Presse-Archiv 2003

Wasserbehörde sperrt "Odenwaldidyll"

Nicht im Trüben schwimmen

24.07.2003

Fischbachtal - Aus Sicherheitsgründen hat die Untere Wasserbehörde des Landkreises am Donnerstag das Naturschwimmbad "Odenwaldi dyll" im Fischbachtaler Ortsteil Niedernhausen bis auf weiteres ge sperrt. Anlass für das Badeverbot ist eine starke Trübung des Was sers, die bei einer Routinekontrolle am Mittwoch festgestellt wurde.
Nach Auskunft des Gesundheitsamtes beträgt die Sichttiefe nur noch etwa dreißig Zentimeter und liegt damit deutlich unter dem Grenzwert der Badegewässerverordnung von einem Meter. Aus hygienischer Sicht sei der See in Ordnung, sagt Amtsleiterin Dr. Iris Hofstätter.
Labortests belegen eine bakteriologisch einwandfreie Qualität. Dass das "Odenwaldidyll" abgeriegelt wird - zum ersten Mal überhaupt -, begründet Manfred Kissel, der Leiter der Wasserbehörde, vielmehr mit einem Sicherheitsrisiko für die Badegäste. Die gegenwärtig "un klaren" Verhältnisse erschwerten die Aufsicht; gefährliche Situationen könnten möglicherweise nicht erkannt, Rettungsmaßnahmen im Ernstfall zu spät eingeleitet werden. Die vielen Gäste auf dem benachbarten Campingplatz, darunter auch einige Urlauber aus Holland, hat das Badeverbot eiskalt erwischt.
Aber sie können hoffen: Der See wird jetzt statt in den üblichen Zwei-Wochen- Intervallen täglich kontrolliert und wieder frei gegeben, sobald das Wasser den Vorschriften genügt.
Laut Kissel ist es durch aus wahrscheinlich, dass die Trübung innerhalb weniger Tage deutlich zurückgeht.
db

 

 

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