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Vernissage von Kunstwerken am UNESCO Welterbe Grube Messel

14.09.2020

Darmstadt-Dieburg – Am Sonntag (13.) hat Landrat Klaus Peter Schellhaas, der auch Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe Darmstadt-Dieburg ist, die Vernissage von Kunstwerken am UNESCO Welterbe Grube Messel eröffnet.

Dabei handelt es sich um drei Skulpturen, die im Rahmen des Regionalbudgets mit 16.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) von der Lokalen Aktionsgruppe Darmstadt-Dieburg gefördert werden. "Drei regionale Künstler haben sich mit der 45 Millionen Jahre alten Geschichte der Grube auseinandergesetzt und drei Kunstwerke geschaffen. Drei beeindruckende Künstlerinnen und Künstler, die an einem so besonderen und geschichtsträchtigen Ort, wunderbare Kunstwerke geschaffen haben, die sich in die Natur und diesen Ort einfügen", so Landrat Klaus Peter Schellhaas.

Im Rahmen der GAK erhält die LEADER-Region Darmstadt-Dieburg bis zu 200.000 € Fördermittel vom Bund und Land Hessen für kleine Projekte zwischen 1.000 und 20.000 Euro. Das Projekt „Kunst/Wald/Fossil“ - ist ein Vorhaben der  Welterbestätte Grube Messel, des Global Geoparks Bergstraße-Odenwald und des Vereins für Internationale Waldkunst. Die "Seele" und Kuratorin des Projekts ist Frau Ute Ritschel.

Die Grube Messel feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen als UNESCO Welterbe. Der Verein für Internationale Waldkunst hat großes Interesse durch seine Erfahrungen auf dem Waldkunstpfad mit wachsenden Publikumszahlen in Messel durch Kunstwerke, die Natur und Kunst verbinden, neue Einsichten zu vermitteln und die Attraktivität dieses wichtigen naturhistorischen Ortes in der Region zu steigern.

Deshalb plante der Verein anlässlich des 10. Waldkunstpfades erstmals ein verbindendes Projekt in der Region. Sowohl drei Kunstwerke mit Bezug zur Fossilienfundstätte als auch drei mit Bezug zum Darmstädter Wald wurden speziell für den jeweiligen Ort geschaffen. Die Mitwirkung von Besuchern und Gruppen - Kleinen wie Großen - ist ausdrücklich erwünscht und in Form von Workshops eingeplant.

Das Kunstprojekt "Errichten von Skulpturen Kunst/Wald/Fossil" für die Welterbestätte Grube Messel fördert die beiden genannten Zielsetzungen des Regionalbudgets - Kulturangebote und Angebote für Kinder und Jugendliche zu schaffen - auf vorbildliche Weise und hat im Ranking aller 30 eingereichten Projekte die Höchstpunktzahl erhalten.

Die Gesamtinvestition umfasst 20.000 Euro brutto. Die Förderquote beträgt 80Prozent der förderfähigen Bruttokosten. Somit konnten für die Realisierung des Vorhabens Zuwendungen in Höhe 16.000 Euro gewährt werden.

Die Werke der Künstlerinnen und Künstler

Barbara Beisinghoff (Arbeitstitel für Messel: „Aus der Tiefe zum Licht“) wird für jeden Ort ein spezielles Canopy erstellen. Ein Tor besteht aus 7 Kupfer- oder Messingplatten. Die Lochmotive entdeckt man, wenn man darunter steht. Die Motive für Messel sind Umrisse der fossilen Pflanzen, Insekten und Vögel. Barbara Beisinghoff war 1988  die erste Frau, die den Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis des Landkreises Darmstadt-Dieburg für Kunst bekommen hat (1988).

Roger Rigorth (Arbeitstitel für Messel: „Fossilienstele“) entwickelt eine 6-7m hohe Säule in Form eines Fossils aus Holz und Korbgeflecht, ähnlich der urzeitlichen Fauna im Museum. Die Installation wird von Kinder- und Erwachsenengruppen mitgebaut. Die Körpersegmente haben eine korbartiges Aussehen und die verbindenden Holzelemente wirken wie Knochen. Roger Rigorth ist einer der Initiatoren des zum ArtHaus verwandelten Rathauses in Münster-Altheim, das ebenfalls mit Mitteln für den ländlichen Raum aus dem LEADER-Programm gefördert wurde.

Waltraud Munz (Arbeitstitel: „Phyton“) gestaltet für jeden Ort ein gleichartiges BankART Projekt aus Holz, das zwischen 2,50 bis 5 m lang sein kann. Die skelettartige Struktur wurde inspiriert von den Fossilienfunden in Messel.

 

ladadi

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