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23.4.2014

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Chancengleichheit

Standort
Kreishaus Darmstadt
Trakt 3 - 2. Stock

Telefon
06151 / 881-1042
06151 / 881-1044
Telefax 
06151 / 881-1045

chancengleichheit(at)ladadi.de

K.O. - Tropfen - Nein Danke!

Postkarte "Wie war dein Abend?"

Mediengestaltungsklassen der Peter-Behrens-Schule entwerfen Postkarten, die auf die Gefahren von  K.O.-Tropfen hinweisen

Immer wieder taucht die Vermutung auf, dass K.O. Tropfen in Getränke gemischt werden. Dies war der Anlass für die Abteilung für Chancengleichheit des Landkreis Darmstadt-Dieburg, dem Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem Staatlichen Schulamt  an die Schülerinnen und Schüler der Mediengestaltungsklassen der Peter-Behrens-Schule heranzutreten und um Entwürfe für Postkarten zu bitten. Zehn Karten wurden ausgewählt und diese wurden an den weiterführenden Schulen in Stadt und Landkreis verteilt.
Immer wieder taucht die Vermutung auf, dass K.O. Tropfen in Getränke gemischt werden. Dies war der Anlass für die Abteilung für Chancengleichheit des Landkreis Darmstadt-Dieburg, dem Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem Staatlichen Schulamt an die Schülerinnen und Schüler der Mediengestaltungsklassen der Peter-Behrens-Schule heranzutreten und um Entwürfe für Postkarten zu bitten.

 
Seit Ende 2013 sind die Motive dieser Postkarten auch als Plakatausstellung in Stadt und Landkreis zu sehen.
Ausstellungstermine:
3. bis 25. Februar 2014, Peter-Behrens-Schule, Darmstadt
25. Februar bis 25. März, Alice-Eleonoren-Shule Darmstadt
25. März bis 25. April, Goethe Schule, Dieburg
5. Mai bis 19. Mai, Landrat-Gruber-Schule, Dieburg.


Über das Ausmaß der Vorfälle wissen Expertinnen und Experten so viel, wie die Opfer über das, was sie erlebt haben: so gut wie nichts. Es gibt, laut dem  Bundesverband der Frauennotrufe, weder eine Statistik noch aktuelle Fallzahlen auf Bundesebene, geschweige denn eine Dunkelzifferstudie.Die heimliche Verabreichung von K.O.-Tropfen bedroht Frauen wie Männer. Die fehlenden Erinnerungen sind ein großes Problem, wenn ein Missbrauch oder eine Vergewaltigung von Frauen und Mädchen unter der Wirkung der K.O.-Tropfen stattfindet. Auch Männer und Jungs sind bedroht. Häufig kommt es auch zu Raubdelikten.

Die Opfer wachen an Orten auf, die sie nicht kennen oder wissen nicht, wie sie dorthin gelangt sind. Sie schämen sich, zur Polizei zu gehen, da sie selbst nicht genau wissen, was mit Ihnen passiert ist, zumal aufgrund des Blackouts oft unklar ist, was überhaupt angezeigt werden soll. Die Glaubwürdigkeit der Betroffenen wird in Frage gestellt, insbesondere wenn auch noch Alkohol konsumiert wurde.
Um auf das Thema aufmerksam zu machen und Schülerinnen und Schüler zu informieren, wurden nun die 10 ausgewählten Postkarten an den weiterführenden Schulen in Stadt und Landkreis verteilt.
Die Postkarten können als PDF-Datei oder Druckexemplar angefordert werden. Bestellungen werden unter chancengleichheit(at)ladadi.de gerne entgegen genommen.

Netzwerk Gewaltschutz

Prävention und Schutz gegen häusliche und sexualisierte Gewalt an Frauen, Mädchen und Jungen in Darmstadt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg 

Das Netzwerk bündelt, strukturiert und verankert die professionellen kommunalen Hilfesysteme gegen häusliche und sexualisierte Gewalt in der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg. Vertreterinnen und Vertreter aus den unterschiedlichsten Institutionen verfolgen gemeinsame Ziele in den Bereichen Prävention, Intervention, Vernetzung, Weiterbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Organisationen des Netzwerkes mit Profilen

Auftraggeber des Netzwerkes sind Jochen Partsch -  Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt, Klaus Peter Schellhaas - Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg  sowie Gosbert Dölger - Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Südhessen.
Die Steuerung und Koordination der Netzwerkaktivitäten obliegt der Geschäftsführung. Diese besteht aus der Leiterin der Abteilung für Chancengleichheit im Landkreis Darmstadt-Dieburg und der Leiterin des Frauenbüros der Wissenschaftsstadt Darmstadt.  Organigramm 
In den verschiedenen Arbeitskreisen des Netzwerkes arbeiten mit:
Deutscher Kinderschutzbund Darmstadt e.V., Diakonisches Werk Da-Di, Täter-Opfer-Ausgleichvermittlungsstelle, Frauen helfen Frauen e.V. Dieburg, Frauenhaus Darmstadt, Frauen-Räume Fachberatungsstelle des Frauenhauses Darmstadt, Interkulturelles Büro und Jugendamt Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg, Polizeipräsidium Südhessen, pro familia e.V., Sozial-pädagog. Kooperationsstelle Stadt Griesheim, Wildwasser Darmstadt e.V.

