Presse-Archiv 2010

Fachtagung zur Zukunft der Bildungsregion Darmstadt-Dieburg

Initialzündung für kommunale Lern- und Bildungslandschaft

12.11.2010

Darmstadt-Dieburg – Mit der Zukunft der Bildungsregion Darmstadt-Dieburg beschäftigten sich rund 120 Experten während einer Fachtagung im Kreistagssitzungssaal in Kranichstein.

Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück als Sozialdezernentin und Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann, Schuldezernent des Landkreises Darmstadt-Dieburg, hatten gemeinsam zu dieser Expertentagung eingeladen. „Die Idee zu dieser Fachtagung wurde im Beirat Schulsozialarbeit entwickelt. Dies ist ein durch den Landkreis eingerichtetes Beratungs- und Unterstützungsgremium, dem Schulleiter, Vertreter der Kommunen, des Staatlichen Schulamtes, der im Kreistag vertretenen Parteien und Fachkräfte aus der Familienförderung des Kreises angehören. Es hat den Auftrag, die Arbeit der ‚Jugendsozialarbeit an Schulen’ fachlich begleiten und zu unterstützen“, erläuterte Vize-Landrätin Lück zum Auftakt.

„Wir legen viel Wert auf den Austausch und den Aufbau von verbindlichen Netzwerkstrukturen, denn Komplexe Problemlagen können nur im Zusammenwirken der unterschiedlichen Akteure, in unserem Fall zwar zentral Schule und Jugendhilfe, aber auch Eltern, freien Trägern der Jugendhilfe, Kommunen, Vereinen und Verbänden bearbeitet und voran gebracht werden. Wichtig ist es weiter, solche Beteiligungsprozesse ‚auf gleicher Augenhöhe’ zu gestalten, wechselseitig von Wissen und Erfahrung Anderer zu profitieren“, so Lück weiter.

Wichtige Impulse lieferten die beiden Referenten der Fachtagung:

Prof. Dr. Walter Hanesch von der Hochschule Darmstadt referierte zur sozialen Lage und Bildungsbeteiligung, von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Berlin sprach Peter Bleckmann als Leiter des Programmbereichs „Bildungspartner vernetzen“ über „Gelingenbedingungen für Bildungsregionen“.

Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück verwies während der Expertenrunde auf zwei bedeutende Kreistagsbeschlüsse:

So wurde die Verwaltung von den Kreisparlamentariern beauftragt, ein Konzept zur flächendeckenden Umsetzung von Inklusion im Landkreis Darmstadt-Dieburg vorzulegen. Inklusion bedeutet Einbeziehung, Einschluss, Dazugehörigkeit.  Die inklusive Schule erkennt an, dass Kinder unterschiedliche Stärken und Schwächen haben und heißt alle gleichermaßen willkommen. „Ein spannender Auftrag, insbesondere vor dem Hintergrund des nun vorgelegten Entwurfes des neuen Hessischen Schulgesetzes“, so die Sozialdezernentin.

In einem weiteren Beschluss wurde die Verwaltung vom Kreistag beauftragt, ein Konzept vorzulegen zur flächendeckenden Einrichtung eines Ganztagsschulangebotes im Landkreis Darmstadt-Dieburg - „ein wichtiger und richtiger Schritt in die richtige Richtung“, wie Rosemarie Lück betonte.

Nach den beiden Referaten und der Gruppenarbeit in Workshops zog die Sozialdezernentin ein positives Fazit des Fachtags: „Wir freuen uns über die Initialzündung für eine bessere Vernetzung innerhalb der lokalen Bildungs- und Lernlandschaften im Kreis Darmstadt-Dieburg. Hier tragen Jugendhilfe und Schule gemeinsam Verantwortung und sind sich dieser Verantwortung bewusst.“  Dass die Fachtagung auf so große Resonanz gestoßen sei, beweise die Bedeutung des Themas auch in der Zukunft.

zurück...