Der Dr. Dagmar Morgan Preis

Foto: Dr. Dagmar Morgan


Die feierliche Preisvergabe des Dr. Dagmar Morgan Preises fand am 18. März 2016 in Pfungstadt statt. Nähere Informationen finden Sie auf der neuen Webseite.

Zehn Autorinnen, Slam-Poetinnen, Blogerinnen hatten sich für die fünfte Preisverleihung des Dr. Dagmar-Morgan-Preis beworben. 2016 hieß sein Schwerpunkt „Druckerschwärze und Pixelflimmern. Dagmar-Morgan-Preis für schreibende Frauen im Landkreis Darmsatdt-Dieburg“.

Der Dagmar-Morgan-Preis wurde in drei Kategorien verliehen.

In der Kategorie Druckerschwärze ging der Preis an die „Wortstellerin“ Iris Welker-Sturm. Sie hat die Jury mit ihrer langjährigen, interdisziplinären, vernetzten und künstlerischen Vielfalt überzeugt. Mit ihren literarischen Texten bringt sie die Gedanken und Einstellungen von ausgetretenen patriarchalischen Wegen aus der Spur, besser als so manche Diskussion und gesetzliche Regelung.

In der Kategorie Pixelflimmern dürfen sich die Mitstreiterinnen von femstern freuen. Femstern ist ein Blog, ein Debattenmagazin und eine feministische Gruppe, die seit Gründung 2014 immer weiter wächst. Die jungen Frauen nehmen Diskri-
minierung und Alltagssexismus nicht länger hin und schaffen deswegen für das
Thema Feminismus einen öffentlichen – virtuellen – Raum.

Die Jury hat sich entschieden, dem nicht kommerziellen Frauenmagazin MATHILDE den Ehrenpreis in der Kategorie Druckerschwärze zu verleihen. Seit 1992 erscheint MATHILDE zweimonatlich, von einem ehrenamtlichen Redaktionsteam mit Frauen aller Altersgruppen erstellt. MATHILDE berichtet über das, was Frauen jenseits des herrschenden Mainstreams interessiert und betrifft und legt den Fokus auf Frauen, die ihre eigenen Wege gehen, unabhängig von gängigen Meinungen und Vorstellungen.
Zur Jury gehörten Agnes Schmidt von der Luise-Büchner-Gesellschaft e.V. Darmstadt, Monika Abendschein vom Büro für Chancengleichheit des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Sabine Heilmann, Frauenbeauftragte der Stadt Pfung-stadt, Doris Kilb, Frauenkommission Darmstadt-Dieburg und  Linda Kagerbauer, Vorstandsfrau LAG Mädchenpolitik in Hessen e.V.,ju*_fem_netz.

Sponsoren waren in diesem Jahr die Familie Morgan, die Sparkasse Dieburg, die Stadt Pfungstadt, die Volksbank Pfungstadt und das Büro für Chancengleichheit des Landkreis Darmstadt-Dieburg.   

Dr. Dagmar-Morgan-Preis 2012

Der Dr. Dagmar-Morgan-Preis des Jahres 2012 wurde verliehen für den Bereich "Förderung von Frauen und Mädchen im Bereich der Informationstechnologie (IT) / Neue Medien". Die Preisverleihung fand im Rahmen des Internationalen Frauentages am 8. März im Scheunensaal der Hammermühle Ober-Ramstadt statt.

Erster Platz
Forum Beruf, Karriere, Zukunft e.V. in Kooperation mit der TU-Darmstadt, Fachbereich Informatik für das Projekt LanParty Girls only 2011 – die coole Nacht der Informatik nur für Mädchen
LanParty Girls only ist ein niedrigschwelliges ITAngebot, bei dem Mädchen und junge Frauen spielerisch und mit Spaß ihre Computerfähigkeiten ausbauen können und „so ganz nebenbei” etwas über zukunftsträchtige IT-Berufe erfahren. Bei diesem Projekt werden junge Mädchen frühzeitig und in altersgerechter Weise angesprochen und dazu motiviert, sich mit den Bereichen Informations- und Computertechnik auseinander zu setzen und Vorurteile gegenüber den oft als „unweiblich“ geltenden und mit ihrem weiblichen Selbstverständnis unvereinbaren Berufen abzubauen.

Zweiter Platz
BAFF-Frauen-Kooperation gGmbH
BAFF-Frauen-Kooperation gGmbH hat sich besonders die Ausbildungs- und Beschäftigungsförderung von gering qualifizierten und/oder benachteiligten Frauen und Migrantinnen zum Ziel gesetzt.
Da eine fundierte Ausbildung eine der wichtigsten Voraussetzungen für die berufliche Zukunft auf dem ersten Arbeitsmarkt ist, wurde ein außerbetriebliches Ausbildungsprojekt im Bereich Mediengestaltung Digital und Print konzipiert.
Durch unterstützende Maßnahmen wie sozialpädagogische Begleitung, Sprachförderung, die Vermittlung interkultureller Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen sowie der Kooperation mit vielen Praktikumsbetrieben, konnten in dieser Frauenkooperative auch junge Frauen mit schlechteren Ausgangsbedingungen erfolgreich eine Ausbildung abschließen und mehrheitlich in eine Anschlussarbeitsstelle vermittelt werden.