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Landkreis Darmstadt-Dieburg seit 150 Tagen ASP-frei –
verstärkte Bejagung bleibt entscheidend
Darmstadt-Dieburg. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg ist seit dem 27. März 2026 insgesamt 150 Tage ohne neuen Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Der zuletzt bestätigte ASP-Fund datiert vom 26. Oktober 2025 in der Nähe von Groß-Bieberau. „Dieser Erfolg ist ein wichtiges Signal dafür, dass unsere Maßnahmen wirken. Er ist aber nur durch die intensive Zusammenarbeit mit der Jägerschaft und den landwirtschaftlichen Betrieben möglich“, betont Vize-Landrat Lutz Köhler. „Wir danken allen Beteiligten für ihr großes Engagement.“
Trotz dieses Erfolgs kann noch keine vollständige Entwarnung gegeben werden. Eine Rückkehr zur Normalität ist erst möglich, wenn die Sperrzonen durch die Europäische Union herabgestuft werden. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg befindet sich hierbei weiterhin in einem Verbund mit dem Odenwaldkreis und dem Kreis Bergstraße, in denen vereinzelt noch positive ASP-Fälle festgestellt werden.
Um dem Ziel einer Rückstufung näherzukommen, müssen die sogenannten „Weißen Zonen“ weiterhin frei von Schwarzwild bleiben, und im übrigen Kreisgebiet ist eine erhebliche Reduzierung des Schwarzwildbestandes erforderlich. Der Landkreis ruft deshalb erneut zur verstärkten Bejagung auf. Für jedes erlegte Wildschwein wird eine Schussprämie von 200 Euro gezahlt, sofern die Kadaver ordnungsgemäß abgegeben werden.
Auch für schweinehaltende Betriebe gelten weiterhin strenge Vorgaben: Jede Verbringung von Hausschweinen muss beim Veterinäramt beantragt werden, und erhöhte Biosicherheitsmaßnahmen sind einzuhalten. „Die Zusammenarbeit mit unseren Landwirten klappt hervorragend – dafür möchten wir ebenfalls herzlich danken“, so Köhler.
Der Landkreis macht deutlich, dass der eingeschlagene Weg wirkt, aber nur durch konsequente Fortführung der Maßnahmen langfristig eine Rückkehr zur Normalität möglich ist.
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