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17.12.2010

Denkmalschutzpreis: Schmuckstücke in Herchenrode und Ober-Ramstadt

Das fertig sanierte denkmalgeschützte Haus von Familie Roth.
Das fertig sanierte denkmalgeschützte Haus von Familie Roth.

Der Bau- und Denkmalschutzdezernent des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Kreisbeigeordneter Christel Fleischmannn, hat im Modautaler Ortsteil Herchenrode den Denkmalschutzpreis 2010 des Landkreises verliehen. Mit dem mit 2600 Euro dotierten Preis ausgezeichnet wurden Heike und Klaus Roth aus Herchenrode für die Sanierung ihres Anwesens Herchenrode 15. Das Anwesen Herchenrode 15 ist ein Hofreitenensemble am Ortsrand von Herchenrode, bestehend aus Wohnhaus und Anbau mit zwei Stall- und Scheunengebäuden. Die Hofanlage ist Bestandteil der denkmalgeschützten Gesamtanlage von Herchenrode, das Wohnhaus wurde als Einzelkulturdenkmal eingestuft. Die Gebäude sind wegen der exponierten Lage am Ortseingang und der historischen Baustruktur für das Ortsbild von Herchenrode von Bedeutung. Das Wohnhaus ist vermutlich eines der ältesten im Ort. Vor Beginn der Sanierung fiel insbesondere die Verwendung ortsfremder Materialien ins Auge, konstruktiv waren die Gebäude größtenteils in ordentlichem Zustand. Bei der ersten Besichtigung ließen interessante Fachwerkfigurationen im Giebeldreieck aus Mannfiguren und Kopfwinkelhölzern Rückschlüsse auf eine Bauzeit um 1700 zu. Die Sanierung wurde unter Abnahme der ungeeigneten Verkleidungen und Schritt für Schritt abgestimmt mit der Denkmalschutzbehörde vorgenommen. Mit viel Engagement und Eigenleistung wurden einzelne Zimmermannsreparaturen gemacht, Gefache erneuert, ein Stroh-/Lehm-Innenputz aufgebracht. Die Bauherren arbeiteten ausschließlich mit alt bewährten Naturmaterialien. Kreisbeigeordneter Fleischmann: „Insgesamt kann die Sanierung als sehr behutsam und gelungen angesehen werden. Die Eheleute Roth legten den Schwerpunkt auf die Sicherung und Sanierung der Grundsubstanz. Die Fenster und die Dacheindeckung wurden zunächst in dem von den Vorbesitzern übernommenen Zustand belassen und sollen nach und nach erneuert werden.“Eine lobende Erwähnung gab es für Hans Ludwig Jacoby für die Sanierung seines Anwesens in Ober-Ramstadt, Darmstädter Straße 64. „Das Anwesen Darmstädter Straße 64 in Ober-Ramstadt wurde 1903/04 als städtisch geprägtes Wohn- und Geschäftshaus errichtet. Die unter einer Verkleidung seit den 1970er Jahren verborgenen Zierelemente der Fassade, die Anklänge an den Jugendstil aufweisen, und die Gaubenreihe in dem ausgebauten Mansarddach wurden in aufwändiger Weise freigelegt und wiederhergestellt. Die Erneuerung der Fenster in der historischen Teilung und die Verkleidung des überformten Erdgeschosses mit Natursteinen führen zu einem überzeugenden Erscheinungsbild des stattlichen Gebäudes am Marktplatz von Ober-Ramstadt“, erläuterte Denkmalschutzdezernent Fleischmann im Rahmen der Preisverleihung. (ho)

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