Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) im Landkreis Darmstadt-Dieburg

In der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) wird die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung gefordert.
Es geht darum, Strukturen möglichst so zu verändern, dass der Zugang für Menschen mit Behinderung zur Bildung, zum Arbeitsmarkt, zu Wohnmöglichkeiten, zum öffentlichen Nahverkehr, zu Freizeitangeboten, kulturellen Veranstaltungen und zum Gesundheitssystem inklusiv, gemeinsam mit Menschen ohne Behinderung gestaltet werden kann.

Der Kreistag des Landkreises Darmstadt-Dieburg hat 2017 beschlossen einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK im Landkreis Darmstadt-Dieburg zu erarbeiten. Zudem sollen bereits bestehende Projekte, die sich mit der Umsetzung der Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen beschäftigen, bekannt gemacht und unterstützt werden.

Mit der eingerichteten Projektstelle zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention für den Landkreis soll insbesondere die Erstellung eines Aktionsplans für den Landkreis Darmstadt-Dieburg erreicht werden. Ziel des Aktionsplans ist es, mehr Teilhabemöglichkeiten für die Menschen im Landkreis herzustellen. Dafür müssen Bedingungen geschaffen und Strukturen verändert werden. Überall dort, wo Menschen im Landkreis Darmstadt-Dieburg aufgrund ihrer Behinderung, ihrer Sprache, ihres Migrationshintergrundes oder ihres Bildungsabschlusses ausgeschlossen werden, sollen Strukturen geschaffen werden, damit alle gemeinschaftlich, individuell und selbstbestimmt miteinander leben können.

Die Erarbeitung des Aktionsplans soll in einem breitgefächerten Beteiligungsverfahren gemeinsam mit den zuständigen Stellen sowie den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises erfolgen. Es wird begrüßt, wenn sich bei der Erstellung und vor allem bei der darauffolgenden Umsetzung des Aktionsplans auch Menschen engagieren, die bislang noch nichts mit dem Thema zu tun hatten. 

Am 4. Dezember 2018 fand die Auftaktveranstaltung zur Erstellung des Aktionsplans für die Umsetzung der UN-BRK im Landkreis Darmstadt-Dieburg im Kreishaus in Darmstadt/Kranichstein statt. Eine Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.

Ergebnispräsentation der Arbeitsgruppen des Beteiligungsverfahrens

Unter dem Motto "Blick zurück nach vorn" - Was haben wir erarbeitet und wie geht es damit weiter?" präsentierten am 26. November 2019 die sieben Arbeitsgruppen des Beteiligungsverfahrens zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) im Landkreis ihre Ergebnisse.

Prof. Dr. Albrecht Rohrmann von der Universität Siegen erläuterte eingangs, warum die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auch eine kommunale Aufgabe ist. Denn ob beispielsweise ein Kind mit Behinderung eine Schule besuchen könne, entscheide sich vor Ort.

Insgesamt 86 konkrete Maßnahmen in den Bereichen "Erziehung und Bildung", "Arbeit und Beschäftigung", "Gesundheit", "Sport, Kultur und Freizeit", "Wohnen", "Mobilität" sowie "Kommunikation" wurden innerhalb eines Jahres entwickelt und nun vorgestellt.

Ein Wegweiser für barrierefreie Arztpraxen im Landkreis Darmstadt-Dieburg beispielsweise würde dafür sorgen, dass Menschen mit Behinderung leichter eine auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Arztpraxis finden. Eine Arbeitgeberfachberatung etwa könnte dazu beitragen, dass Unternehmen zentrale Informationen und Anlaufstellen zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung erhalten und sich besser vorbereitet fühlen.

An den Arbeitsgemeinschaften beteiligten sich neben Vertreterinnen und Vertretern der Kreisverwaltung, Städte und Gemeinde, Vereinen und Verbände auch zahlreiche Privatpersonen. Über 100 Menschen haben mitgewirkt.

Im Frühjahr 2020 soll vom Kreistag über die vorgeschlagenen Maßnahmen entschieden werden.    

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Kreishaus Darmstadt
 
Frau Wurzel
Projekt "Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK)"
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