Daten - Zahlen -  Fakten

Anlässlich des 25. Novembers stellt das Netzwerk Gewaltschutz alljährlich die neuesten Fakten zum Thema Gewalt und Informationen dazu für Sie zusammen. Aktuelle Ausgabe 2013

 

 

"Richtig helfen bei häuslicher Gewalt"

Deckblatt der Broschüre "Richtig helfen bei häuslicher Gewalt"

Neuauflage

Handlungsleitfaden für den Erstkontakt mit betroffenen Frauen

Die Beratung und Betreuung von Frauen, Kindern und Angehörigen von Betroffenen häuslicher Gewalt sollte grundsätzlich von dafür ausgebildeten Fachkräften vorgenommen werden. Trotzdem kommen viele Menschen aus anderen Berufsfeldern und Privatpersonen mit diesem Personenkreis in Kontakt.

Der von der Fachberatungsstelle des Vereins "Frauen helfen Frauen" in Dieburg entwickelte Handlungsleitfaden für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren gibt wertvolle Hinweise für den richtigen Umgang mit hilfesuchenden oder traumatisierten Menschen. Der Leitfaden ist hervorgegangen aus einer Fortbildungsreihe für kommunale Frauenbeauftragte, die häufig den Erstkontakt mit betroffenen Frauen und Familien bewältigen müssen. Er ist in seiner dritten überarbeiteten Auflage im August 2013 erschienen.

Den Handlungsleitfaden können Sie in der Abteilung für Chancengleichheit bestellen. Er steht auch als PDF-Datei zur Verfügung.

25. November: Internationaler Tag "Nein zu Gewalt an Frauen"

Fahne "Frei Leben"

Gewalt gegen Frauen ist eine Menschenrechtsverletzung!

1981 wurde der 25. November als Gedenktag gegen Gewalt an Frauen ausgerufen und 1999 von den Vereinten Nationen als Internationaler Gedenktag anerkannt. Die Flagge "frei leben - ohne gewalt" wird in über 800 Städten und Gemeinden bundesweit gezeigt. Auch der Landkreis Darmstadt-Dieburg, die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Kommunen im Landkreis beteiligen sich in diesem Jahr wieder an der Fahnenaktion.

Aktion „Rote Karte gegen häusliche Gewalt“

Am 14. November 2013 fand eine gemeinsame Aktion des Hessischen Apothekerverbandes (HAV)  und der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Hessischer Frauenbüros gegen häusliche Gewalt statt. In Dieburg wurde diese Aktion von Landrat Klaus Peter Schellhaas begleitet.
Im Jahr 2012 wurden allein in Hessen über 7.600 Frauen Opfer von häuslicher Gewalt. Viele Betroffene, aber auch Zeugen wissen nicht, wie sie in solchen Fällen richtig reagieren bzw. an wen sie sich wenden können. Häusliche Gewalt trifft zu über 90 Prozent Frauen. Es sind Frauen jeden Alters, aus allen sozialen Schichten und Kulturen. Für Kinder hat das Miterleben von häuslicher Gewalt negative Auswirkungen auf ihre Entwicklung.
Bei dieser Aktion geht es darum, darüber aufzuklären, welche Maßnahmen im Fall von Gewalt ergriffen werden können. Die Öffentlichkeit soll sensibilisiert und informiert werden, welche Hilfsangebote es gibt, denn jeder kann mit dem Thema konfrontiert werden.
In der „Roten Karte gegen häusliche Gewalt“ ist aufgeführt, an  welchen Stellen Opfer Hilfe erhalten können.  Diese Informationen werden ergänzt durch Broschüren des Netzwerk Gewaltschutz, die die regionalen Beratungsstellen und Frauenhäuser beinhalten.
Die Empfehlung der Apotheken soll dabei lauten, diese Karte in der Hausapotheke oder an anderer geeigneter Stelle, wo auch häufig die gängigen Notrufnummern aufbewahrt werden, aufzubewahren. Die örtlichen Frauenbeauftragten unterstützen die Aktion in ihren Kommunen. Die Abteilung für Chancengleichheit hat den beteiligten Apotheken im Landkreis Darmstadt-Dieburg umfangreiches Informationsmaterial zur Verfügung gestellt
• Handlungsleitfaden „Richtig helfen bei häuslicher Gewalt“
• Wegweiser „Eilantrag nach dem Gewaltschutzgesetz“
• Broschüre des Netzwerks Gewaltschutz  „Hilfe für Frauen, Kinder und Familien nach Gewalttaten“.

