Bericht zur Sozialen Lage im Landkreis Darmstadt-Dieburg

Das rote Cover des Berichtes zur Sozialen Lage im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Cover des Berichtes zur Sozialen Lage im Landkreis Darmstadt-Dieburg

Der im Auftrag des Kreistages erstellte erste Bericht zur Sozialen Lage im Landkreis Darmstadt-Dieburg gibt einen umfassenden Überblick über die unterschiedlichen Lebenslagen und Lebenssituationen der Bevölkerung im Kreisgebiet.

Der Bericht weist nach, dass im Landkreis Darmstadt-Dieburg sehr wohl Armut anzutreffen ist, Armut in unterschiedlichen Ausprägungen. Er begründet, dass auch der Landkreis Darmstadt-Dieburg sich Problemen des demografischen Wandels stellen muss. Und er bestätigt, dass es innerhalb der Bevölkerung des Landkreises soziale Unterschiede gibt. Trotz der guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Kreises lebt eine beträchtliche Anzahl von Familien und Kindern im Kreis, die vom gesellschaftlichen Wohlstand nur bedingt partizipieren.

Der mit knapp 450 Seiten sehr umfangreiche Bericht enthält eine Fülle empirischer Daten und Informationen auf Kreisebene und auf Gemeindeebene, wobei immer wieder der Vergleich zur Landesebene gezogen wird.

Er zeigt auf, dass es gravierende Unterschiede im Bildungsstand von Schülerinnen und Schülern gibt. Der Bericht spricht die Benachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund an und stellt fest, dass die soziale Segregation von Schülerinnen und Schülern sich auch durch das Bildungssystem im Landkreis Darmstadt-Dieburg zieht.

Bericht zur Sozialen Lage im Landkreis Darmstadt-Dieburg

Zusammenfassung der Ergebnisse

Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse mit weiterführenden Überlegungen von Prof. Dr. Hanesch, Hochschule Darmstadt

Der im September 2010 vorgelegte „Bericht zur sozialen Lage im Landkreis Darmstadt-Dieburg“ untersucht die Entwicklung der sozialen Lagen im Kreisgebiet im Zeitraum 2005 bis 2008. Anlässlich des „Europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung“ verfolgt der Bericht das Ziel, einen Überblick zu geben über die Entwicklung und Verteilung von Armut und Reichtum im Untersuchungszeitraum.

Zusammenfassung der zentralen Inhalte von Prof. Dr. Walter Hanesch

Konferenzen "Wege aus der Armut" - Beteiligungsprozess zur Erarbeitung eines Handlungskonzeptes

Das Risiko, von gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten ausge­schlossen zu sein, ist abhängig von der Lebenslage eines Menschen und bezieht sich umfassend auf öko­nomische, soziale, kulturelle und politische Aspekte. Dies macht deutlich, dass die Ursachen von Armut und sozialer Ausgrenzung vielschichtig und komplex sind. Daher setzen wirksame Strategien zur Armutsbekämpfung auf unterschiedlichen Handlungsebenen an und beziehen eine Vielzahl von gesellschaftlichen und politischen Akteuren ein.

Flyer mit Hinweis auf den Beteiligungsprozess an einem Handlungskonzept zur Armutsbekämpfung im Landkreis-Darmstadt-Dieburg

Auftaktkonferenz am 23. Mai 2011 im Kreishaus, Darmstadt-Kranichstein

Mit der Auftaktkonferenz "Wege aus der Armut" wird eine fünfteilige Veranstaltungsreihe eingeleitet, die sich - ausgehend von den zentralen Problemstellungen - mit unterschiedlichen Facetten von Armut und Bausteinen für ein Handlungskonzept gegen Armut beschäftigt.

Flyer der Auftaktkonferenz

Vortrag von Rita Weirich, Jugendhilfeplanerin, Landkreis Darmstadt-Dieburg

Protokoll

Konferenz Arbeitsmarkt und Armut am 6. Juni 2011 im Kreishaus, Darmstadt-Kranichstein

Fehlende oder unzureichende Teilnahme am Arbeitsmarkt stellt seit Jahren die Hauptursache für Armut in Deutschland dar.

Im Fokus dieser Konferenz stehen daher Problemstellungen und Lösungsmöglichkeiten bei der beruflichen und sozialen Integration von Erwerbsfähigen und ihren Angehörigen, die auf die Grundsicherung für Arbeitssuchende angewiesen sind. Ausgehend von den Erfahrungen und Kenntnissen der Teilnehmer/-innen sollen Ideen entwickelt werden, wie durch den zielgenauen Einsatz vorhandener Instrumente oder neuer Instrumente und Handlungsansätze das Ziel erreicht werden kann, die ökonomische und soziale Lage der Betroffenen zu verbessern.

