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Zukünftig kann durchschnittlich eine um 6,6 Prozent höhere Kaltmiete berücksichtigt werden

Kreis aktualisiert seine Richtlinie zur Bewertung angemessener Unterkunftskosten

10.03.2017

Darmstadt-Dieburg – Der Kreisausschuss hat erneut die Aktualisierung seiner Richtlinie zur Bewertung angemessener Unterkunftskosten im Landkreis Darmstadt-Dieburg beschlossen.

Hinter der äußerst sperrigen Bezeichnung verbirgt sich ein wegweisender Beschluss für Leistungsberechtigte der Grundsicherung, für Arbeitsuchende nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) und der Grundsicherung nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII). Auf der Basis einer wiederum über zwei Jahre vorgenommenen Wohnungsmarktbeobachtung mit diesmal rund 25.100 Datensätzen wurden die Kaltmieten für alle 23 Städte und Gemeinden des Landkreises angepasst.

Darmstadt-Dieburgs Sozial- und Jugenddezernentin Rosemarie Lück: „Die jetzt aktualisierte Richtlinie wird auf alle Fälle von Neubewilligungen und Weiterbewilligungen von Leistungen der Grundsicherung nach dem SGB II und dem SGB XII im Hinblick auf die Prüfung der Angemessenheit der Kosten der Unterkunft angewandt.“ Positiv sei für die Leistungsberechtigten, dass im Kreisdurchschnitt eine um 6,6 Prozent höhere Kaltmiete berücksichtigt werden kann. Das bedeutet für den Kreis allerdings auch deutliche Mehrausgaben. Mit der neuen Richtlinie kommt der Landkreis der vom Gesetzgeber formulierten Verpflichtung nach, die Werte für die Unterkunft alle zwei Jahre zu prüfen und gegebenenfalls neu festzusetzen.

„Wir sind landesweit der erste Sozialleistungsträger, der konsequent nach Ablauf von zwei Jahren seine qualifizierte Richtlinie anpasst und erfüllen so die Vorgaben des Bundesgesetzgebers“, erläutert Rosemarie Lück. Die Richtlinie ist zum 1. Februar 2017 in Kraft getreten.

Abrufbar ist die Richtlinie im Internet unter www.ladadi.de/gesellschaft-soziales/arbeitsmarkt/downloadcenter.html

as

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