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20 Millionen Euro: Landrat legt Bürgschaftsprogramm für Bäder vor

11.04.2018

Darmstadt-Dieburg – Landrat Klaus Peter Schellhaas stellte dem heute tagenden Infrastruktur-, Gesundheits- und Umweltausschuss (IGUA) seinen Vorschlag für ein Bürgschaftsprogramm über 20 Millionen Euro zur Sicherung der Schwimmausbildung im Landkreis Darmstadt-Dieburg vor. Mittels über die Bürgschaft abgesicherter Darlehen sollen Vereine des Landkreises in die Lage versetzt werden, bestehende Hallen- und Freibäder zu modernisieren oder ggf. neu zu bauen.

Auf diese Weise will der Landkreis auch weiterhin ein ausreichendes Schulschwimmangebot gewährleisten. Das allgemeine Bädersterben macht auch vor der Region nicht halt. Zuletzt war das Hallenbad in Pfungstadt für den Schwimmunterricht weggebrochen, was zu einer erschwerten Planung und längeren Anfahrtswegen für die Kinder führte. Das in Dieburg vom dortigen Wassersportverein betriebene Trainingsbad schließt spätestens im kommenden Jahr.    

„Der Kreis beschränkt sich auf die Absicherung der Darlehensverträge, die den jeweiligen Geschäftsbanken obliegen werden“, erläutert Landrat Schellhaas. „Antragsteller müssen einen Businessplan vorlegen, aus dem mindestens der kostendeckende Betrieb des Bades hervorgeht.“ Der Beschlussvorschlag soll dem Kreistag in seiner nächsten Sitzung am 23. April vorgelegt werden. Dieser soll in jedem Einzelfall über eine Bürgschaft entscheiden. Wird diese gegeben, ist dem Kreis ein Nutzungsvorrang zum Schulschwimmen einzuräumen.

„Schwimmkurse dürfen nicht als Privileg verstanden werden, sondern dienen der Sicherheit unserer Kinder“, sagt Landrat Klaus Peter Schellhaas. „Bundesweit können mehr als die Hälfte aller Zehnjährigen  nicht mehr richtig schwimmen, also zählt der Erhalt jedes einzelnen Schwimmbads.“   

ladadi

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