Zahl des Monats
März 2026: -903
Im Landkreis Darmstadt-Dieburg sterben jährlich mehr Menschen als Kinder neu geboren werden. Im Jahr 2024 ereigneten sich 2.357 Geburten und 3.260 Sterbefällen, was ein Geburtendefizit von -903 Personen ergab. Schon seit dem Jahr 2006 fällt der Geburtensaldo in jedem Jahr negativ aus. Dabei waren die Bevölkerungsverluste zunächst recht gering, liegen aber seit dem Jahr 2022 jeweils bei über 800 Personen, 2024 trat der bislang stärkste Sterbeüberschuss ein. Zum Vergleich: 30 Jahre zuvor gab es im Jahr 1994 noch 3.028 Geburten und 2.565 Sterbefälle, was zu einem Geburtenüberschuss von +563 Personen führte. Dass die Einwohnerzahl des Landkreises Darmstadt-Dieburg trotz anhaltender Geburtendefizite in den letzten Jahrzehnten weiter angewachsen ist, hängt alleine von der Zuwanderung ab. Durch Zuwanderung ist die Einwohnerzahl des Landkreises Darmstadt-Dieburg sogar deutlich angestiegen und hat im Jahr 2022 erstmals die Marke der 300.000 Einwohnerinnen und Einwohner überschritten. Zum Ausgleichen des Geburtendefizits reicht jedoch nicht in jedem Jahr die Anzahl der Zuzüge aus.
Mit dieser Entwicklung ist der Landkreis Darmstadt-Dieburg nicht alleine. In Deutschland insgesamt gab es bereits seit dem Jahr 1972 in keinem einzigen Jahr einen positiven Geburtensaldo. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 677.117 Kinder geboren, während 1.007.758 Menschen verstorben sind, dies ergab ein Geburtendefizit von -330.641 Personen.
Die Gründe für den negativen Geburtensaldo liegen in der demografischen Entwicklung vergangener Jahrzehnte. Auf die besonders geburtenstarken Jahrgänge der Nachkriegszeit folgten seit Beginn der 1970er-Jahre deutlich geringere Geburtsjahrgänge, die heute wiederum eine verhältnismäßig kleine Elterngeneration darstellen. In Verbindung mit einer weiter gesunkenen Kinderzahl je Frau werden so die Jahrgänge der Neugeborenen tendenziell kleiner. Im Jahr 2024 lag die Geburtenziffer in Deutschland bei nur noch 1,35 Kindern je Frau. Die geburtenstarken Jahrgänge der sogenannten Babyboomer befinden sich inzwischen teilweise schon im Rentenalter. Durch die gestiegene Lebenserwartung aufgrund medizinischer Fortschritte werden die Menschen außerdem immer älter. Dadurch gibt es immer mehr ältere und hochbetagte Menschen und in der Folge steigt auch die Zahl der Sterbefälle an.
Daten: Hessisches Statistisches Landesamt und Statistisches Bundesamt
Februar 2026: 25,9
Eine Sitzung des Kreistags des Landkreises Darmstadt-Dieburg hat im Durchschnitt 25,9 Tagesordnungspunkte.
Der Kreistag ist das höchste parlamentarische Gremium des Landkreises Darmstadt-Dieburg, das über alle wichtigen Angelegenheiten des Landkreises beschließt. Jährlich finden hierzu in der Regel sechs Kreistagssitzungen statt, bei denen die gewählten ehrenamtlichen Kreistagsmitglieder zusammenkommen. Während der Wahlzeit von 2021 bis 2026 standen insgesamt 31 Kreistagssitzungen an.Auf den Tagesordnungen dieser Sitzungen standen insgesamt 802 Tagesordnungspunkte, das entspricht einem Durchschnitt von 25,9 Tagesordnungspunkten je Sitzung. Die Anzahl der Tagesordnungspunkte variierte bei den 31 Kreistagssitzungen zwischen zwei und 48 Themen. Während dieser Wahlzeit dauerte die kürzeste reguläre Kreistagssitzung nur 37 Minuten, noch kürzer war die Sondersitzung zur Amtseinführung des Landrates mit nur 26 Minuten. Der Großteil der Sitzungen nahm aber deutlich mehr Zeit in Anspruch. Die meisten Sitzungen hatten eine Dauer von zwei bis drei Stunden. Am längsten dauert allerdings die konstituierende Sitzung zu Beginn der Wahlperiode: ganze 5 Stunden und 18 Minuten.
Vorbereitend tagten die vier themenbezogenen Ausschüsse in dieser Wahlzeit insgesamt 111 Mal. Die Ausschüsse bestehen jeweils aus 15 Kreistagsmitgliedern und beschäftigen sich inhaltlich intensiv mit den Themen, bevor darüber im Kreistag entschieden wird. Die Besetzung der Sitze in den Ausschüssen erfolgt nach dem Stärkeverhältnis der Fraktionen im Kreistag. Fraktionen auf die kein Sitz entfällt, nehmen als beratendes Mitglied an den Ausschuss-Sitzungen teil. Die vier Ausschüsse sind der Haupt- und Finanzausschuss, der Ausschuss für Gleichstellung, Generationen und Soziales, der Ausschuss für Klima, Umwelt, Gesundheit und Infrastruktur sowie der Schul-, Kultur- und Sportausschuss.
Am 15. März 2026 findet die nächste Kommunalwahl statt.
