Unterstützung von Unternehmen bei der Bewältigung der Auswirkungen des Coronavirus

Wichtige Hilfsprogramme

 

Überbrückungshilfe für betroffene Unternehmen

Nach der Corona-Soforthilfe wurde eine weitere wichtige Unterstützungsmaßnahme insbesondere für stark betroffene Branchen beschlossen: die sogenannte “Überbrückungshilfe” als weitergehende Liquiditätshilfe – in der Phase I für die Monate Juni bis August 2020, in einer Phase II für die Monate September bis Dezember 2020 und in einer Phase III von Januar bis Juni 2021 (Antragstellung bis 31.8.2021). Das Zuschuss-Programm gewährt Unternehmen, Solo-Selbstständigen und Angehörigen der freien Berufe im Haupterwerb nicht rückzahlbare Zuschüsse zu den fixen Betriebskosten. Das Antragsverfahren wird nur durch registrierte Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer durchgeführt (nur Solo-Selbstständige können direkt beantragen) und über eine digitale Plattform erfasst. 

Details zu Abläufen und Förderhöhen, eine Checkliste zur Antragsberechtigung und den Zugang zur Registrierung gibt es unter der eigens eingerichteten Homepage der Überbrückungshilfe.

 

Außerordentliche Wirtschaftshilfe für November und Dezember 2020    

Mit der außerordentlichen Wirtschaftshilfe des Bundes wurden jene unterstützt, deren Betrieb ab 2. November 2020 temporär geschlossen wurde aufgrund der zur Bewältigung der Pandemie erforderlichen Maßnahmen. Die Antragsfrist für Erstanträge endete am 30. April 2021. Änderungsanträge können noch bis zum 30. Juni 2021 gestellt werden.

 

Neustarthilfe für Solo-Selbstständige und kleine Kapitalgesellschaften

Mit der Neustarthilfe werden Solo-Selbständige und kleine Kapitalgesellschaften unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist, die aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III daher nicht in Frage kommt. Alternativ zur Überbrückungshilfe III können Sie einmalig die Neustarthilfe von bis zu 7.500 Euro (bzw. im Falle von Kapitalgesellschaften bis zu 30.000 EUR) beantragen.

Für die Neustarthilfe (Beantragung bis 31.8.2021) gibt es hier nähere Details.

 

NEU: Notfallkasse Hessen

Mit der Notfallkasse Hessen bietet das Land eine zusätzliche Liquiditäts-Hilfe für hessische Unternehmen, Betriebe und nicht-öffentliche Institutionen, die bisher nicht über andere Programme unterstützt werden konnten. Das bedeutet bis zu 100.000 Euro einmalige Zuwendung zur Abwendung der pandemiebedingten Härte.

Anträge mit entsprechenden Belegen können online beim Regierungspräsidium Kassel gestellt werden.

 

In Digitalisierung investieren: Förderprogramm "Digital jetzt" 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt kleine und mittlere Unternehmen (3 bis 499 Mitarbeitende) aus allen Branchen mit dem Programm „Digital jetzt - Investitionsförderung für KMU“.

Das Programm soll mit finanziellen Zuschüssen bis zu 50.000 EUR Unternehmen dazu anregen, noch mehr in digitale Technologien und in die Qualifizierung der Beschäftigten zu investieren. Ziele des Programms sind u.a. höhere IT-Sicherheit, verbesserte digitale Geschäftsprozesse, Befähigung von Mitarbeitenden und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Wer entsprechende Digitalisierungsvorhaben (z.B. Investitionen in innovative Hard- und Software und Qualifizierungsmaßnahmen) plant, kann bis ins Jahr 2023 einen entsprechenden Antrag stellen.

Voraussetzungen und der Zugang zum Förderantrag zu "Digital jetzt" sind hier verfügbar.    

 

Qualifizierungs-Maßnahmen im Bereich Digitalisierung

Mit dem "DIGI-Zuschuss Quali" bietet das Technologieland Hessen in Zusammenarbeit mit der WI-Bank eine Projektförderung für KMU und Solo-Selbständige für Qualifizierungsmaßnahmen im Bereich Digitalisierung (Kompetenzen u.a. Datenmanagement, digitale Kommunikation, Erstellung digitaler Inhalte, Datensicherheit, digitale Problemlösungen). Ansprechpartner für fachliche Fragen und ein kostenfreier Digitalisierungs-Check finden sich hier.

Infos zum Förderprogramm (aktueller Sonderaufruf ab 18. Mai 2021) gibt es hier. 

 

Förderprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Auszubildende von heute sind unsere Fachkräfte von morgen. Mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ sollen Ausbildungsplätze auch in der Krise geschützt werden und jungen Menschen eine verlässliche Zukunftsperspektive gegeben werden. Ziel der Förderung ist es, Ausbildungsbetriebe und ausbildende Einrichtungen dazu zu motivieren, ihr Ausbildungsniveau zu halten oder gar zu erhöhen. Antragsberechtigt sind KMU, die durch die COVID-19-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind. Anträge können bei der Agentur für Arbeit gestellt werden.

Details dazu enthält das Eckpunktepapier „Ausbildungsplätze sichern“.

