Reges Interesse an der Erstellung des Radverkehrskonzepts

Bei einem Workshop am 1. Juni 2017 im Kreishaus Darmstadt-Kranichstein konnte Erster Kreisbeigordneter Fleischmann konnte viele Fachkräfte aus den Kommunen und weitere Akteure aus der Region begrüßen.

Frau Wagner vom Büro Radverkehr-Konzept stellte das Zielnetz Alltagsradverkehr 2030 vor und beantwortete Fragen zur Methodik.

Die vom Büro Radverkehr-Konzept aus Frankfurt vorgeschlagenen Maßnahmen wurden anschließend in regionalen Gruppen diskutiert und eine erste Priorisierung vorgenommen.

Die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen werden bei der Erstellung des Maßnahmenpakets eingearbeitet. Dieses wird den Kommunen dann zu einer abschließenden Stellungnahme zugeleitet. Das fertige Radverkehrskonzept wird voraussichtlich bis Ende des Jahres vorliegen.

In regionalen Gruppen fand eine rege Diskussion über einzelne Maßnahmen statt.

Radverkehrskonzept - Beteiligungsprozess geht weiter

Am 23. Februar 2017 fand im Kreishaus Dieburg die Auftaktveranstaltung im Rahmen der Erstellung des Radverkehrskonzepts statt.

In der Auftaktveranstaltung am 23. Februar 2017 unter Beteiligung von Kommunen, benachbarten Kreisen, Fachbehörden und Interessenvertretungen informierte Paul Fremer vom Büro Radverkehr-Konzept (RV-K) über die aktuellen Arbeitsschritte zur Erstellung des Radverkehrskonzepts für den Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Lisa Wagner von RV-K freute sich über die Vielzahl der über die Online-Plattform eingegangenen Meldungen. Die über 700 Hinweise aus der Bevölkerung werden in den nächsten Wochen ausgewertet. Zudem werden die Kommunen aufgefordert, die aus ihrer Sicht wichtigen Maßnahmen zu nennen.

Für den ADFC verdeutlichte Xavier Marc die Wichtigkeit, den Alltagsradverkehr zu fördern. "Die zunehmende Zahl von E-Bikes und Pedelecs erfordert eine Verbesserung der Radinfrastruktur", merkte er an.

Stefan Burger vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung stellte die Aktivitäten des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität vor. So werden in einer AG Nachmobilität Aktionen gebündelt, die sowohl dem Rad- und Fußverkehr als auch dem ÖPNV zugute kommen sollen. "Nahmobilität verbessert die Lebensqualität in den Kommunen und kann einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten", verdeutlichte Burger und begrüßte die Initiative des Landkreises Darmstadt-Dieburg zur Erstellung des Radverkehrskonzepts.

Die Präsentation zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

 

 

Erstellung des Radverkehrskonzeptes - Mitmachen erwünscht

Bei der Erstellung des Radverkehrskonzepts setzt der Landkreis auf das Mitwirken der Bürgerinnen und Bürger. „Als Nutzer der Radwege wissen sie am besten, wo Gefahrenstellen für den Radverkehr liegen, wo es schlecht zu befahrende Streckenabschnitte gibt und wo geeignete Radverbindungen komplett fehlen. Dafür wurde eigens die Internetplattform www.radforum-ladadi.de eingerichtet“.

Bis zum 28. Februar 2017 können mangelhafte oder fehlende Radverkehrsverbindungen sowie Gefahrenstellen in eine interaktive Karte eingezeichnet und kommentiert werden.

Mitmachen erwünscht:  www.radforum-ladadi.de

Die Meldungen fließen direkt in den Planungsprozess mit ein.

Im Herbst 2017 sollen die bis dahin abgestimmten Vorschläge zur Verbesserung der Radfahrbedingungen sowie ein erläuternder Abschlussbericht vorliegen. Die Umsetzung der Maßnahmen könnte anschließend beginnen.

