Klimaschutzmanagement für den Landkreis Darmstadt-Dieburg
Seit Oktober 2019 ist ein Klimaschutzmanagement für den Landkreis Darmstadt-Dieburg eingerichtet.
Die Einführung des Klimaschutzmanagements ist eine Maßnahme aus dem 2017 veröffentlichten und mit den Kreiskommunen erarbeiteten "Integrierten Klimaschutzkonzept für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und seine Kommunen" (IKSK). Die Umsetzung des IKSK, und damit auch die Schaffung der Stelle des Klimaschutzmanagements, wurde am 5. Februar 2018 durch den Kreistag des Landkreises Darmstadt-Dieburg beschlossen. Der Arbeitsschwerpunkt des Klimaschutzmanagements liegt in der Umsetzung des im IKSK erarbeiteten Maßnahmenkataloges.
Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMWK) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags gefördert (Förderkennzeichen: FKZ 67K09377 [ehemals 03K09377], Projektlaufzeit: Oktober 2019 bis September 2022).
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab. Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Aktuelle Informationen zum IKSK des Landkreises Darmstadt-Dieburg finden Sie auf unserer Homepage: www.ladadi.de/klimaschutz

Das Klimasparbuch Darmstadt-Dieburg
Praktische Tipps und Informationen rund um Klimaschutz im Alltag, garniert mit zahlreichen Gutscheinangeboten – das Klimasparbuch hat es in sich! Der Landkreis Darmstadt-Dieburg hat gemeinsam mit dem oekom verlag in Kooperation mit dem oekom e. V. und der Entega das zweite Klimasparbuch auf die Beine stellen.
Umweltfreundliche Alltagstipps
Etliche Unternehmen und Organisationen haben dazu Gutscheine beisteuern. "Der Landkreis Darmstadt-Dieburg setzt sich seit vielen Jahren in verschieden Projekten aktiv für den Klimaschutz ein. Wir möchten mit der Neuauflage des Klimasparbuchs als Ratgeber auf umweltfreundliche Alltagstipps aufmerksam machen", erklärt Landrat Klaus Peter Schellhaas.
27 attraktive Gutscheine
Das Büchlein zeigt mit vielfältigen, kreativen und alltagserprobten Tipps, wie einfach klimaschonendes Verhalten sein kann. Manches wollte man schon immer einmal ausprobieren, aber irgendetwas hielt einen davon ab. Oder vielleicht hat man auch noch nie davon gehört – beispielsweise dem regionalen Honig, dem ökofairen Modeladen oder der Stromsparberatung. Die 27 Gutscheine in der gedruckten Version für vergünstigte oder kostenlose Angebote laden außerdem zum Ausprobieren ein.
In den Rathäusern und Online erhältlich
Die zweite Auflage des Klimasparbuchs wurde erstmals auf dem Hessentag in Pfungstadt verteilt und wird zusätzlich in den Rathäusern der 23 Kreiskommunen und an die Gutscheinpartner erhältlich sein. Darüber hinaus kann man es hier kostenlos aufrufen.

Mehrweg
Interaktive Karte zur Ressourcenschonung
Hessen will's messen
Fahrradverleih, Repair-Cafés und Secondhandläden sind einige Beispiele für Aktivitäten, die unsere natürlichen Ressourcen schonen und Abfälle vermeiden. Die interaktive Karte des HLNUG zeigt Adressen vor Ort und im Internet und lädt zum Mitmachen ein.
Mit Klick auf die Karte können Sie die Angebote im LaDaDi finden und eigene Angebote einfügen, weitere Infos zur Eintragung gibt es auf der Homepage des HLNUG

Mehr als „kalter Kaffee“: Mehrwegsysteme für Gastronomiebetriebe im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Bei einer Vorstellung im Kreistagssitzungssaal konnten sich am Dienstag, 26. Juli 2022 die Pfandsystem-Anbieter von ecoBOX aus Weiterstadt, HEAG FairCup aus Darmstadt, die Pfand-Box aus Reichelsheim, DI – den Mehrweg gehen aus Dieburg und die überregionalen Anbieter ReCup/ReBowl sowie Vytal präsentieren. Der Fachbereich Klimaschutz, Infrastruktur und Standortförderung hatte in Kooperation mit der DEHOGA Südhessen zu dieser Info-Veranstaltung eingeladen, um auf die Verpflichtung von Mehrwegverpackungen für gastronomische Betriebe ab 1. Januar 2023 hinzuweisen.