Flyer der Konferenz "Arbeitsmarkt und Armut"

Vortrag von Rita Weirich, Jugendhilfeplanerin, Landkreis Darmstadt-Dieburg

Protokoll

Konferenz Bildung und Armut am 15. August 2011 im St. Josephshaus Klein-Zimmern, Burgstraße 5, 64846 Groß-Zimmern

In kaum einem Land ist der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungsbeteiligung beziehungsweise Schulerfolg so stark wie in Deutschland. Kinder aus armen Elternhäusern werden bereits durch vorschulische Förderangebote weniger erreicht, können in der Grundschule kaum mithalten, sind in weiterführenden Schulen unterrepräsentiert und verlassen das Schulsystem mit niedrigem oder gar keinem Abschluss. Dadurch sind Probleme beim Berufseinstieg und der Weg ins berufliche und soziale Abseits vorprogrammiert.

In dieser Konferenz sollen unter breiter Beteiligung von Fachkräften die Möglichkeiten und Wege ausgelotet werden, wie die Bildungs- und Teilhabechancen von armen und benachteiligten Kindern und Jugendlichen gefördert werden können.

Flyer der Konferenz "Bildung und Armut"

Vortrag von Rita Weirich, Jugendhilfeplanerin, Landkreis Darmstadt-Dieburg

Protokoll

Konferenz Gesundheit und Armut am 2. September 2011 im St. Josephshaus Klein-Zimmern, Burgstraße 5, 64846 Groß-Zimmern

Familien, die von Armut betroffen sind, tragen erhöhte gesundheitliche Risiken. Insbesondere die Chancen gesund aufzuwachsen, sind nicht für alle Kinder gleich. Gesundheit ist daher eines der wichtigsten Zukunftsthemen in unserer Gesellschaft, sowohl aus der Perspektive des einzelnen Menschen als auch aus dem Blickwinkel der Gesamtgesellschaft.

Ziel der Konferenz ist es, ein System aufeinander abgestimmter Hilfsangebote für Familien aus sozial benachteiligten Schichten zu schaffen.

Flyer der Konferenz "Gesundheit und Armut"

Vortrag von Rita Weirich, Jugendhilfeplanerin, Landkreis Darmstadt-Dieburg

Protokoll

Abschlusskonferenz Kinderarmut am 24. Oktober 2011 im Kreishaus, Darmstadt-Kranichstein

Durch Armut im Familien- und Haushaltskontext sind Kinder und Jugendliche mit betroffen. So laufen sie Gefahr, in ihrer materiellen, sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Lage beeinträchtigt zu werden. Zugleich werden ihre Bildungs-, Teilhabe- und Entwicklungschancen nachhaltig in Frage gestellt. Das Auftreten von Kinderarmut stellt somit eine Herausforderung von besonderer Dringlichkeit für den Sozialstaat dar.

In Ergänzung zu den thematischen Fachkonferenzen und den Regionalkonferenzen steht auf der Abschlusskonferenz das Problem der Kinderarmut im Mittelpunkt.

Flyer der Abschlusskonferenz "Kinderarmut"

Vortrag von Rita Weirich, Jugendhilfeplanerin, Landkreis Darmstadt-Dieburg

Vortrag von Annette Berg, Fachbereichsleiterin Kinder, Jugend und Familie, Stadt Monheim

Protokoll

Regionalkonferenz Babenhausen am 12. November 2011 in der Joachim-Schumann-Schule, Bürgermeister-Willand-Straße 1, 64832 Babenhausen

Babenhausen ist eine soziale Stadt, die sich der Verantwortung gegenüber benachteiligten Menschen bewusst ist. Gemeinsam mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg soll ein Handlungskonzept zur Armutsbekämpfung und zur Stärkung der sozialen Integration entwickelt werden. Im Rahmen dieser Regionalkonferenz sollen Möglichkeiten und Wege aufgezeigt werden, welche die Bildungs- und Teilhabechancen der Menschen in Babenhausen fördern.

Flyer der Regionalkonferenz in Babenhausen

Vortrag von Rita Weirich, Jugendhilfeplanerin, Landkreis Darmstadt-Dieburg und Jutta Krüger, Stadt Babenhausen

Protokoll

Regionalkonferenz Pfungstadt am 2. Dezember 2011 in der Wilhelm-Leuschner-Schule, Christian-Stock-Straße 2, 64319 Pfungstadt

Migrantinnen und Migranten als Experten ihrer Lebenssituation

Im Mittelpunkt dieser Regionalkonferenz steht die Lebenssituation von Menschen mit Migrationshintergrund. Zahlreiche Studien belegen, dass Menschen mit Migrationshintergrund beim Zugang zu Bildung und Arbeit weiterhin benachteiligt sind. Dies führt dazu, dass sie häufiger von Armut betroffen sind. Die Fragen, die den Lebensalltag von Menschen mit Migrationshintergrund betreffen, stehen deshalb im Mittelpunkt dieser Konferenz. Ziel ist es, die soziale Situation von Migrantinnen und Migranten in der Stadt zu verbessern.

Flyer der Regionalkonferenz in Pfungstadt

Vortrag von Rita Weirich, Jugendhilfeplanerin, Landkreis Darmstadt-Dieburg

Protokoll