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Viele Einsätze in der Silvesternacht: Feuerwehren und Rettungsdienste stark gefordert

02.01.2026

Darmstadt-Dieburg. Mit Sirenen statt Sektgläsern begann für viele Einsatzkräfte im Landkreis Darmstadt-Dieburg das neue Jahr. Während zahlreiche Menschen den Jahreswechsel feierten, arbeiteten Feuerwehren und Rettungsdienste nahezu pausenlos. Zwischen Dienstagabend, 18 Uhr, und Mittwochmorgen, 8 Uhr, gingen bei der Zentralen Leitstelle in Dieburg insgesamt 191 Notrufe und Hilfeersuchen ein. Um das erhöhte Einsatzaufkommen bewältigen zu können, war die Leitstelle personell verstärkt worden.

Besonders die ehrenamtlichen Feuerwehren waren in dieser Nacht gefragt. Zu 28 Einsätzen rückten die Kräfte im Kreisgebiet aus, überwiegend wegen kleinerer Brände. Brennende Mülltonnen, Feuerwerksreste sowie Feuermeldungen in oder an Wohnhäusern bestimmten das Geschehen. Trotz der Vielzahl an Einsätzen blieb es glücklicherweise ohne Verletzte. Neben den Bränden wurden die Einsatzkräfte auch zu Hilfeleistungen sowie medizinischen Notfällen oder Verkehrsunfälle gerufen.

Bereits in den Morgenstunden des Silvestertages hatte ein größerer Brand in einem Gewerbebetrieb in Bickenbach die Feuerwehren im südlichen Kreisgebiet stark beansprucht. In der eigentlichen Silvesternacht konnten jedoch größere Sachschäden vermieden werden. Die Ursachen der Brände sowie mögliche Schadenshöhen sind derzeit Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

Im Einsatz waren Feuerwehren aus zahlreichen Kommunen des Landkreises, darunter Babenhausen, Bickenbach, Dieburg, Griesheim, Groß-Umstadt, Messel, Mühltal, Münster, Ober-Ramstadt, Pfungstadt, Reinheim, Roßdorf, Seeheim-Jugenheim und Weiterstadt.

Auch der Rettungsdienst war in der Silvesternacht stark gefordert. Vorsorglich war die Zahl der eingesetzten Rettungsmittel gegenüber einer regulären Mittwochnacht erhöht worden. Dennoch wurden die Rettungskräfte im genannten Zeitraum zu 97 Einsätzen alarmiert. Ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren.

Landrat Klaus Peter Schellhaas sprach den Einsatzkräften seinen ausdrücklichen Dank aus. „Mein Dank und meine Anerkennung gelten allen ehrenamtlichen Einsatzkräften, den Mitarbeitenden des Rettungsdienstes sowie den Hilfsorganisationen. Sie haben auch in dieser arbeitsintensiven Nacht mit großem Engagement und hoher Professionalität für die Sicherheit der Menschen im Landkreis gesorgt“, betonte Schellhaas. Auch Kreisbrandinspektor Matthias Maurer-Hardt zog eine positive Bilanz: „Die Silvesternacht war für unsere Feuerwehren arbeitsintensiv, aber insgesamt beherrschbar. Entscheidend war das schnelle und koordinierte Vorgehen der Einsatzkräfte, durch das größere Schäden und Personenschäden vermieden werden konnten.“

Ein Blick auf die Jahreszahlen unterstreicht die dauerhafte Belastung der Hilfsorganisationen. Im Jahr 2025 wurden die rund 2.600 ehrenamtlichen Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen in den 72 Einsatzabteilungen der 23 Kreiskommunen zu 2.621 Einsätzen alarmiert. Der Rettungsdienst mit seinen elf Rettungswachen und vier Notarztstandorten bewältigte im selben Zeitraum 54.944 Einsätze. In der Zentralen Leitstelle des Landkreises gingen insgesamt 189.272 Anrufe ein – im Schnitt mehr als 500 pro Tag.

Der Jahreswechsel zeigt damit einmal mehr, wie unverzichtbar das Engagement der vielen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte für die Sicherheit im Landkreis Darmstadt-Dieburg ist.

as

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