Praxistage der Sozial- und Jugenddezernentin

Rosemarie Lück besucht im Rahmen von Praxistagen verschiedene Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Am Mittwoch, 18. Juli war die Sozial- und Jugenddezernentin einen Tag lang im WoQuaZ in Weiterstadt.

Das Fachteam Medien und Kommunikation (MuK) des Landkreises hat Rosemarie Lück zu dem Tag im WoQuaZ interviewt.

Ein Tag mit vielen wertvollen Erfahrungen...

MuK: Frau Lück, Sie waren in der DRK Tagespflegeeinrichtung WoQuaZ in Weiterstadt zu Gast. Wie können wir uns dort einen Tagesablauf vorstellen?

R. Lück: Hier werden zwölf Menschen betreut, die morgens ab 8.30 Uhr von den Angehörigen oder dem Fahrdienst gebracht werden. Nach dem Frühstück mit selbstgebackenem Brot sind wir gemeinsam spazieren gegangen.

MuK: Gibt es eine Art Programm?

R. Lück: Die individuellen Freiräume sind groß, aber es gibt auch Aktivitäten, die alle ansprechen. Als ich dort war, hatte eine Betreuerin verschiedene Kräuter mitgebracht. So wurden verschiedenste Sinne angesprochen und es entstand ein reger Erfahrungsaustausch über die Verwendung der Pflanzen in Garten, Küche oder als Heilmittel.

MuK: Klingt abwechselungsreich...

R. Lück: Es wurde tatsächlich viel gelacht. Die Aufmerksamkeit war groß und alle konnten etwas beitragen. Nach dem Mittagessen gab es sogar eine kleine Geburtstagsfeier.

MuK: Gibt es feste Ruhezeiten?

R. Lück: Viele nutzen die Mittagspause für ein Nickerchen. Andere wiederum suchen die Beschäftigung und tigern umher. Die Betreuerinnen achten sehr auf die individuellen Bedarfe und dokumentieren akribisch.

MuK: Was zum Beispiel?

R. Lück: Ich selbst war unter anderem damit beschäftigt, einige zum Trinken zu überreden und zu animieren. Manche verlieren selbst elementare Bedürfnisse bisweilen aus den Augen.

MuK: Wann endet ein Tag in der Pflege?

R. Lück: Bevor die Gäste gegen 16 Uhr abgeholt werden, gibt es noch Kaffee, Obst und Kuchen sowie einen weiteren Themenblock. Der gegenseitige Austausch tut allen gut und fördert die Interaktion.

MuK: Welche Eigenschaften muss man mitbringen, um in der Betreuung zu arbeiten?

R. Lück: Gerade demenzkranke Patienten sind oft ängstlich und dementsprechend dankbar, wenn sie sich sicher fühlen können. Geduld und Empathie sind dabei immens wichtig.

MuK: Ist die Pflege-Thematik eine persönliche für Sie?

R. Lück: Ich selbst bringe einige Erfahrungen durch meine demenzkranke Mutter mit. Die große Leistung der Betreuerinnen in Weiterstadt besteht sicher darin, sich auf jede einzelne Person gesondert einzulassen, um zu verstehen, wer was gerade braucht. Für die Damen vom DRK kommen die Dokumentationspflichten und die Büroarbeit hinzu.

MuK: Ihr Fazit?

R. Lück: Ein Tag mit vielen wertvollen Erfahrungen, Gesprächen und neuem Wissen. So ein Tag ist oft nicht einfach, aber es wird auch viel gelacht. Ein Dank an die Kolleginnen und das DRK, dass ich dabei sein durfte. Respekt vor allen in der Pflege, deren wertvolle Arbeit oft viel zu unsichtbar bleibt.

Zweiter Praxistag bei der AWO

Zweiter Praxistag für die #LaDaDi Sozial- und Jugenddezernentin Rosemarie Lück: diesmal unterwegs in der ambulanten Pflege mit Pflegedienstleiter Dejan Schwinn von der AWO.

„Viel Tempo, viel Professionalität und die Menschlichkeit immer im Mittelpunkt.“