Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)

Das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) regelt, welche Personen, die über keinen festen Aufenthaltsstatus verfügen, einen Anspruch auf Leistungen haben.  

Personen mit folgenden ausländerrechtlichem Status haben einen Anspruch auf Hilfen nach dem AsylbLG:

  • Aufenthaltsgestattung nach AsylG
  • Duldung nach § 60 a AufenthG oder vollziehbar zur Ausreise verpflichtete Personen
  • Aufenthaltserlaubnis gem. §§ 23 (1) und 24 AufenthG wegen des Krieges im Heimatland
  • Aufenthaltserlaubnis nach § 25 (4) Satz 1, (5) AufenthG

Der Fachbereich Zuwanderung und Flüchtlinge des Landkreises ist zuständig für die Leistungsgewährung nach dem AsylbLG.
Darüber hinaus ist der Fachbereich zuständig für die Betreuung und Unterbringung der Geflüchteten in Gemeinschaftsunterkünften.

Für Personen, die nicht zum oben genannten Personenkreis zählen, jedoch finanzielle Hilfe benötigen, ist die Kreisagentur für Beschäftigung bzw. der Fachbereich Soziales, Pflege und Senioren des Landkreises Darmstadt-Dieburg zuständiger Ansprechpartner.

Regelbedarfsstufen (RBS) nach AsylbLG

Stand 01.01.2019

RBS 1 2 3 4 5 6
AsylbLG 354,00€ 318,00€ 284,00€ 276,00€ 242,00€ 214,00€
SGB XII 424,00€ 382,00€ 339,00€ 322,00€ 302,00€ 245,00€

Leistungen für Bildung und Teilhabe

Zum 1. Januar 2011 wurde das Bildungs- und Teilhabepaket eingeführt. Hierdurch sind neue Möglichkeiten zur frühzeitigen Förderung von Kindern - die gemeinsam mit ihren Eltern im Leistungsbezug des SGB II, SGB XII stehen oder Wohngeld und/oder Kinderzuschlag erhalten - entstanden.
Eine Gesetzesänderung zum 1. März 2015 ermöglicht es nun auch allen Kindern von Geflüchteten im Bezug von Leistungen nach dem AsylbLG von dem Paket zu profitieren.

Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets nach § 2 Abs. 1 bzw. § 3 Abs. 3 AsylbLG i. V. m. § 34 ff. SGB XII

Eine Übersicht über alle Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets finden Sie hier.

Änderungen durch das „Starke-Familien-Gesetz“

Unter anderem Folgende Änderungen ergeben sich durch den Beschluss des „Starke-Familien-Gesetzes“ ab 01.08.2019:

Starke-Familien-Gesetz

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales