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Katastrophenschutz

Landrat Schellhaas: „Wir sind handlungsfähig“

06.01.2026

Darmstadt-Dieburg. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg ist beim Katastrophenschutz gut aufgestellt. Gleich mehrere Faktoren stützen diese Aussage: Zum einen ist das neue Katastrophenschutzlager in Modautal nun fertiggestellt und in den kommenden Wochen werden Ausrüstungen für Notunterkünfte, Feldbetten oder medizinisches Material von Reinheim dorthin umgezogen. Zum anderen hat eine Überprüfung des Rechnungshofes Hessen ergeben, „dass wir gut aufgestellt sind“, wie Kreisbrandinspektor Matthias Maurer-Hardt es ausdrückt. Überprüft wurden sechs hessische Landkreise, in Darmstadt-Dieburg war alles in Ordnung. Der dritte Baustein ist ein landesweites Schulungsprogramm des Landes Hessen, das am 16. und 17. Januar mit einer sogenannten Stabsrahmenübung endet. Nach zwei Jahren Schulung wird ein Szenario durchgespielt, um zu testen, wie erfolgreich die Schulung war.

„Wir sehen gerade in Berlin, wo zehntausende Haushalte seit Tagen ohne Strom sind, wie wichtig es ist, dass wir einen gut funktionierenden Katastrophenschutz haben“, sagt Landrat Klaus Peter Schellhaas, „und wir sind dem Land Hessen auch dankbar für dieses Schulungsangebot, das wir gerne angenommen haben. Denn Katastrophenschutz ist per Gesetz Aufgabe der Landkreise.“

Die Schulung galt Katastrophenschutz- und Verwaltungsstäben, um in Krisen flächendeckend die Handlungsfähigkeit zu verbessern. „Im Großen und Ganzen geht es darum, Aufgabenbereiche präzise abzugrenzen und die notwendigen Strukturen und die nötige Ausstattung auf allen Ebenen vorzuhalten“, erklärt Matthias Maurer-Hardt. Neun Module wurden absolviert, darunter auch Fragestellungen wie das Arbeiten unter Druck oder der professionelle Umgang mit Krisensituationen. 

Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Ausbildung von Multiplikatoren, die die kreisangehörigen Gemeinden bei Aufbau und Schulung ihrer Verwaltungsstäbe unterstützen. Verantwortlich für die Umsetzung seien aber die Kommunen selbst, betont Maurer-Hardt. „Das gilt auch für Rahmeneinsatzkonzepte etwa bei Stromausfall oder Unwetter.“ Auf Kreisebene könne er jedoch mit ruhigem Gewissen sagen, dass sowohl der Verwaltungsstab, der im Krisenfall die administrative Seite übernimmt und der Katastrophenschutzstab, der für die operativ-taktische Seite zuständig ist, arbeitsfähig seien.

„Wir nehmen das Thema Katastrophenschutz sehr ernst“, betont Landrat Schellhaas. Und auch das Gefahrenabwehrzentrum, das in Roßdorf an der Bundesstraße 38 entstehen soll, sei weiterhin ein zentraler Baustein. „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, betont Schellhaas: „Die Planungen laufen im Hintergrund weiter, wir sind nach wie vor an dem Thema dran. Es ruht nicht in einer Schublade.“ Bis zur Realisierung sei es aber essenziell, immer auf der Höhe der Entwicklungen zu sein. „Eine Botschaft ist wichtig“, so der Landrat: „Wir haben einen Katastrophenschutz im Landkreis, der auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet ist. Wir sind handlungsfähig.“

tb

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