Für die anwesenden Gastronomen aus der Region hatte sich der Besuch der Veranstaltung sicher gelohnt, zeigte sich doch, dass die Systeme auf unterschiedliche Erfordernisse und Nutzergruppen zugeschnitten und durchaus spezialisiert sind – z.B. für Bäckereien, den Wochenmarkt, Eiscafés, den Mittagstisch beim Metzger oder die anspruchsvolle Gastronomie.
Die Teilnehmenden konnten die Gefäße direkt in Augenschein nehmen und im Anschluss an die Vorstellung auch beim „Marketplace“ direkte Fragen stellen.
Die Referenten stellten fest, dass „die Mehrheit der gastronomischen Betriebe und der betroffene Einzelhandel sich noch nicht mit dem Thema Mehrweg beschäftigt hat. Derzeit überwiegt eben das Tagesgeschäft.“ Wesentlich für die Umsetzung ist nach übereinstimmender Meinung der Beteiligten: „Kommunikation ist ein wichtiger Baustein zur Etablierung der innovativen Mehrweglösungen.“
„Bis zur Einführung der Verpflichtung zum Angebot von Mehrwegverpackungen sollten sich alle Anbietenden von Speisen und Getränken rechtzeitig informieren – und Zeit für die Auswahl des passenden Systems, die Schulung von Personal und auch das Programmieren der Kasse einkalkulieren.“, brachte es Christine Friedrich vom DEHOGA Südhessen auf den Punkt.
Eine Zusammenstellung von Informationen zur neuen Mehrweg-Richtlinie in der Gastronomie, die ab 1. Januar 2023 gilt, gibt es beim Fachbereich Klimaschutz, Infrastruktur und Standortförderung unter wirtschaft@ladadi.de
Die Präsentationen der Veranstaltung sowie Infos zu den Anbietern finden Sie hier:
- EcoBox
- FairCup
- Pfand-Box
- ReCup/ReBowl
- Vytal
- DI - den Mehrweg gehen
- Merkblatt zu Mehrwegsystemen von HMUKLV und DEHOGA
- Übersicht Pfandsysteme via esseninmehrweg.de

Im Bild von links nach rechts: Die Pfandsystem-Anbieter „Pfand-Box“, Thomas Treusch; „ReCup/ReBowl“, Johannes Stiegeler; „ecoBOX“, Karsten Daugill; „Vytal“, Florian Schlütter; „HEAG FairCup“, Daniel Pfeffer sowie „DI – den Mehrweg gehen“, Andreas Achilles.
Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen
Landkreis Darmstadt-Dieburg und alle 23 Kreiskommunen sind Klima-Kommunen
Die Klima-Kommunen sind ein Bündnis hessischer Städte, Gemeinden und Landkreise für den Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Gemeinsames Ziel ist es, den Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und sich an verändernde klimatische Bedingungen anzupassen. Mit dem Bündnis wird hierfür eine zentrale Plattform geboten, die die Kommunen zusammenbringt und den Wissenstransfer fördert. Die Mitgliedskommunen werden in Fragen rund um den Klimaschutz und die Klimaanpassung aktiv beraten, haben Zugang zu unterschiedlichen Veranstaltungsangeboten sowie vielfältigen weiteren Unterstützungsleistungen.