Dabei wird über die Zusammensetzung des Kreistags für die nächsten fünf Jahre entschieden. Alle Infos rund um die Kommunalwahl 2026 gibt es hier
Januar 2026: 4
Seit dem Jahr 1977 hatte der Kreistag des Landkreises Darmstadt-Dieburg bislang nur vier verschiedene Kreistagsvorsitzende. Die aktuelle Kreistagsvorsitzende Dagmar Wucherpfennig (SPD) hat den Vorsitz bereits seit dem Jahr 2011 und wurde in drei Wahlperioden gewählt. Sie ist die erste Frau auf der Position der Kreistagsvorsitzenden im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Ihr Vorgänger von 1993 bis 2011 war Prof. Dr. Ralf-Rainer Lavies (SPD). In den Jahren 1985 bis 1993 übte Hans Karl (SPD) diese Position aus. Der erste Kreistagsvorsitzende des damals durch eine Gebietsreform zusammengefügten Landkreises Darmstadt-Dieburg war von 1977 bis 1985 Gottfried Milde (CDU).
Der Kreistag ist das höchste parlamentarische Gremium des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Er beschließt über alle wichtigen Angelegenheiten des Landkreises. Am 15. März 2026 findet die nächste Kommunalwahl statt, bei der über die Zusammensetzung des Kreistags für die nächsten fünf Jahre entschieden wird. Die derzeit 71 Mitglieder des Kreistags üben ihre verantwortungsvolle Aufgabe alle ehrenamtlich aus. Das ehrenamtliche Engagement der Politikerinnen und Politiker ist ein wichtiger Beitrag für die Gemeinschaft und bildet das Fundament für eine gelebte Demokratie.
Der Kreistag wählt in seiner ersten Sitzung nach der Wahl aus seiner Mitte einen Kreistagsvorsitz. Zu den Aufgaben der Kreistagsvorsitzenden gehört, neben der Repräsentation des Kreistags in der Öffentlichkeit, vor allem eine gerechte und unparteiische Sitzungsleitung. Der oder die Kreistagsvorsitzende setzt Tagesordnung, Tagungszeit und Ort fest, lädt die Kreistagsmitglieder zu den Sitzungen ein, eröffnet und schließt die Sitzungen, ruft die Tagesordnungspunkte auf, leitet die Aussprachen und lässt über Vorlagen und Anträge abstimmen. Die Kreistagsvorsitzenden sorgen für Ordnung im Sitzungsverlauf und dafür, dass Würde und Rechte des Kreistages gewahrt werden.
Vor der Gebietsreform waren im Kreis Dieburg Adam Spieß (SPD) von 1952 bis 1960, Ludwig Wedel (SPD) von 1960 bis 1968 und Dr. Karl-Heinz Benke (SPD) von 1968 bis 1976 Kreistagsvorsitzende. Im Kreis Darmstadt wurde der Kreistagsvorsitz von Gustav Krämer (SPD) in den Jahren 1952 bis 1956 und von Hans Karl (SPD) von 1956 bis 1976 ausgeübt.
Dezember 2025: 44,9 Jahre
Die im Landkreis Darmstadt-Dieburg lebenden Menschen sind durchschnittlich 44,9 Jahre alt. Damit sind sie im Schnitt ebenso alt wie die Bevölkerung Deutschlands, während in Hessen insgesamt der Altersdurchschnitt mit 44,3 Jahren etwas jünger ist. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass in den einwohnerreichen kreisfreien Städten in Hessen viele junge Erwachsene leben. Diese jungen Erwachsenen, die vor allem zum Studium in die Großstädte ziehen, senken das Durchschnittsalter in Darmstadt, Frankfurt und Offenbach auf rund 41 Jahre, in Wiesbaden liegt der Altersdurchschnitt mit 43,2 Jahren etwas höher. Unter den südhessischen Landkreisen sind die Einwohnenden im Kreis Groß-Gerau, mit im Schnitt 43,2 Jahren, am jüngsten. Das höchste Durchschnittsalter hat hingegen der Odenwaldkreis mit 46,7 Jahren.
In den einzelnen Städten und Gemeinden im Landkreis Darmstadt-Dieburg zeigt das Durchschnittsalter Unterschiede. Die jüngsten Altersdurchschnitte haben Weiterstadt mit 42,9 Jahren, Groß-Zimmern mit 43,2 Jahren und Griesheim mit 43,5 Jahren. In insgesamt zehn kreisangehörigen Städten und Gemeinden sind die Einwohnenden aber im Schnitt schon mindestens 46 Jahre alt. Das höchste Durchschnittsalter liegt in Seeheim-Jugenheim mit 47,7 Jahren vor, gefolgt von Modautal mit 47,3 Jahren.
Wie fast überall in Deutschland steigt auch im Landkreis Darmstadt-Dieburg das Durchschnittsalter seit vielen Jahren an und wird auch in den kommenden Jahren weiter steigen. Ursache hierfür ist der demografische Wandel. Nach den besonders geburtenstarken Jahrgängen von Mitte der 1950er bis Mitte der 1960er Jahre gingen die Geburtenzahlen fortwährend deutlich zurück. Mit zunehmendem Alter dieser besonders großen Generation steigt auch das Durchschnittsalter langsam aber stetig an. 2011 lag das Durchschnittsalter in Deutschland noch bei 43,9 Jahren und im Landkreis Darmstadt-Dieburg bei 43,4 Jahren. Für die einzelnen Städte und Gemeinden im Landkreis lag das Durchschnittsalter im Jahr 2011 noch zwischen 41,6 Jahren in Weiterstadt und 46,9 Jahren in Seeheim-Jugenheim.
Daten: Statistische Ämter des Bundes und der Länder (2025): Durchschnittsalter der Bevölkerung - Datenlizenz Deutschland - Namensnennung - Version 2.0. | Stand: 20.11.2025

