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Bevölkerungszahl im Landkreis bleibt weitestgehend stabil

Darmstadt-Dieburg. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg lebten zum Jahresende 2025 insgesamt 301.529 Menschen. Nach den aktuellen Zahlen des Hessischen Statistischen Landesamtes waren das 492 Einwohnerinnen und Einwohner weniger als ein Jahr zuvor. Der leichte Rückgang entspricht 0,2 Prozent.

Ausschlaggebend für diese Entwicklung war vor allem das weiterhin hohe Geburtendefizit: Im Jahr 2025 starben im Landkreis 948 Menschen mehr, als Kinder geboren wurden. Im Vorjahr hatte die Differenz bei 903 Personen gelegen. Gleichzeitig verzeichnete Darmstadt-Dieburg erneut einen Wanderungsgewinn. Insgesamt zogen 457 Menschen mehr in den Landkreis, als ihn verließen. Dieser Zuwachs reichte jedoch nicht aus, um das Geburtendefizit vollständig auszugleichen. Im Jahr 2024 hatte der Wanderungsüberschuss noch 661 Personen betragen.

„Die Zahlen zeigen zwei Entwicklungen: Der Landkreis Darmstadt-Dieburg bleibt ein gefragter Wohn- und Lebensort, denn nach wie vor ziehen mehr Menschen zu uns als fort. Gleichzeitig wird der demografische Wandel immer deutlicher. Darauf müssen wir uns gemeinsam mit unseren Städten und Gemeinden einstellen – etwa bei der Planung von Wohnraum, Mobilität, Betreuung, Pflege und einer gut erreichbaren öffentlichen Infrastruktur“, sagt Landrat Klaus Peter Schellhaas.

Unterschiedliche Entwicklung in den 23 Städten und Gemeinden

In acht Kommunen des Landkreises nahm die Einwohnerzahl im Laufe des Jahres 2025 zu, in 15 Städten und Gemeinden ging sie zurück. Die größten absoluten Zuwächse verzeichneten Babenhausen mit 83 zusätzlichen Einwohnerinnen und Einwohnern, Griesheim mit 76 und Pfungstadt mit 60. Prozentual wuchs die Bevölkerung in Bickenbach mit 0,9 Prozent am stärksten, gefolgt von Babenhausen mit 0,5 Prozent.

Die höchsten absoluten Bevölkerungsverluste gab es in Münster mit einem Rückgang um 156 Personen, in Reinheim mit 131 und in Mühltal mit 112 Personen. Prozentual fiel der Rückgang in Groß-Bieberau mit 1,7 Prozent am deutlichsten aus. Es folgten Münster mit 1,1 Prozent sowie Erzhausen, Mühltal und Reinheim mit jeweils 0,8 Prozent.

Nur in Weiterstadt wurden 2025 mehr Kinder geboren, als Menschen starben. Dort ergab sich ein Geburtenüberschuss von neun Personen. In allen anderen 22 Städten und Gemeinden lag die Zahl der Sterbefälle über der Zahl der Geburten. Die größten Geburtendefizite verzeichneten Pfungstadt mit 87, Seeheim-Jugenheim mit 85 und Groß-Umstadt mit 84 Personen.

Mehr Zuzüge als Wegzüge in 14 Kommunen

Bei den Wanderungsbewegungen zeigte sich in 14 Städten und Gemeinden ein positiver Saldo. Besonders deutlich fiel dieser in Pfungstadt aus: Dort zogen 154 Menschen mehr zu als fort. Es folgten Babenhausen mit einem Wanderungsgewinn von 129 Personen und Bickenbach mit 109 Personen.

Die größten Wanderungsverluste wurden in Münster mit einem Minus von 120 Personen, in Mühltal mit 93 und in Groß-Bieberau mit 61 Personen registriert.

Leichte Rückgänge auch in mehreren Nachbarkreisen

Die Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Darmstadt-Dieburg liegt damit im hessischen Trend. Landesweit sank die Einwohnerzahl 2025 um 2.199 Personen. Auch in Hessen insgesamt konnte der positive Wanderungssaldo das hohe Geburtendefizit nicht vollständig ausgleichen. Im Jahr 2024 hatte das Land noch einen Bevölkerungszuwachs von 13.247 Personen verzeichnet.

Innerhalb des Regierungsbezirks Darmstadt entwickelte sich die Bevölkerung regional unterschiedlich. Während die Stadt Darmstadt um 1.224 Personen beziehungsweise 0,7 Prozent wuchs, nahm die Einwohnerzahl im Landkreis Darmstadt-Dieburg um 0,2 Prozent ab.

Ähnliche oder stärkere Rückgänge gab es in benachbarten Landkreisen: Im Kreis Bergstraße sank die Bevölkerungszahl um 816 Personen beziehungsweise 0,3 Prozent, im Odenwaldkreis um 447 Personen beziehungsweise 0,5 Prozent. Dagegen verzeichneten der Kreis Offenbach mit einem Plus von 962 Personen beziehungsweise 0,3 Prozent und der Kreis Groß-Gerau mit 304 zusätzlichen Einwohnerinnen und Einwohnern beziehungsweise 0,1 Prozent leichte Zuwächse.

as


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