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Pressemitteilungen

Starke Angebote vor Ort:
Familienzentren im Landkreis Darmstadt-Dieburg 

Darmstadt-Dieburg. Das Follow-Up-Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Kitas auf dem Weg zu Familienzentren“ wurde nun erfolgreich zum Abschluss gebracht. Das im Jugendamt angesiedelte Programm wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Kita-Fachberatung und der Fachstelle Frühe Hilfen umgesetzt. Ziel war und ist es, Kitas zu wohnortnahen Anlaufstellen für Familien weiterzuentwickeln und sie eng in die jeweiligen Sozialräume einzubinden – also in ihr unmittelbares geographisches Umfeld mit Nachbarschaften, kommunalen Angeboten, Vereinen und weiteren Institutionen vor Ort. Seit 2013 hatten bereits zwei Förderdurchgänge mit insgesamt zwölf Einrichtungen stattgefunden.

„Familienzentren leisten einen wichtigen Beitrag zur frühzeitigen Unterstützung von Familien – niedrigschwellig, wohnortnah und präventiv. Mit der Zertifizierung würdigen wir das große Engagement der Einrichtungen und ihrer Fachkräfte“, betont Sozial- und Jugenddezernentin Christel Sprößler. „Gleichzeitig ist es unser Anspruch, diese wertvolle Arbeit langfristig zu sichern und weiter auszubauen.“

Die Erfahrungen aus dem ersten Förderdurchgang (2013–2017) hatten gezeigt, dass die Entwicklung zu Familienzentren nachhaltige positive Effekte erzielte: Familien rückten stärker in den Blick, die Bedeutung des Sozialraums wuchs, und die Einrichtungen entwickelten sich fachlich sowie konzeptionell weiter. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Krisen wie die Corona-Pandemie, personelle Veränderungen und fehlende kontinuierliche Begleitung dazu führten, dass diese Ansätze zeitweise in den Hintergrund gerieten.

Im zweiten Förderdurchgang (2019–2023) gelang es hingegen, die Entwicklungsprozesse trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konsequent fortzuführen. Digitale Austauschformate, individuelle Prozessbegleitung sowie innovative Beteiligungsformate wie Zukunftswerkstätten trugen dazu bei, die Arbeit der Einrichtungen zu stabilisieren und weiterzuentwickeln. Die Familienzentren sind heute fest in ihren jeweiligen Sozialräumen verankert und arbeiten eng mit lokalen Akteurinnen und Akteuren zusammen.

„Die Familienzentren haben in den vergangenen Jahren enorme Herausforderungen gemeistert und gleichzeitig ihre Angebote für Familien weiterentwickelt“, erklärt Helen Mannert, die für das Projekt verantwortlich ist. „Besonders wichtig ist jetzt, die aufgebauten Strukturen zu sichern, Netzwerke zu stärken und die Qualität durch gezielte Qualifizierung – etwa zur ‚Fachkraft Familienzentrum‘ – weiter zu erhöhen.“

Vor diesem Hintergrund hat der Landkreis ein Follow-Up-Förderprogramm für die Jahre 2024 und 2025 entwickelt. Dieses sah eine kontinuierliche fachliche Begleitung, verstärkte Vernetzung der Einrichtungen, zusätzliche Qualifizierungsangebote sowie eine engere Einbindung der Träger vor. Ziel war es, insbesondere die Ressourcen der Einrichtungen aus dem ersten Förderdurchgang zu reaktivieren und die Arbeit aller Familienzentren langfristig zu stabilisieren.

Familienzentren sind eine wertvolle und niedrigschwellige Anlaufstelle für Eltern von Kleinkindern im Landkreis, die präventiv unterstützen und Familien vor Ort stärken. Ihre Arbeit ist für die Lebensqualität im Sozialraum von großer Bedeutung. Die Fortführung dieses Engagements ist jedoch angesichts der angespannten Haushaltslage des Landkreises nicht selbstverständlich. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass dieses wichtige Projekt auch in Zukunft fortgeführt werden kann“, betont Christel Sprößler.

as