 

Weitere Förderprogramme des Landes Hessen

Neben KfW-Krediten (Zugang über Hausbank) bietet das Land Hessen über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) und die Bürgschaftsbank Hessen ein breites Spektrum geförderter Finanzierungsprodukte an, um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei Investitionen und mit Betriebsmitteln zu unterstützen:

  • Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen (Kredit)
  • Hessen Mikroliquidität
  • Kapital für Kleinunternehmen (KfK)
  • Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen (GuW)
  • Bürgschaften: Landesbürgschaften / "Bundesregelung Bürgschaften 2020" / Express-Bürgschaften

Alle Informationen zu diesen Angeboten bei der WIBank Hessen


Maßnahmen zur Liquiditäts-Sicherung

Kurzarbeit

Das Kurzarbeitergeld der Agentur für Arbeit kann beantragt werden, wenn 10% der Beschäftigten vom Ausfall betroffen sind. Weitere Infos direkt von der Agentur für Arbeit, Hotline: 0800 - 4 5555 20. Direkt-Link zum Antragsformular

Hilfe für Selbstständige - Grundsicherung 

Für jene Menschen, die bei uns im Landkreis Darmstadt-Dieburg wohnen und in persönliche Existenznot kommen, ist unser Kommunales Jobcenter zuständig: wenn die persönliche Hilfebedürftigkeit nachgewiesen ist und das Einkommen nicht mehr ausreicht um den Lebensunterhalt sicherzustellen, können (vorläufige) Leistungen gewährt werden - als Anspruch auf Grundsicherungsleistungen. Kontakt dazu kann mit unserem Beratungscenter für den Landkreis aufgenommen werden: Per e-mail: info-kfb@remove.this.ladadi.de  - Telefon 06151/881-5000 . Informationen für Selbstständige im Landkreis Darmstadt-Dieburg gibt es auch hier.

Steuerliche Maßnahmen

Einen umfassenden Überblick zu steuerlichen Erleichterungen gibt es hier: FAQs des Hessischen Ministeriums der Finanzen


Weitere Angebote und Informationen

Testangebotspflicht in Betrieben 

Arbeitgeber müssen ab 20. April 2021 ihren Beschäftigten, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, regelmäßig einen Corona-Test anbieten. Details zu dieser Testpflicht hat die IHK Darmstadt hier zusammengestellt

Vereinsförderung

Mit dem Hessischen Förderprogramm „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“ werden gemeinnützige Vereine (z.B. Sportvereine, Kulturbetriebe und Spielstätten sowie Vereine, Initiativen und gemeinnützige Organisationen aus anderen Bereichen) in Hessen unterstützt. Näheres dazu auf unseren Seiten Sport- und Vereinsförderung.

Entschädigung bei angeordnetem Tätigkeitsverbot

Selbstständige haben unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, eine Entschädigung bei einem angeordnetem Tätigkeitsverbot/Quarantäne nach Infektionsschutzgesetz beim Regierungspräsidium Darmstadt zu beantragen. Weitere Infos dazu hier.

Gastronomie

Informationen für Gastronomen und Hoteliers bietet aktuell die DeHoGa hier an - inklusive Leitlinien und Handlungsempfehlungen. 

Hilfen für Kultur, Künstler und Kreative

Eine Übersicht zur Unterstützung für die Kultur- und Kreativwirtschaft ist hier verfügbar. Damit Museen wieder besucht werden können, fördert der Bund Schutzmaßnahmen in kleineren und mittleren Häusern mit dem Programm "Neustart".

Informationen für Mieter und Vermieter

Die IHK Darmstadt hat hier FAQs zu Gewerbemieten zusammengestellt.

Vernetzung/Marktplätze und Sicherung von Lieferketten

Bereits vorhandene Beschaffungsplattformen, Online-Marktplätze und Datenbanken listet das Technologieland Hessen hier auf.

Umgang mit Insolvenz

Bis zum 31. Dezember 2020 und unter bestimmten Voraussetzungen auch bis 30. April 2021 hatte das Bundesministerium für Justiz die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt. Seit 1. Mai 2021 ist wieder das alte Recht in Kraft und § 15a der Insolvenzordnung (InsO) greift.

Die IHK Darmstadt hat Fragen und Antworten rund um Zahlungsschwierigkeiten und Insolvenz zusammengestellt. Auch über das Schutzschirm-Verfahren wird hier informiert.

Zeit nutzen: Strategische Planungen

Agilität, neue Geschäftsfelder, Digitalisierung und Best Practice-Beispiele: Viele Unternehmer nutzen die Krise, um wirtschaftliche, finanzielle, personelle und organisatorische Fragen der Unternehmensführung zu klären - lassen Sie sich dabei von professionellen, erfahrenen Beratern begleiten. Auch hierfür gibt es ein Bundesprogramm: „Förderung unternehmerischen Know-Hows“, wie u.a. die IHK Darmstadt berichtet.


Informationen zur Öffnung von Betrieben und Ladengeschäften

Die aktuellen Auslegungshinweise zur Öffnung laut gültiger Verordnung in Hessen sind hier aufgeführt.

Die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik gibt Antworten zu Schutzmaßnahmen von Beschäftigten und branchenbezogene Informationen.

Infos zur Maskenpflicht stellt die Hessische Landesregierung hier zur Verfügung.


Unter folgenden Links sind weitere Informationen und Ansprechpersonen zusammengestellt:

Regionale Informationen aktuell bei der IHK Darmstadt-Rhein-Main-Neckar

Bundesministerium für Energie und Wirtschaft inklusive Hinweisen zu globalen wirtschaftlichen Beziehungen

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Wohnen, Verkehr 

Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main 

 

Für weitere Fragen und individuelle Beratung steht der Fachbereich Wirtschaft, Standort- und Regionalentwicklung des Landkreises Darmstadt-Dieburg gerne zur Verfügung unter 06151 / 881 - 1016 oder per E-Mail wirtschaft@remove.this.ladadi.de.