Neuerscheinung "Der Minijob - Broschüre in leichter Sprache"

Die Broschüre "Der Minijob  -  in leichter Sprache" informiert in einfachen und verständlichen Worten über gesetzliche Regelungen, Rechte und Pflichten rund um das Thema. Die Broschüre steht als PDF Datei zur Verfügung und kann auf Wunsch auch zugesendet werden. Die Druckversion erscheint Anfang August 2018. Bei Interesse können Sie sich an das Büro für Chancengleichheit wenden. Die Bestellung ist telefonisch unter 06151/8811044 oder per E-Mail Chancengleichheit@remove.this.ladadi.de möglich.

Der Minijob - Rechte, Risiken und Nebenwirkungen

Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit (August 2015) arbeiten bundesweit 4.800.000 Beschäftigte ausschließlich in einem geringfügig beschäftigten Arbeitsverhältnis, dem Minijob. Zweidrittel aller Minijobber sind Frauen,

Geringfügige Beschäftigung erweist sich nicht als Brückenfunktion, wie oft erhofft. Vielmehr entsteht ein Klebeeffekt, aus dem die wenigsten Frauen wieder herausfinden. Bei verheirateten Frauen zeigt sich hier das klassische Rollenbild. Der Ehemann fungiert als Haupternährer, während die Frau sich vermeintlich leicht und ohne Sozialabgaben und Steuern zahlen zu müssen, ein paar Euro dazuverdienen kann. Und auch ledige Frauen werden zu Opfern der Minijobfalle, wenn ausschließlich einem Minijob nachgegangen wird. Doch was das für die Zukunft bedeutet, wird den meisten oft erst viel zu spät bewusst. Die Konsequenzen sind ein hohes Risiko der Altersarmut und die finanziell starke Abhängigkeit verheirateter Frauen von Ihren Ehegatten. Frauen müssen sich gut überlegen, in welcher Lebenslage ein Minijob sinnvoll ist, damit er auch später keine negativen Konsequenzen mit sich bringt.

Das Netzwerk Chancengleichheit Südhessen möchte mit Veranstaltungen und Publikationen zur Aufklärung und Sensibilisierung zum Thema Minijob beitragen. Mit der Broschüre "Der Minijob - Rechte, Risiken und Nebenwirkungen" sollen Minijoberinnen und Minijobber über ihre Arbeitsrechte, aber auch die Folgen die ein Minijob hat, informiert werden. Die Broschüre ist in den Frauenbüros und -zentren sowie im Büro für Chancengleichheit des Landkreises Darmstadt-Dieburg erhältlich.

Über das Netzwerk Chancengleichheit

Das Netzwerk "Chancengleichheit Südhessen" besteht aus den Beauftragten für Chancengleichheit beider Rechtskreise (SGB II und SGB III) sowie den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau Odenwald und der Stadt Darmstadt.

Die Netzwerkpartnerinnen kommen hier ins Gespräch über die regionalen Arbeitsmarktstrukturen sowie die Risiken und Chancen für die lokale Beschäftigungspolitik. Neben dem fachlichen Austausch stehen gemeinsame Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit im Vordergrund der Arbeit.

Wiedereinstieg nach familienbedingter Berufsunterbrechung

Viele Frauen unterbrechen ihre Berufstätigkeit, nehmen Elternzeit, wollen häufig nach einer Unterbrechung als Teilzeitkraft weiterbeschäftigt werden und stoßen auf Fragen und Unsicherheiten.

- Wie gehe ich den beruflichen Neubeginn an?
- Sind meine beruflichen Kenntnisse noch aktuell?
- Welche beruflichen Perspektiven habe ich?
- Wo finde ich die nötigen Informationen?

Der berufliche Wiedereinstieg oder Umstieg bedeutet eine Veränderung und Herausforderung auf vielen Ebenen. Die Frauenzentren Sefo femkom, Darmstadt und ZIBB, Groß-Umstadt führen das Projekt Perspektive Wiedereinstieg durch und unterstützen Sie dabei, diese Herausforderungen zu meistern und individuelle Perspektiven zu entwickeln. Weitere Informationen und die Beratungstermine im Jahre 2018 finden Sie auf diesem Flyer

Ansprechpartnerinnen für Alleinerziehende

Ansprechpartnerinnen für Alleinerziehende in den 23 Kommunen des Landkreises.

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg leben etwa 21 Prozent aller minderjährigen Kinder  (rund 11.000) mit nur einem Elternteil im Haushalt. Diese Haushalte verteilen sich auf alle 23 Städte und Gemeinden des Landkreises. Alleinerziehende sind auch in unseren Kommunen einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt. 19 Prozent aller Bedarfsgemeinschaften mit Kindern im SGBII-Bezug bestehen aus Haushalten von Alleinerziehenden.

An den Bedarfen der Alleinerziehenden anzusetzen und durch Kooperation aller relevanten Akteure im Landkreis gemeinsam die Lebens- und Arbeitsperspektiven von Einelternfamilien nachhaltig zu verbessern, war das Ziel des im Mai 2011 gestarteten Projektes „Leistungsnetzwerk für Alleinerziehende DA-DI“ (LENA). Sowohl im Laufe dieser Projektarbeit, als auch an den Fachkonferenzen anlässlich des Berichts zur sozialen Lage im Landkreis mit Beteiligung unterschiedlicher Akteure aus Politik, Wirtschaft, Arbeitsagenturen und Trägern, hat sich gezeigt, dass viele der bestehenden Hilfsangebote den Betroffenen nicht bekannt sind. Oft fehlt ein unkomplizierter und ortsnaher Zugang zu einer Stelle, an die sich die Betroffenen in allen Fragen und Belangen wenden können.
Eine Handlungsempfehlung des Netzwerkes LENA ist es, in allen Kreiskommunen eine Ansprechperson zu benennen, die vertraut ist, 

  • mit den besonderen Belangen und Bedürfnissen Alleinerziehender und 
  • mit den kommunalen und gemeindespezifischen Strukturen und      Verwaltungswegen 
  • über die Beratungs- und Hilfsangebotslandschaft im Landkreis gut informiert ist
  • an die richtigen Stellen und Anbieter weiterleiten kann (beispielsweise Fachstelle der KfB, Beratungseinrichtungen)