Das Projekt startete im Jahr 2009 im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie unter dem Namen „Hessen aktiv: 100 Kommunen für den Klimaschutz“. Inzwischen haben 345 Städte, Gemeinden und Landkreise die Charta unterzeichnet. Auch der Handlungsbedarf im Bereich Klimawandelanpassung hat zwischenzeitlich zugenommen. Deshalb wurde im November 2016 das Projekt als Bündnis verstetigt und trägt seitdem den Namen "Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen". Mit der Unterzeichnung der neuen Charta verpflichtet sich seitdem jede Kommune Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen auf kommunaler Ebene umzusetzen und damit einen Beitrag zur Erreichung der landesweiten Klimaschutzziele zu leisten. Zusätzlich müssen die Kommunen nun auch im Bereich Klimaanpassung vor Ort aktiv werden. Dabei werden die Mitglieder von Beginn an durch die Fachstelle aktiv unterstützt. Ziel ist die Klimaneutralität 2045
Seit kurzem sind alle 23 Kreiskommunen selbst Mitglieder des Bündnisses. Die ersten Kreiskommunen haben sich bereits 2009 zu dem Ziel der Klimaneutralität bekannt. Der Landkreis selbst ist durch die Unterzeichnung der Charta durch Landrat Klaus Peter Schellhaas am 31. Oktober 2016 dem Bündnis beigetreten. Der LaDaDi hat bereits im Jahr 2017 ein Integriertes Klimaschutzkonzept erarbeitet, in dem die Klimaziele des Kreises, aber auch der Kreiskommunen festgehalten sind. „Das Thema Klima ist eines der gesellschaftlichen Themen, das in den zurückliegenden Jahren immer mehr in den Fokus gerückt ist. Begriffe wie Klimakatastrophe, Klimakrise und Klimanotstand sind in aller Munde. Junge Menschen gehen für das Klima auf die Straße, um aufzurütteln, um klar zu machen, dass es kurz nach 12 ist und um auch zu verdeutlichen, dass jetzt gehandelt werden muss, um das Klima zu schützen“, sagt Landrat Klaus Peter Schellhaas. „Ich freue mich, dass alle 23 Kreiskommunen Klima-Kommune sind!“
Integrierten Klimaschutzkonzeptes
Ergebnispräsentation: Integriertes Klimaschutzkonzept für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und seine kreisangehörigen Kommunen
Mit einer Veranstaltung zur Ergebnispräsentation und Überreichung des "Integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und seinen kreisangehörigen Kommunen" konnten am Donnerstag, 27. April 2017 die Arbeiten der Konzepterstellung abgeschlossen werden.
Zu dieser Veranstaltung waren zahlreiche Mitglieder der kommunalen Gremien, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Beschäftigte aus den kommunalen Fachabteilungen für Umwelt, Energie und Klimaschutz sowie auch regionale Akteure aus der Energie-Wirtschaft in den Kreistagssitzungssaal Darmstadt gekommen.
Nach einer Begrüßung durch Herrn Landrat Klaus Peter Schellhaas und einer Einführung durch Herrn Hans-Jürgen Gräff vom Büro Infrastruktur und Umwelt in Darmstadt folgte die Präsentation der zentralen Ergebnisse durch den Projektmitarbeiter, Herrn Johannes Salzer.
Für einen Blick auf andere Landkreise in Hessen konnte der Klimaschutzmanager aus dem Lahn-Dill-Kreis, Herr Ingo Dorsten gewonnen werden. Er berichtete über seine Erfahrungen zur Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes für den Lahn-Dill-Kreis.
Auf Basis des vorliegenden Konzeptes und der Maßnahmenvorschläge gaben Herr Landrat Klaus Peter Schellhaas, Herr Erster Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und Herr Bürgermeister Gerald Frank für die Gemeinde Münster in einem Interview erste Statements für mögliche Umsetzungsschritte. Die Interviewrunde war sich einig, dass diese Veranstaltung kein Abschluss, sondern ein Auftakt ist - mit dem Ziel, möglichst viele der erarbeiteten Maßnahmenvorschläge auch umzusetzen.Es folgte die offizielle Übergabe der kommunalen Energiesteckbriefe und Maßnahmenvorschläge an die kreisangehörigen Kommunen.
Das "Integrierte Klimaschutzkonzept für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und seinen kreisangehörigen Kommunen" ist mit den einzelnen Ergebnisdokumenten hier als Download abrufbar bereitgestellt:
Vertreterinnen und Vertreter aus den Kommunen konnten die finalen Ergebnisse des Klimaschutzkonzeptes und auch konkrete Maßnahmenvorschläge entgegennehmen.

