.“

Zum Abschluss unterstreicht die für die Kreisagentur für Beschäftigung zuständige Kreisbeigeordnete Christel Sprößler die Bedeutung des Projekts: „Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und einer wirtschaftlich herausfordernden Lage können wir es uns nicht leisten, Potenziale ungenutzt zu lassen. Mit den Regionalprojekten unterstützen wir Menschen dabei, dauerhaft im Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Gleichzeitig helfen wir Unternehmen in unserer Region, engagierte Mitarbeitende zu gewinnen. Davon profitieren alle Beteiligten – die Menschen, die Betriebe und letztlich der gesamte Landkreis.“

mm

Beim Unternehmertag des Regionalprojekts „Ich lebe und arbeite in Schaafheim 4“ kamen Arbeitssuchende mit regionalen Unternehmen ins Gespräch. Gemeinsam mit Bürgermeister Daniel Rauschenberger, Jobcoachin Ute Thiesen, Unternehmer Armin Bonnet, KfB-Leiter Roman Gebhardt und weiteren Projektbeteiligten standen der Austausch und neue berufliche Perspektiven im Mittelpunkt.