Aufenthaltsregelung ausländischer Personen

Das Aufenthaltsgesetz sieht verschiedene Formen der Aufenthaltstitel in der Bundesrepublik Deutschland vor. Gleichzeitig bietet es auch die rechtliche Handhabe illegale Aufenthalte in der Bundesrepublik zu beenden (sog. "Ausweisung" und/oder "Abschiebung").

Dabei wird zwischen EU- und Nicht-EU-Ausländerinnen und -Ausländern unterschieden, die sich zum Beispiel als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Familienangehörige, Asylbewerberinnen und Asylbewerber oder als Asylberechtigte im Land aufhalten.

Für die Einreise in das Bundesgebiet können Visa erforderlich sein, wobei hier unterschieden wird, in kurzfristige Besuchsaufenthalte ( bis maximal 3 Monate ) und längerfristige Aufenthalte von mehr als 3 Monaten oder zur Arbeitsaufnahme. Bei längerfristigen Aufenthalten ist ein entsprechender Visumantrag bei der Deutschen Botschaft oder beim zuständigen Generalkonsulat im Heimatland zu stellen. Bei Besuchsaufenthalten kann es erforderlich sein, dass bei der Visumbeantragung eine entsprechende Einladung und Verpflichtungserklärung bei der Deutschen Auslandsvertretung vorgelegt werden muss. Durch diese Erklärung verpflichtet sich die Gastgeberin oder der Gastgeber zur Übernahme aller Unterbringungs-, Verpflegungs- und möglicher Rückreisekosten. Das entsprechende Formblatt hält die Ausländerbehörde vorrätig. Zur Beglaubigung sind ein Lichtbildausweis sowie die drei letzten Verdienstabrechnungen vorzulegen.

Die neuen Regelungen, die mit dem Zuwanderungsgesetz zum 1. Januar 2005 eingeführt werden, stellt die Internetseite der Bundesregierung vor.

Ukraine

Wichtige Informationen für aus der Ukraine Vertriebene

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg unterstützt alle Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind. Auf Grund der Aktivierung der sogenannten Massenzustromrichtlinie auf EU-Ebene können ukrainischen Vertriebenen eine Aufenthaltserlaubnis zum vorübergehenden Schutz für ein Jahr durch den Fachbereich Ausländerwesen ausgestellt werden. Es muss hierfür kein Asylantrag gestellt werden, lediglich die Vorlage des ukrainischen Reisepass oder Ausweis ist erforderlich. Bitte melden Sie schnellstmöglich Ihren Wohnsitz bei dem zuständigen Einwohnermeldeamt an, damit ein Aufenthaltstitel zum vorübergehenden Schutz ausgestellt werden kann. 

Zur besseren Organisation und schneller aufenthaltsrechtlicher Hilfe empfehlen wir die Erstregistrierung bei dem Fachbereich Ausländerwesen, damit kurzfristig Kontakt per Telefon oder E-Mail aufgenommen werden kann.

Erstregistrierung für aus der Ukraine Vertriebene

Den Antrag auf Erteilung der Aufenthaltserlaubnis finden Sie hier:

Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels aus humanitären Gründen

FAZIT:

Folgende Schritte sind in der genannten Reihenfolge für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis:

1. Anmeldung beim Einwohnermeldeamt Ihrer Kommune

2. Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis bei der Ausländerbehörde des Landkreises Darmstadt-Dieburg (Erstregistrierungslink).

Bei Rückfragen stehen wir unter Telefonnummer 06151 / 881-2030 oder  Auslaenderamt@remove.this.ladadi.de zur Verfügung. 

Deutsch-Kurse für Ausländerinnen und Ausländer

Für die Teilnahme am öffentlichen Leben, den Kontakt mit Nachbarn aber auch zur Erledigung von Behördenbesuchen sind grundlegende deutsche Sprachkenntnisse für Ausländerinnen und Ausländer unerlässlich.

Die Volkshochschule des Landkreises Darmstadt-Dieburg bietet dazu regelmäßig Kurse an.

Kennen Sie ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger, Kolleginnen und Kollegen oder andere Eltern, die ihre Sprachkenntnisse gerne verbessern würden? Dann weisen Sie diese doch auf die Angebote der Volkshochschule hin. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen auch gerne bei der Auswahl der geeigneten Kurse.