Frauengruppe

Gewaltschutz für Frauen

Gewaltschutz für Frauen

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Netzwerk Gewaltschutz

Prävention und Schutz gegen häusliche und sexualisierte Gewalt an Frauen, Mädchen und Jungen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg

Im Netzwerk arbeiten übergreifend in Stadt und Landkreis alle im Gewaltschutz tätigen professionellen Akteurinnen und Akteure, auch die Polizei, zusammen. 

Seit mehr als 25 Jahren arbeitet das Netzwerk daran, Gewaltsituationen durch ein aufeinander abgestimmtes, professionelles, kommunales Hilfesystem optimal aufzugreifen, mit Präventionsarbeit die Entstehung, Verfestigung und Eskalation von sexualisierter und häuslicher Gewalt zu verhindern und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. 

Kontakt für weitere Informationen

  • Organisationsstruktur des Netzwerks

    Auftraggebende sind die Sozial- und Frauendezernentin der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Barbara Akdeniz, der Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Klaus Peter Schellhaas, sowie der Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Südhessen, Björn Gutzeit.
    Die Steuerung und Koordination der Netzwerkaktivitäten obliegt der Geschäftsführung, die die Leiterin des Büros für Chancengleichheit des Landkreises Darmstadt-Dieburg gemeinsam mit der Leiterin des Frauenbüros der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat.

    Organigramm Download

  • Mitglieder im Netzwerk Gewaltschutz

    Geschäftsführung
    • Büro für Chancengleichheit des Landkreises Darmstadt-Dieburg
    • Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt

    Mitglieder
    • Amt für Vielfalt der Wissenschaftsstadt Darmstadt
    • Büro für Migration und Inklusion des Landkreises Darmstadt-Dieburg
    • Darmstädter H!ilfe - Beratung für Opfer und Zeugen in Südhessen e. V.
    • Der Kinderschutzbund Bezirksverband Darmstadt e. V.
    • Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg Täter-Opfer-Ausgleichvermittlungsstelle
    • Diakonisches Werk Darmstadt-Dieburg Frauenübergangswohnhaus
    • Frauen helfen Frauen e. V. Dieburg, Fachberatungsstelle zu Häuslicher Gewalt
    • Frauen- und Kinderschutzhäuser Frauen helfen Frauen e. V.  Dieburg
    • Frauenhaus Darmstadt
    • Frauen-Räume, Fachberatungsstelle des Frauenhauses Darmstadt
    • Horizont e.V., Projekt Oyá
    • Jugendamt des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Allgemeiner Sozialer Dienst
    • Jugendamt/Städtischer Sozialdienst der Wissenschaftsstadt Darmstadt
    • Mäander individuelle Jugendhilfe gGmbH, Fachberatung bei Gewalt im Namen der "Ehre"
    • Netzwerk gegen Gewalt, Regionale Geschäftsstelle Südhessen
    • Polizeipräsidium Südhessen, Stabsbereich E4 - Prävention und Opferschutz
    • pro familia Hessen gGmbH
    • Sozialpädagogische Kooperationsstelle der Stadt Griesheim
    • Wildwasser Darmstadt e. V.

Zahlen – Daten – Fakten

Anlässlich des "Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen" am 25. November veröffentlicht das Netzwerk Gewaltschutz jährlich Zahlen, Daten und Fakten aus unserer Region. 

Zu den Informationen

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  • Häufiger als man denkt!

    Gewalt gegen Frauen ist ein gesamtgesellschaftliches Problem und kein trauriges Einzelschicksal: In Deutschland wird jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer und/oder sexualisierter Gewalt; etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexualisierter Gewalt durch ihren aktuellen oder durch ihren früheren Partner.

  • Worin liegt die Wurzel des Übels „Gewalt gegen Frauen“?

    Gewalt gegen Frauen ist tief verwurzelt in den gesellschaftlichen Vorstellungen (Rollenbildern), wie Frauen und Männer sich zu verhalten haben und ist Ausdruck von fehlender Gleichstellung.
    Jungen lernen nach wie vor schon im Kindesalter, dass Gewalt ein legitimes Mittel zur Durchsetzung ihrer Interessen oder zur Verteidigung ihrer Ehre ist. Männer, die zu Tätern werden, greifen bei Konflikten auf diese früh erlernten Muster zurück.
    Mädchen lernen nach wie vor im Kindesalter, ihre Bedürfnisse zurück zu stellen, sich anzupassen, hilfsbereit zu sein und sich weniger zuzutrauen. Gewalt ist für Mädchen ein Tabu.

    Männliche Überlegenheitsvorstellungen sind ebenso Teil unseres gesellschaftlichen Erbes: bis 1957 gab es im BGB einen „Gehorsamsparagraphen“, der dem Mann in einer Ehe maßgebliche Rechte verbriefte. Das in unserer Gesellschaft noch tief verankerte „Ernährer-Modell“ trägt ebenfalls dazu bei, dass ökomische Abhängigkeiten Männern das Gefühl von Überlegenheit, Macht und Kontrolle in der Beziehung zu ihrer Partnerin geben.

    Frauen werden in unserer Gesellschaft nach wie vor und ganz alltäglich in vielfältigsten Formen abgewertet und als weniger intelligent, weniger durchsetzungsfähig, weniger selbstbewusst, weniger erfolgreich, weniger charismatisch (…) dargestellt.
    Daher nehmen sich Männer das Recht, ihre Partnerinnen zu „erziehen“, zu züchtigen bis hin dazu, ihnen das Recht auf Leben abzusprechen und sie zu töten.
    Deshalb reicht es nicht, Frauen Schutz und Hilfe bei Gewalt zu gewähren. Unsere Gesellschaft muss dahin kommen, dass Männer gar nicht mehr auf die Idee kommen, sie hätten das Recht, sich über Frauen zu erheben. Das Ziel: echte Gleichstellung!

  • Wer oder was kann helfen?

    Es gibt im Landkreis Darmstadt-Dieburg ein eigenes Hilfesystem für Frauen, die von häuslicher oder sexualisierter Gewalt betroffen sind. Ausgebildete Fachberaterinnen arbeiten in Fachberatungs- und Interventionsstellen daran, Frauen in Gewaltbeziehungen beim Ausstieg zu helfen. Es gibt zudem zwei Frauen- und Kinderschutzhäuser, die im Notfall Zuflucht bieten. 
    Zum Hilfesystem

  • Die Istanbul Konvention

    Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (sog. Istanbul Konvention) ist ein internationales Abkommen zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Sie definiert Gewalt gegen Frauen und Mädchen als Menschenrechtsverletzung und als Zeichen der fehlenden Gleichstellung von Frauen und Männern. Die Konvention hat das Ziel, Frauen und Mädchen vor Gewalt zu schützen und die Ursachen der Gewalt zu bekämpfen. Daher ist nicht neben dem Schutz- und Unterstützungssystem die Förderung der Gleichberechtigung eine wesentliche Aufgabe.

    Auch der Landkreis Darmstadt-Dieburg ist zur Umsetzung der Istanbul Konvention auf Kreisebene verpflichtet. 

    Istanbul Konvention Download

Telefon weiss

Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" 116 016

Das Hilfetelefon unterstützt Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte werden anonym und kostenfrei beraten.

Online-Beratung des Hilfetelefons

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