Gesundheitsstandort Groß-Umstadt wird erweitert

Der Rohbau des Zentrums für seelische Gesundheit
Der Rohbau des Zentrums für seelische Gesundheit
Der Rohbau von innen
Innen sieht es noch recht ungemütlich aus...
Der Blick nach Groß-Umstadt
... aber der Blick durch das Gerüst lässt den schönen Ausblick zukünftiger Patienten erahnen.

Richtfest des neuen Zentrums für seelische Gesundheit an der Kreisklinik

Wo ich bei der Grundsteinlegung im Oktober vergangenen Jahres noch im Matsch stand, betrete ich heute  ein zweistöckiges Gebäude: Wir feiern das Richtfest des Zentrums für seelische Gesundheit an unserer Kreisklinik in Groß-Umstadt. Innerhalb eines Jahres entstand ein riesiger Bau. Ein Grund, Danke zu sagen an alle, die daran beteiligt waren – denn es gab keine Unfälle oder längeren Verzögerungen. Sogar der vorgesehene Finanzrahmen konnte eingehalten werden. Dies war extrem wichtig, denn wir sind froh, dass wir solch ein großes Projekt überhaupt umsetzen konnten.

In Zeiten der Wirtschaftskrise – die wir immer noch bewältigen müssen, auch wenn sie für viele schon als überstanden gilt – ist dies nämlich keine Selbstversändlichkeit: Insgesamt wird der Neubau rund 13,58 Millionen Euro kosten. 11 Millionen Euro wurden  vom Sonderinvestitionsprogramm des Landes Hessen getragen.

Für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und die Stadt Groß-Umstadt ist das ein großer Tag, denn beim Thema Gesundheit sind wir nun durch den neuen Schwerpunkt auf seelische Krankheiten gut gerüstet. Die medizinische Versorgung für die Menschen aus unserem Landkreis und der Region wurde dadurch erweitert – wir können den Bürgerinnen und Bürgern mit solchen Beschwerden eine optimale Versorgung direkt vor der Haustür bieten.

Bestens versorgt – damit es für die Patienten schnell wieder bergauf geht

Landrat Klaus Peter Schellhaas bei seiner Rede
Mal eine andere Perspektive: Dem Landrat bei seiner Rede über die Schulter geschaut
Klaus Peter Schellhaas im Gespräch
Emilia Weber hat nicht nur heute für das leibliche Wohl gesorgt. Dass es mir gut geschmeckt hat, lasse ich sie gerne wissen.
Von links nach rechts: Joachim Ruppert, Christian Keller, Stephan Allmann und Klaus Peter Schellhaas
Mit Groß-Umstadts Bürgermeister Joachim Ruppert stoße ich an. Bei uns stehen der Betriebsleiter unserer Kreiskliniken Christian Keller und der Geschäftsführer der Kreiskliniken der Bergstraße, Stephan Allmann.

Das Land Hessen hat dem Landkreis Darmstadt-Dieburg den Versorgungsauftrag für ein solches psychiatrisches Zentrum übertragen. In einigen Monaten werden hier Menschen mit seelischen Erkrankungen stationär, teilstationär und ambulant versorgt werden können Vorwiegend wird es sich um Menschen mit Depressionen, Lebenskrisen, Belastungsstörungen und anderen seelischen Störungen handeln. Immer mehr Menschen sind von solchen Krankheiten betroffen. Der künftige Chefarzt der Klinik, Thomas Wobrock, sagte in seiner Rede, dass Patienten mit seelischen Erkrankungen oft zwölf Jahre ihrer Lebensqualität verlieren. Damit verbunden sind nicht nur persönliche Schicksale – auch die ökonomische Bedeutung ist in Zusammenhang mit Berufsunfähigkeit und Frühverrentungen nicht zu unterschätzen. Im neuen Zentrum für seelische Gesundheit soll den Betroffenen neben der medizinischen Versorgung auch durch Psycho-, Ergo- und Arbeitstherapien behandelt werden. Auch innovative Stimulationsverfahren werden angewandt. Ich hoffe, dass es so möglich sein wird, die Krankheitsdauer vieler Menschen zu verkürzen und sie schnell wieder positiv in ihr Leben starten können.