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Private Anlieferung: nur noch Hausmüll aus ZAS-Verbandsgebiet

Änderung der Anlieferbedingungen im Müllheizkraftwerk Darmstadt ab dem 1. Juli

10.04.2019

Darmstadt/Darmstadt-Dieburg – Wegen des starken Anstiegs der privaten Anlieferung von Abfall in das Müllheizkraftwerk (MHKW) in Darmstadt hat der Zweckverband Abfallverwertung Südhessen (ZAS) beschlossen, ab dem 1. Juli 2019 nur noch Hausmüll von Bürgern aus dem ZAS-Verbandsgebiet, also der Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie den Landkreisen Odenwald und Darmstadt-Dieburg anzunehmen. Daher müssen künftig folgende Abfälle aus privaten Haushalten, die kein Hausmüll sind, auf den zuständigen Recyclinghöfen getrennt zur Verwertung abgegeben werden: Kunststoffe, Metalle, Holz, Bauabfälle, Papier/ Pappe, Textilien und Glas gehören in die entsprechenden Container, Bioabfälle (insbesondere Gartenabfälle) können direkt an den Kompostanlagen abgegeben werden. Gewerbebetriebe wie etwa Restaurants oder Baufirmen, die bislang als Privatanlieferer beim ZAS galten, sind dazu angehalten, die Gewerbeabfallverordnung mit ihren strengen Getrennthaltungsregeln von Abfall konsequent umzusetzen und werden daher zukünftig nicht mehr als „private Anlieferung“ im MHKW angenommen.Unterstützend zur Umsetzung werden Kontrollen an der Waage durchgeführt.

Bislang war es sowohl für Privatpersonen als auch für Gewerbebetriebe möglich, jeglichen ungefährlichen brennbaren Abfall im MHKW Darmstadt anzuliefern. Die Entwicklung der Anzahl der sogenannten „privaten Anlieferungen“ hat sich seit 2009 auf rund 34.000 Fahrzeuge im Jahr 2018 erhöht und somit mehr als verdoppelt. Bezogen auf die gesamte Anzahl aller anliefernden Fahrzeuge, ist der Anteil durch private Anlieferungen auf über 60 Prozent gestiegen. Folge des stark gestiegenen Verkehrsaufkommens ist eine mittlerweile untragbare Verkehrssituationen für die Anwohner, da sich oft lange Staus vor der Eingangswaage des MHKW bilden. Dies führt zu erhöhtem Ausstoß von Stickoxiden, Kohlendioxid und Feinstaub durch ständig laufende Motoren der wartenden Fahrzeuge. Die Wartezeit beträgt bis zu zwei Stunden, betroffen sind hiervon auch die kommunalen Anlieferfahrzeuge wie des EAD oder der beiden Landkreise Darmstadt-Dieburg und Odenwaldkreis.

Mit der Maßnahme des ZAS wird sichergestellt, dass die kommunalen Sammelfahrzeuge künftig schneller abgefertigt werden können, sodass die Arbeitszeit der Mitarbeiter effektiver genutzt werden kann. Bei stark steigendem Aufkommen der Privatanlieferungen ist die Anzahl der normalen Müllfahrzeuge in den vergangenen Jahren im Wesentlichen konstant geblieben. Die Anlieferungen des Hausmülls aus Wiesbaden haben insofern keine Auswirkungen auf die Privatanlieferungen, da sie lediglich einen Teil der für das MHKW schlechter zu verarbeitenden Gewebeabfälle ersetzen.

Weitere ausführliche Informationen zu alternativen Entsorgungsmöglichkeiten stehen auf den Internetseiten der Wissenschaftsstadt Darmstadt unter www.ead.darmstadt.de, dem Landkreis Darmstadt-Dieburg unter www.zaw-online.de und dem Odenwaldkreis unter www.mzvo.de.

 

 

ladadi

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