Koordinierung der Konzepterstellung und weitere Informationen:
Kreisausschuss des Landkreises Darmstadt-Dieburg
Fachbereich Wirtschaft, Standort- und Regionalentwicklung
Christine Girschick
Jägertorstraße 207
64289 Darmstadt
Telefon 06151 / 881-1018
radverkehr@remove.this.ladadi.de
www.radforum-ladadi.de

Mit dem Fahrrad besser ans Ziel - Landkreis Darmstadt-Dieburg beauftragt Radewegekonzept

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg hat mit 530 km ausgeschilderten Radrouten das am dichtesten beschilderte Radroutennetz im Bundesgebiet (Länge der beschilderten Radrouten bezogen auf die Fläche). Das Radwegweisungssystem wurde in den Jahren 1999 bis 2002 in Zusammenarbeit mit der Hochschule Darmstadt aufgebaut. Aufgrund der Lage des Landkreises, angrenzend an die Metropolregion 'Frankfurt-Rhein-Main' im Norden, an das Oberzentrum Darmstadt im Westen, an das Oberzentrum Aschaffenburg im Osten und an die Mittelzentren Dieburg und Groß-Umstadt im östlichen Teil des Landkreises, liegen hier wichtige Ziele wie Industrie- und Wirtschaftsstandorte, Wohnquartiere und bedeutende Verkehrsknotenpunkte dicht beieinander. Diese Ziele könnten – entsprechende Infrastruktur vorausgesetzt – schnell, komfortabel und staufrei auch mit dem Fahrrad erreicht werden. Die Fläche im Landkreis Darmstadt-Dieburg ist überwiegend eben, geringe Höhenmeter sind angesichts der fortschreitenden Ausstattung mit e-Bikes überwindbar. Zudem machen Überlegungen zur Verlagerung des motorisierten (Einzel-) Verkehrs gerade bei den aktuellen Verkehrssituationen nach und von Darmstadt in die ländliche Region Darmstadt-Dieburg durchaus Sinn.

Im Landkreis Darmstadt-Dieburg nimmt der Radverkehr schon jetzt eine hohe Stellung ein. Im Alltagsradverkehr werden jedoch andere Ansprüche an eine Strecke gestellt als beim Radfahren in der Freizeit. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg sollen diese verschiedenen Ansprüche untersucht werden, das Potential des umweltfreundlichen, gesundheitsfördernden Verkehrsmittels in der Region Darmstadt-Dieburg herausgearbeitet und die Routen optimiert werden.

Besser mit dem Rad zur Schule, zur Arbeit oder in der Freizeit unterwegs

Durch eine optimierte Infrastruktur für den Radverkehr und öffentlichkeitswirksame Maßnahmen soll die Akzeptanz und Nutzung des Verkehrsmittels Fahrrad deutlich gesteigert werden.

Der Anschluss von wichtigen Einrichtungen (Schulen, Bahnhöfe, wichtige Einkaufsmöglichkeiten, wichtige Arbeitgeber, Arbeitsplatzstandorte, Krankenhäuser bzw. ärztliche Einrichtungen, bedeutende Freizeiteinrichtungen) an das Radverkehrsnetz soll sichergestellt werden. Die Verbindungen zwischen den einzelnen Kommunen des Landkreises und zur Stadt Darmstadt sollen verbessert werden.

Eine Anbindung an überregionale Radrouten und den bereits geplanten Radschnellweg Frankfurt-Darmstadt, der über Neu-Isenburg, Langen, Egelsbach und Erzhausen nach Darmstadt führen soll, soll ermöglicht werden.

Mit der Erstellung des Radverkehrskonzepts wurde im Oktober 2016 das Planungsbüro Radverkehr-Konzept aus Frankfurt beauftragt.

Förderung der Erstellung des Radverkehrskonzepts aus Mitteln des LEADER-Förderprogramms

Mit der Erstellung des Radverkehrskonzeptes wird auch ein Beitrag zur Umsetzung des Regionalen Entwicklungskonzepts (REK) im Handlungsfeld "Mobilität und Arbeit in der Region" geleistet. Für die Arbeiten zur Erstellung des Radverkehrskonzeptes erhält der Landkreis Darmstadt-Dieburg daher auch eine Zuwendung aus Mitteln des LEADER-Förderprogramms.