Wegweiser Eilantrag nach dem Gewaltschutzgesetz

Neu erschienen

Das Gewaltschutzgesetz bietet zivilrechtliche Möglichkeiten zum Schutz vor körperlicher Gewalt, Bedrohung und Verfolgung (Stalking) durch aktuelle oder frühere Ehe- und Beziehungspartner oder Partnerinnen, Bekannte und fremde Personen.
Ein Wegweiser "Eilantrag nach dem Gewaltschutzgesetz"  für den Zuständigskeitsbereich der Gerichte in Darmstadt und Dieburg, mit Informationen und Adressen rund um diesen Themenbereich ist soeben neu erschienen. Der Wegweiser steht als PDF-Datei zum Download bereit und kann ab sofort auch bei der Abteilung für Chancengleichheit bestellt werden.

Gewaltprävention und Gewaltschutz

Deckblatt Broschüre Hilfe für Frauen, Kinder und Familien

"Zuhause“, die eigene Wohnung, das ist der Ort von persönlicher Nähe und Intimität, dort erwarten wir Schutz, Sicherheit und Geborgenheit. Doch ausgerechnet dort sind Frauen, Mädchen und Jungen am häufigsten sexualisierter Gewalt und gewaltsamen Übergriffen auf Körper und Seele ausgesetzt.

Neu erschienen

Weitere Informationen, Adressen und Ansprechpersonen finden Sie in der soeben neu erschienenen Broschüre "Hilfe für Frauen, Kinder und Familien nach Gewalttaten", die sich auch in der Abteilung für Chancengleichheit  bestellen können. Die Broschüre ist in der fünften Auflage im Juni 2013 erschienen und erstmals mehrsprachig.

Hinsehen – Helfen – Hilfe holen


Das bedeutet die Anzeichen von Misshandlungen  nicht zu „übersehen“, Anteilnahme zu zeigen ohne sich unaufgefordert einzumischen, Unterstützung anzubieten, den Opfern beispielweise Adressen von Frauenhäusern, Beratungsstellen, Hilfsdiensten zu  nennen - zu helfen ohne sich selbst in Gefahr zu bringen. Auch als unterstützende Person können Sie sich an Fachberatungsstellen wenden, um sich über das eigene weitere Vorgehen beraten zu lassen.
Wenn Sie jedoch direkt Zeuge oder Zeugin von Gewalt werden, etwa weil Sie Schmerzensschreie  hören – rufen Sie die Polizei. Sie können das, was sie gesehen oder gehört haben, als Zeugin oder Zeuge zu Protokoll geben.

Sie sind nicht allein, lassen Sie sich helfen und unterstützen!

Geschlechtsspezifische Gewalt basiert auf einem sozialen Machtgefälle und einer gesellschaftlichen Rollenzuweisung. Das Gewaltschutzgesetz des Bundes (Gesetz zur Verbesserung des zivilgerichtlichen Schutzes bei Gewalttaten und Nachstellungen sowie zur Erleichterung der Überlassung der Ehewohnung bei Trennung) ist am 01. Januar 2002 in Kraft getreten. Den Gesetzestext können Sie im Internet herunterladen.

Das Gewaltschutzgesetz regelt:

  • Die Wegweisung des Täters aus der gemeinsamen Wohnung
  • Die Wohnungsüberlassung für Betroffene mit ihren Kindern
  • Die Möglichkeit von Schutzanordnungen und Eilschutzanordnungen (einstweilige Verfügung) die dem Täter ein Betretungsverbot, ein Näherungsverbot und/oder ein Kontaktverbot auferlegen können.

Der Hessische Präventionsrat arbeitet an der Umsetzung eines Landesaktionsplanes, damit das Bundesgesetz erfolgreich und koordiniert in Hessen umgesetzt werden kann.

Leitlinien für die institutionelle Kooperation

Leitlinien für die institutionelle Kooperation bei der Vermutung von sexualisierter Gewalt an Mädchen und Jungen - vom Februar 2011
Schutz und Hilfe für Opfer von sexualisierter und/ oder häuslicher Gewalt zu gewähren und auch die Täter nicht aus dem Blick zu verlieren, gehört zu den anspruchsvollen Aufgaben, denen sich die regionalen Fachberatungsstellen des Deutschen Kinderschutzbundes Darmstadt e.V., Wildwasser Darmstadt e.V., Frauen helfen Frauen e.V. Beratungsstelle des Frauenhauses Dieburg, Frauen-Räume Fachberatungsstelle des Frauenhauses Darmstadt, Pro Familia Darmstadt sowie der Städtische Sozialdienst der Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Abteilung Jugendhilfe des Landkreises Darmstadt-Dieburg gegenüber sehen.
Die nun erarbeiteten und veröffentlichten Leitlinien haben wir als hier für Sie bereitgestellt.

Veröffentlichungen zum Thema Gewaltschutz