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Mehr Notfälle durch Hitze – Rettungsdienst stark gefordert
Darmstadt-Dieburg. Die anhaltende Hitze der vergangenen Tage hat den Rettungsdienst im Landkreis Darmstadt-Dieburg außergewöhnlich stark belastet. In den vergangenen Tagen mussten rund 50 Prozent mehr Notfalleinsätze als im allgemeinen Tagesdurchschnitt bewältigt werden. Eine Entspannung der Lage ist trotz des Temperaturrückgangs am gestrigen Montag bislang nicht eingetreten. Die Auslastung der für den Landkreis vorgehaltenen Rettungsmittel sowie der für das Kreisgebiet zuständigen Zentralen Leitstelle in Dieburg ist weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.
Bereits zum Ende der vergangenen Woche war infolge der anhaltend hohen Temperaturen ein deutlicher Anstieg der Notfälle zu verzeichnen. Ein Großteil der Einsätze stand im Zusammenhang mit den gesundheitlichen Auswirkungen der extremen Hitze.
„Durch die höhere Belastung im Rettungsdienstbereich musste die Vorhaltung am Wochenende zeitweise kurzfristig durch zusätzliche Rettungsmittel aus der Rettungsdienstverstärkung ergänzt werden, die überwiegend durch ehrenamtliche Einsatzkräfte besetzt werden. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag wurden jeweils mehr als 180 Rettungsdiensteinsätze täglich abgearbeitet“, berichtet der Leiter der Gefahrenabwehr, Matthias Maurer-Hardt.
Landrat Klaus Peter Schellhaas dankt allen Beteiligten für ihren engagierten Einsatz: „Dass es unter der gemeinschaftlichen Mitwirkung aller Leistungserbringer und Hilfsorganisationen gelungen ist, die herausfordernde Situation der vergangenen Tage zu bewältigen, verdient größten Respekt und Anerkennung gegenüber allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften des Rettungsdienstes.“ Gleichzeitig weist er auf die Grenzen des Systems hin: „Es muss aber auch festgestellt werden, dass sich der Rettungsdienst in solchen Phasen in einer Ausnahmesituation befindet und personell sowie technisch an seine Belastungsgrenzen stößt.“
Vor dem Hintergrund der weiterhin angespannten Wetterlage bittet der Landkreis die Bevölkerung, den Notruf 112 ausschließlich bei tatsächlichen Notfällen zu wählen. Darüber hinaus wird empfohlen, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, möglichst kühle Orte aufzusuchen und körperliche Anstrengungen während der heißen Tagesstunden zu vermeiden. Besondere Aufmerksamkeit sollte Kindern, älteren Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen gelten, da sie von den Auswirkungen extremer Hitze besonders betroffen sind.
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