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Warum Ana-Maria Imre staatlich anerkannte Praxisanleiterin wird
Darmstadt-Dieburg / Groß-Umstadt. Für Ana-Maria Imre ging es nach ihrer Weiterbildung zur staatlich anerkannten Praxisanleiterin direkt los: Drei Tage vorher hat die 48-Jährige den berufsbegleiteten, 300 Stunden umfassenden Praxisanleiterkurs am Bildungszentrum der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg in Groß-Umstadt erfolgreich abgeschlossen. Die Woche darauf ist sie offiziell als staatlich anerkannte Praxisanleiterin im Einsatz – und begleitet bereits ihre erste Auszubildende in dem Zentrum für Akute und Postakute Intensivmedizin der Spezialklinik Jugenheim.
„Die Auszubildende ist gerade in der Orientierungsphase und lernt zunächst die Station kennen“, erzählt Imre. Die ersten Gespräche über den weiteren Verlauf ihrer praktischen Ausbildung sowie die geplanten praktischen Anleitungstermine stehen bereits für sie an.
Als Praxisanleiterin begleitet und unterstützt sie Auszubildende während ihrer praktischen Einsätze in dem Fachbereich. Sie führt sie an Aufgaben und Abläufe des Berufsalltags heran, vermittelt fachliches Wissen und praktische Fertigkeiten, steht als feste Ansprechperson zur Seite und bespricht gemeinsam mit den Auszubildenden die erreichten Lernfortschritte.
„Praxisanleitende bilden damit eine wichtige Verbindung zwischen der theoretischen Ausbildung am Bildungszentrum und der praktischen Arbeit in der Klinik", erklärt Betriebsleiter Christoph Dahmen.
„Ich wollte etwas zurückgeben“
Für Imre war die Entscheidung für die Weiterbildung vor allem mit dem Wunsch verbunden, ihre Erfahrung weiterzugeben. „Ich wollte etwas zurückgeben und die jungen Nachwuchskräfte in der Ausbildung unterstützen“, sagt sie. „Ich bin sehr stolz, jetzt zum Team der Praxisanleitenden zu gehören.“
Ein weiterer Antrieb war für sie, das deutsche Schul- und Ausbildungssystem noch besser kennenzulernen. In ihrer neuen Aufgabe möchte sie den Auszubildenden Sicherheit geben und sie Schritt für Schritt an den Berufsalltag heranführen.
Unterstützen ohne zu überfordern
Dabei sieht Imre eine besondere Herausforderung darin, unterschiedliche Anforderungen miteinander in Einklang zu bringen. „Einerseits ist es wichtig, die Auszubildenden zu unterstützen, damit sie nicht überfordert werden. Andererseits ist die Patientensicherheit zu gewährleisten – und im Team muss es klappen.“
Auszubildenden zu motivieren ihr Handeln zu reflektieren und sie darin zu unterstützen es zu begründen, sowie die Auszubildenden zu ermutigen, sich neuen Herausforderungen zu stellen ist eine Kernaufgabe der praktischen Ausbildung. „Auszubildenden sollen nicht demotiviert werden und trotzdem ein Stück weit den beruflichen Alltag kennenlernen.“
Auch persönlich habe sie viel aus der Weiterbildung mitgenommen. „Ich bin eine sehr emotionale Persönlichkeit. Umso wichtiger war es für mich, in der Weiterbildung die richtige Kommunikation mit den Menschen zu lernen, mit denen ich arbeite – das hat mir sehr geholfen.“
Von der Pflege im Fachgebiet der Herzchirurgie zur staatlich anerkannte Praxisanleiterin
Imre bringt viele Jahre Berufserfahrung in unterschiedlichen Bereichen der Pflege mit. Ursprünglich stammt sie aus Rumänien, wo sie in der Herzchirurgie gearbeitet hat. 2013 kam sie nach Deutschland, um weitere Erfahrungen im medizinischen – pflegerischen Bereich zu sammeln. Zunächst arbeitete sie zwei Jahre lang in der Einrichtung „Bärenstark“ in Darmstadt, die auf die Pflege dauerbeatmeter Kinder spezialisiert ist. Während dieser Zeit vertiefte und erweiterte Imre ihre deutschen Sprachkenntnisse
2016 wechselte Imre an die Spezialklinik Jugenheim in den Fachbereich der akuten und postakuten Intensivstation. 2024 absolvierte sie dort eine Fachweiterbildung im Bereich Anästhesie- und Intensivpflege. Mit der Weiterbildung zur staatlich anerkannten Praxisanleiterin folgt nun der nächste berufliche Schritt: Neben der Arbeit mit Patientinnen und Patienten übernimmt sie künftig auch Verantwortung für die Ausbildung der nächsten Generation von Pflegefachpersonen.
Wer ebenfalls in der professionellen Pflege arbeitet oder Verantwortung für die Ausbildung des Nachwuchses übernehmen möchte, findet am Bildungszentrum der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg in Groß-Umstadt vielfältige Ausbildungs- und Weiterbildungsangebote – von der Ausbildung in einem Pflegeassistenzberuf über die Ausbildung zur Pflegefachperson bis hin zur Weiterbildung zur/zum staatlich anerkannte/n Praxisanleiter/-in.
Weitere Informationen gibt es gerne beim Bildungszentrum für Gesundheit der Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg:
Telefon: 0 60 78 79 1500
E-Mail: bzg@kreiskliniken-dadi.de
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